Shootingstar im Zwischentief: Woran es Bayers Kofane aktuell mangelt 

Das erste Hoch folgte für Christian Kofane nach seinem Wechsel zu Bayer recht schnell. Doch in den vergangenen Wochen hakt es – zumindest im Dress der Werkself. Derweil steht der Transfer des nächsten Sturmtalents kurz bevor.

Sturmtalent Damjanovic vor Unterschrift

Ein entscheidender Schritt vor Nico Schlotterbeck und ein cleverer, technisch perfekter Kontakt, mit dem er den Ball aus rund zwölf Metern genau in die rechte untere Ecke setzte – so stellte Christian Kofane am 29. November beim 1:2 gegen Dortmund spät den Anschluss her und sorgte für eine spannende Schlussphase. Sein fünfter Treffer im 18. Einsatz für die Werkself.

Doch elf Pflichtspiele später ist die Ausbeute noch immer die gleiche, Shootingstar Kofane gelang seit Ende November kein Tor mehr für seinen Verein. Und auch die Leistung insgesamt hat nachgelassen: In seinen ersten sechs benoteten Ligaspielen einschließlich der Niederlage gegen Dortmund erhielt der 19-Jährige nie eine schlechtere kicker-Note als 3,5, wurde anschließend in vier bewerteten Bundesliga-Partien aber nie besser als 4 bewertet. Hinzu kommt ein Schnitt von 4,17 in den drei Spielen der Königsklasse seit Dezember und eine 4 beim 1:0 im Pokal in Dortmund.

Fehlende Frische nach dem Afrika-Cup

Das große Aber: Beim Afrika-Cup wusste Kofane sehr wohl zu überzeugen. In vier Einsätzen für Kamerun traf er zweimal, darunter zum vorentscheidenden 2:0 im Achtelfinale gegen Südafrika (2:1). Eine Form, die er jedoch nicht zurück nach Deutschland transportieren konnte, wo der 1,89 Meter große und wuchtige Stürmer seither weniger frisch und präsent in den direkten Duellen wirkt als noch in den Monaten zuvor.

„Er hat in den vergangenen Monaten riesige Schritte gemacht“, sieht Simon Rolfes trotz der Formdelle das Positive beim 5,25 Millionen Euro teuren Sommer-Zugang von Albacete, der nur ein paar Monate zuvor noch in Kamerun aufgelaufen war. „Er ist noch ganz jung, kam aus der 2. Liga Spaniens, musste sich an das deutlich höhere Niveau gewöhnen. Und während wir rund um Weihnachten Pause hatten, hat Christian weitergespielt. Das darf man alles nicht vergessen.“ Nun befinde sich der junge Angreifer in „einer Phase der Konsolidierung“, wie sie der Sport-Geschäftsführer gegenüber dem kicker bezeichnet. „Nicht alles klappt so leicht wie phasenweise in der Hinserie. Aber er ist ehrgeizig, bringt sich gut ein, daher wird er den nächsten Schritt auch machen.“

Kofane geht noch die Effizienz ab

Luft nach oben hat Kofane beispielsweise bei seinem ersten Kontakt und der Sauberkeit in seinen Aktionen. Zudem mangelt es ihm insgesamt noch an der Effizienz, wie nicht nur im Januar in Piräus (0:2) zu sehen war. 7,7 Schüsse benötigte er im Schnitt für seine drei Bundesliga-Tore. In der Königsklasse waren es neun Versuche für ein Tor, im Pokal fünf für seinen bislang einzigen Treffer im Wettbewerb. Zum Vergleich: Bei dem in dieser Saison ebenfalls nicht immer eiskalten Bayer-Kollegen Patrik Schick sind es in der Liga durchschnittlich 5,2, in der Champions League vier und im Pokal drei Torschüsse pro Torerfolg.

„Insgesamt hat er sicher noch viel Potenzial“, betont auch Rolfes. „Klar, je höher das Level ist, desto präziser muss man sein – beispielsweise wenn man mitspielen will, den Ball klatschen lassen will oder vor dem Tor ist. Die Zeitfenster sind kleiner, der Raum ist enger.“

Rolfes glaubt an Kofane – und verpflichtet ein weiteres Sturmtalent

Und dennoch attestiert der 44-Jährige dem Stürmer bereits ein gutes Gespür. „Er arbeitet daran, sich da noch besser zurechtzufinden, sein Verhalten im Strafraum und am Ball zu verbessern. Im Vergleich zu seiner Zeit in Spanien hat er sich schon deutlich entwickelt, das wird aber noch besser werden“, ist Rolfes überzeugt.

Klar ist: Kofanes Transfer erwies sich als sehr guter Zug von Bayers Verantwortlichen, die sich gegen einige Konkurrenten durchsetzen – wie auch beim bald folgenden Neuzugang. Der Transfer des serbischen Top-Talents Aleksa Damjanovic steht jedenfalls kurz vor dem Abschluss, am Donnerstag absolvierte er den Medizincheck.

Macht es Damjanovic wie Kofane?

Der 17-Jährige, der auch einen österreichischen Pass besitzt und der Sohn des Ex-Paderborn- und Wiesbaden-Profis Jovan Damjanovic ist, stellt mit seinen 1,98 Metern Körpergröße schon jetzt eine Erscheinung dar. Er steht aktuell noch bei Roter Stern Belgrad unter Vertrag, soll fünf Millionen Euro plus Boni kosten und im nächsten Sommer hinzustoßen.

Abwarten, wie sich der starke Linksfüßer Damjanovic dann in Leverkusen einlebt, ob er ausgeliehen wird, in der U 19 spielen soll – oder doch schon für die Bundesliga bereit ist. Bei Kofane zumindest ging es ziemlich fix.

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