Stage über Boniface-Rückkehr: „Er hat vielleicht das größte Potenzial im Kader“ 

Jens Stage erlebt die bislang schwierigste Phase mit Werder: Weshalb er Rechnereien aktuell meidet – und die Rückkehr von Victor Boniface begrüßt.

Blick auf Tabelle macht „so müde“

Der Bremer Mannschaftsarzt senkte am Dienstag den Daumen: Jens Stage wollte am Dienstag beim Werder-Start in die neue Woche zwar trainieren, durfte aber nicht.

Noch nicht ganz fit sei der krankheitsbedingt fehlende Mittelfeldspieler, aber hinsichtlich des kommenden Bundesligaspiels gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! beim kicker) gab der 29-Jährige zumindest vorläufig Entwarnung. Schon beim jüngsten Bremer 1:0-Sieg in Wolfsburg hatte der wieder mal beste Werder-Torschütze in dieser Saison (sieben Treffer) zuletzt ja aussetzen müssen, gelbgesperrt.

Schöner Fußball? „Punkte sind wichtig“

Vorm Fernseher verfolgte der Däne also, wie jenes Spiel „in vielen Situationen auch hätte anders ausgehen können“. Doch die einzig gewinnbringende Erkenntnis brachte auch Stage, wie eigentlich sonst alle Bremer im Nachgang, nun noch einmal zum Ausdruck: „Die drei Punkte.“ Schöner Fußball in dieser Saisonphase, in diesem tabellarischen Umfeld? „Das ist niemals wichtig, die Punkte sind wichtig.“

Sieben Zähler beträgt nach dem Wolfsburg-Sieg also der aktuelle Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz – brennt da noch mal etwas an? Stage will sich eher nicht auf derlei Rechnereien oder Fragen einlassen: Was, wenn diese Mannschaft gewinnt, was wenn jene Federn lässt? „Dein Kopf wird so müde, wenn du den ganzen Tag auf die Tabelle guckst.“

Stage und die Werder-Krise

Und doch steht Werder in dieser Saison so schlecht da wie in den vergangenen drei Jahren nicht; seitdem Stage ein Teil des Vereins ist. Empfindet auch der Mittelfeldspieler die aktuelle Spielzeit als größte Werder-Krise? Der Profi spielt auf die zwischenzeitliche Sieglosserie von 13 Partien an – und findet: „Dann kann man das sagen …“

Trotzdem wolle er nach 27 Spieltagen zurzeit noch „kein Fazit ziehen: Nach dem letzten Spiel kann man mich dann danach fragen.“ Es müsste ab sofort allerdings schon nahezu alles wie am Schnürchen laufen, damit die Bremer letztlich nicht von einer schlechten Saison sprechen könnten.

Boniface? „Ich sehe keine negativen Dinge“

Unterstützt dabei nun vielleicht sogar noch ein Spieler, der eigentlich schon abgeschrieben schien? Victor Boniface ist zurück in Bremen – und geht es nach Stage, besteht durchaus die Hoffnung, dass der Stürmer nicht nur „mit guter Laune wie beim ersten Mal“ kommt, sondern auch „ganz schnell fit wird und uns auch auf dem Platz helfen kann“.

Angesichts seiner bisherigen Darbietung in dieser Saison erscheinen derlei Aussagen zwar einigermaßen illusorisch – doch mit seiner generellen Einschätzung steht Stage womöglich nicht mal allein: „Er hat vielleicht das größte Potenzial im Kader und ist ein richtig guter Fußballer.“ Das war Boniface bei seiner Leihverpflichtung im Sommer allerdings auch schon.

Unabhängig von dem noch nicht final absehbaren sportlichen Wert Richtung Saisonfinale weist Stage eine mögliche Unruhe durch das Thema Boniface zumindest zurück: „Ich sehe keine negativen Dinge bei Victor. Er ist in der Kabine beliebt, ein cooler Typ, der auch viel Spaß macht …“

 Jens Stage erlebt die bislang schwierigste Phase mit Werder: Weshalb er Rechnereien aktuell meidet – und die Rückkehr von Victor Boniface begrüßt. 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert