Eintracht Frankfurt hat es wieder mal nicht geschafft, die Patzer der Konkurrenz zu nutzen und den Abstand auf die Europapokalplätze zu verringern. Coach Albert Riera ärgerte indes etwas anderes.
Brown hofft weiter auf Nationalelf
Nach dem Abpfiff des 1:2 hatte sich Albert Riera Zeit gelassen, ehe er sich zum Interview stellte. Er erklärte dies mit der Notwendigkeit, dass seine Spieler ihn nach Niederlagen mehr bräuchten als nach Siegen. Zur Niederlage selbst wollte er sich nicht großartig äußern, meinte aber dass man deshalb nicht unglücklich sein müsse, weil man wisse, warum man verloren habe.
Ins Detail wollte der Spanier dann aber nicht gehen, meinte nur, dass man das intern aufarbeiten wolle. Er ließ aber durchblicken, dass ihm die Defensivarbeit nicht so getaugt habe. „Wir haben sechs oder sieben Chancen zugelassen“, stellte Riera fest und schob nach: „Wenn du dominant sein willst, dann musst du ohne Ball top verteidigen. Du kannst einen guten oder einen schlechten Tag haben, aber am Ende musst du im Verteidigen ein Top-Team sein, wenn du top sein möchtest.“
Neben der Defensive blieb in Mainz aber vor allem die Offensive blass, was auch Jonathan Burkardt nicht entgangen war. „Heute waren wir in den entscheidenden Situationen zu nachlässig, haben zu viele Chancen zugelassen und zu wenig kreiert“, blickte der Angreifer zurück und kam zu dem Schluss: „Wir hatten viel Ballbesitz in den Räumen, wo es nicht wichtig ist. Dann verlierst du so ein Spiel verdient.“
„Wir Trainer sind keine Magier. Am Ende liegt es an den Spielern.“
Angesprochen auf die fehlende Durchschlagskraft meinte Riera, dass man im Training „an der Rotation arbeitet, um die Defensive auseinanderzuziehen“, was in Mainz aber nur bedingt bis gar nicht funktioniert habe. Auf dem Platz seien die Spieler dafür verantwortlich, merkte der Coach an und meinte: „Manchmal sehe ich von außen die Lücke, aber ich stehe nicht auf dem Platz. Am Ende ist es eine Qualitätsfrage. Wir Trainer sind keine Magier. Am Ende liegt es an den Spielern.“
Der 43-Jährige betonte, dass die Qualität eines Offensivspielers auch in dessen Entscheidungen beim finalen Pass oder eben beim richtigen Kreuzen im Schlussdrittel zu finden sei. „Ich sage zu meinen Spielern: Wenn du gut kreuzt, dann wirst du ein Spieler, der 50 Millionen Euro wert ist – und wenn nicht, dann wirst du ein Fünf-Millionen-Spieler sein. So simpel ist das.“
Zu allem Überfluss verlor man noch verletzungsbedingt Nathaniel Brown und Nnamdi Collins. „Ich habe noch Schmerzen“, bestätigte Brown anschließend seine Blessur und sprach die Hoffnung aus, dass es „nicht so schlimm“ sei, auch wolle er „alles dafür tun“, um die beiden kommenden Länderspiele in der Schweiz am Freitag (20.45 Uhr) sowie gegen Ghana am darauffolgenden Montag (20.45 Uhr) nicht zu verpassen.
Eintracht Frankfurt hat es wieder mal nicht geschafft, die Patzer der Konkurrenz zu nutzen und den Abstand auf die Europapokalplätze zu verringern. Coach Albert Riera ärgerte indes etwas anderes.
