Schwere Beine, wenig Matchglück, große Unbekannte: Freiburg besteht dennoch 

Der SC Freiburg trotzt den Kölner Überraschungen, macht es sich beim 2:1-Heimsieg aber auch selbst etwas schwerer. Trotz Elfmeterfehlschuss macht Igor Matanovic seinen „Dreierpack“ perfekt.

Trainer Schuster voll des Lobes

Etwa eine Stunde vor Spielbeginn flatterte am Sonntag die Kölner Aufstellung in die Freiburger Kabine – und damit einhergehend ein kleines Rätsel für Julian Schuster. Gleich fünf personelle Wechsel und eine – wie sich mit Spielbeginn zeigte – taktische Umstellung des FC machten es dem Sport-Club nicht einfach. „Lukas ist bekannt dafür, dass er sucht. Es ist immer unangenehm, man kann sich nie im Detail auf sie vorbereiten, weil sie sich einfach immer wieder etwas einfallen lassen. Da haben wir etwas gebraucht“, erklärte der Freiburger.

Sein Kollege Lukas Kwasniok und dessen Überraschungself erschwerten den Breisgauern mit ihrer Spielweise den Sonntagabend gehörig. „Schnell die langen Bälle, dann geht es viel um zweite Bälle, und diese werden dann mit ihrem Tempo auch schnell wieder scharf gemacht. Da sind sie einfach sehr, sehr unangenehm und da bedarf es dieses großen Aufwands, den die Mannschaft betrieben hat“, so Schuster. „Zeitweise wussten wir nicht so recht, wie die Grundaufstellung von Köln ist“, erklärte Niklas Beste. „Dann haben wir es zwischendurch, glaube ich, ganz gut angepasst. Da geht es einfach darum, dass man auf dem Platz und mit der Bank draußen gut kommuniziert.“

Nicht alle Widrigkeiten gehen aufs Kölner Konto

Lobeshymnen hatte Schuster nicht nur für den Gegner und dessen Überraschungen parat, viel mehr noch für das eigene Team. Das trotzte allen Widrigkeiten, die längst nicht alle auf das Kölner Konto gehen. Mit Max Rosenfelders Eigentor und Igor Matanovics verschossenem Elfmeter legte sich der SC zusätzliche Steine selbst in den Weg. „Das ist schon beachtlich, auch wenn dann die Beine etwas schwerer werden, wenn du alle drei, vier Tage spielst und du dich dann trotzdem noch so reinwirfst. Das ist ein großes Kompliment an die Mannschaft“, schwärmte der 40-Jährige nach dem 2:1-Erfolg.

Den aus SC-Sicht unglücklichsten Moment erwischte Rosenfelder nach zehn Minuten. Ein Fehlpass von Lukas Kübler am eigenen Strafraum machte den Kölner Angriff wieder heiß, die Flanke von Linton Maina fand den gesuchten Ragnar Ache aber nie, weil Rosenfelder beim Klärungsversuch den Ball unhaltbar im oberen Toreck versenkte. 91 Sekunden später war die Fehlerkette zumindest ergebnistechnisch vergessen. Yuito Suzuki schickte Derry Scherhant im perfekten Moment in die Lücke, der überlupfte FC-Keeper Marvin Schwäbe. „Er ist ein sehr kreativer Spieler, der eine gute Übersicht hat, ein geiler Kicker“, schwärmte der Torschütze über seinen Vorlagengeber. „Ich denke, wir ergänzen uns gut. Im Team ist er auf jeden Fall ein Mehrwert.“

Matanovics „Dreierpack“

Nachdem schon der Ausgleich zum perfekten Moment fiel, legten die Freiburger auch den Führungstreffer direkt vor der Pause zeitlich ideal nach. Matanovic machte seinen speziellen „Dreierpack“ damit perfekt. Dreimal binnen acht Tagen nominierte Schuster den 1,95-Meter-Hünen jetzt für die Anfangself – dreimal avancierte Matanovic zum entscheidenden Torschützen. In Augsburg (2:2) markierte er mit rechts ebenso den Endstand wie beim 1:0 in der Europa League gegen Maccabi Tel Aviv am Donnerstag mit einem Weltklasse-Kopfball in den Winkel.

Und gegen Köln war der kroatische WM-Kandidat erneut zur Stelle, traf in klassischer Mittelstürmer-Manier zum 2:1. Faktisch wurde er somit erneut zum Matchwinner, auch wenn er die Chance zur frühzeitigen Entscheidung kläglich vergab. Den Handelfmeter, den Matanovic selbst erzwang, parierte Schwäbe.

Ende Januar ist der Sport-Club damit voll auf Erfolgskurs, hat in der Bundesliga die kriselnden Frankfurter überholt und Rang 7 übernommen, der sehr wahrscheinlich Ende Mai ins internationale Geschäft führen würde. Dort genießt der SC auch aktuell beste Aussichten. In der Europa League reicht am Donnerstag in Lille (21 Uhr, LIVE! bei kicker) schon ein Unentschieden, um ohne Umweg über die Play-offs sicher im Achtelfinale zu stehen. „Das wären dann natürlich zwei Spiele weniger. Ich glaube, das ist ganz wichtig“, sagte Beste mit Blick auf die etwas schweren Beine vor dem sechsten Spiel binnen 19 Tagen.

 Der SC Freiburg trotzt den Kölner Überraschungen, macht es sich beim 2:1-Heimsieg aber auch selbst etwas schwerer. Trotz Elfmeterfehlschuss macht Igor Matanovic seinen „Dreierpack“ perfekt. 

 

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