Mainz-Profi Silas wird in diesen Tagen wegen seines Schien- und Wadenbeinbruchs in der Unimedizin operiert. Die schlimme Verletzung weckt bei Danny da Costa und Elkin Soto Erinnerungen.
Soto erhielt einen neuen Vertrag
Der Führungstreffer beim 2:0-Erfolg in Bremen war gerade einmal wenige Sekunden alt, da bekam Torschütze Paul Nebel das Trikot mit der Rückennummer 26 von der Bank gereicht. Zehn Mainzer Feldspieler machten sich auf den Weg vor den Block der Auswärtsfans und hielten das Trikot in die Höhe. Silas hatte sich beim 0:0 in der Conference League bei Sigma Olmütz einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. Nachdem der 27-Jährige mit einem Spezialflugzeug nach Deutschland gebracht wurde, steht nun die Operation an.
„Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Verletzung von Silas der Horror ist“, betont Danny da Costa. Der heute 32-Jährige hatte sich im Oktober 2014 im Zweitligaspiel des FC Ingolstadt bei Fortuna Düsseldorf (0:0) einen Schienbeinbruch zugezogen und fiel für den Rest der Saison aus.
Silas droht eine ähnlich lange Pause, die damit deutlich in die Saison 2026/27 hineinreichen wird. Wie lange das Arbeitspapier des Spielers überhaupt läuft, ist nicht offiziell kommuniziert worden. In einem vergleichbaren Fall verlängerte der Verein 2015 den Vertrag mit Elkin Soto, damit der Kolumbianer seine Reha in Ruhe durchführen konnte. Der damals 34-Jährige hatte im Mai beim Spiel gegen den Hamburger SV eine vollständige Ausrenkung des Knies erlitten und sich dabei unter anderem das Kreuzband, die Bizepssehne und den Außenmeniskus gerissen.
„Das zeigt unseren Zusammenhalt.“ (Danny da Costa)
Der kollektive Jubel nach dem Führungstreffer, bei dem die Spieler das Trikot von Silas in die Höhe hielten, dokumentiert die enge Bindung innerhalb der Mannschaft. „Das zeigt unseren Zusammenhalt“, sagt da Costa. „Man darf auch Benedict Hollerbach nicht vergessen, der lange raus ist und trotzdem vor jedem Spiel schreibt.“ Hollerbach hatte sich Ende Januar beim 2:1 in Leipzig einen Achillessehnenriss zugezogen.
Mit dem Sieg in Bremen hat sich Mainz etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. „Die Freude ist riesengroß. Jeder, der die Tabelle lesen kann, weiß um die Bedeutung. Unter dem Strich haben wir zu null gespielt und zwei Tore geschossen, ohne dass es nochmal richtig gefährlich wurde. Wir haben uns in alles reingeworfen. Man hat gespürt, dass jeder bereit war, die Meter zu machen und auch mal Fehler auszubügeln“, bilanziert da Costa.
Während Mainz 05 es am Sonntag im Nachbarschaftsduell mit Eintracht Frankfurt zu tun bekommt, nehmen sich Bremen und der VfL Wolfsburg sowie der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach tags zuvor die Punkte gegenseitig ab. Zunächst steht für den FSV allerdings das Rückspiel im Achtelfinale der Conference League am Donnerstag gegen Sigma Olmütz (18.45 Uhr, LIVE! bei kicker) auf dem Programm.
Mainz-Profi Silas wird in diesen Tagen wegen seines Schien- und Wadenbeinbruchs in der Unimedizin operiert. Die schlimme Verletzung weckt bei Danny da Costa und Elkin Soto Erinnerungen.
