Werder Bremen hat einen neuen Cheftrainer gefunden: Daniel Thioune (51) übernimmt den abstiegsgefährdeten Bundesligisten mit sofortiger Wirkung.
Trainer mit HSV-Vergangenheit
Die restliche Bundesliga-Saison geht Werder mit einem neuen Cheftrainer an: Wie die abstiegsbedrohten Bremer mitteilten, tritt Daniel Thioune mit sofortiger Wirkung die Nachfolge des beurlaubten Horst Steffen an. Über die Vertragslaufzeit machte der Klub keine Angaben.
- Thioune im aktuellen Interview: „Ich will anfixen und infizieren“ (k+)
„Wir hatten sehr gute Gespräche mit Daniel“, wird Werders Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz zitiert: „Seine Idee vom Fußball, seine Art und seine Herangehensweise an unsere aktuelle sportliche Situation waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den Turnaround schaffen werden.“
Bei der Suche nach einem passenden Coach hatten die Verantwortlichen des SVW, der mit 19 Punkten nur noch einen vor dem Relegationsplatz (aktuell Mainz 05) liegt, über die ehemaligen Mainzer Trainer Bo Henriksen und Bo Svensson nachgedacht, aber jeweils eine Absage kassiert. Auch Thiounes Name tauchte auf – und der erhielt nun den Zuschlag.
Der 51-Jährige, der zwischen Juli 2020 und Mai 2021 auch den Bremer Nordrivalen Hamburger SV trainierte, hatte zuletzt über drei Jahre erfolgreich bei Fortuna Düsseldorf gearbeitet. In der Saison 2023/24 hatte Thioune mit F95 an der Tür zur Bundesliga gekratzt, aber trotz eines 3:0-Hinspielerfolgs in Bochum die Rückkehr ins Oberhaus über die Relegation dramatisch verpasst. Am 6. Oktober 2025, knapp ein Jahr nach seiner Vertragsverlängerung bis 2028, wurde ihm in Düsseldorf auch die eklatante Heimschwäche zum Verhängnis – er musste gehen.
Premiere in der Bundesliga wartet
Nach 187 Zweitliga-Spielen und 65 in der 3. Liga, wo er den VfL Osnabrück für fast drei Jahre anleitete, wartet auf Thioune am kommenden Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) beim Auswärtsspiel in Freiburg seine Premiere in der Bundesliga.
„Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit der Mannschaft und ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, erfolgreich miteinander zu arbeiten und die Ziele des Vereins zu erreichen“, sagt Thioune in einem ersten Statement: „Nach den sehr guten Gesprächen mit den Verantwortlichen war für mich schnell klar, dass ich zu Werder gehen möchte.“
Als gebürtiger Niedersachse sei der SVW immer „ein Aushängeschild der Region“ gewesen. Und: „Mein Vater war großer Bremen-Fan.“ Große Eingewöhnungsprobleme erwartet Thioune indes nicht: „Als Clemens Fritz mich angerufen hat, war ich zumindest so weit vorbereitet, dass die letzten Wochen im Ergebnis nicht so positiv waren. Im Nachgang beschäftigst du dich dann mehr mit der Mannschaft. Viele Spieler sind mir bekannt, einige wie Felix Agu besser, weil ich ihn ja schon trainieren durfte.“
Bereits am Mittwoch um 14 Uhr wird Thioune die erste Trainingseinheit seiner neuen Mannschaft leiten. Jan Hoepner, mit dem der neue Werder-Coach bereits in Düsseldorf zusammenarbeitete, komplettiert das Co-Trainer-Team des SVW.
Werder Bremen hat einen neuen Cheftrainer gefunden: Daniel Thioune (51) übernimmt den abstiegsgefährdeten Bundesligisten mit sofortiger Wirkung.
