Schröder schließt einen Gladbacher Last-Minute-Einkauf nicht aus 

Der Vorsprung auf den Relegationsplatz schmilzt. Während der Trainer die spielerischen Defizite des Teams aufarbeiten muss, prüft der Manager die Optionen auf dem Transfermarkt.

Borussias Situation „gefährlich“ – Abgänge stehen bevor

Auf die Verantwortlichen im Borussia-Park wartet viel Arbeit. „Alle ins Büro“, rief Rouven Schröder vor der Abfahrt aus dem Bremer Weserstadion noch schnell das Motto für den Sonntag aus. Schließlich sind es zwei große Themenfelder, die nach dem 1:1 bei Werder bearbeitet werden müssen. Kurz vor dem Ende der Transferzeit wird im Kader noch einmal alles auf den Prüfstand gestellt. Außerdem verdient auch die erneut schwache Leistung der Mannschaft in Bremen eine detaillierte Aufarbeitung.

Bewegung auf der Zugangsseite schloss Schröder am Samstag explizit nicht aus. Obwohl in diesem Winter mit Innenverteidiger Kota Takai, Stürmer Alejo Sarco und Ersatztorhüter Jan Olschowsky schon drei Spieler geholt wurden, könnte ein Last-Minute-Einkauf noch folgen. „Das Transferfenster ist noch zwei Tage offen. Auf der einen Seite für Zugänge, aber wir müssen uns die Situation grundsätzlich anschauen, auch im Verein die Möglichkeiten, ob wir noch was investieren oder nicht, ob uns etwas hilft. Von daher: Alle Köpfe zusammen“, erklärte Schröder.

Netz, Friedrich und Ranos als Wechselkandidaten – Herrmann nach Belgien

Beeinflusst werden dürfte die Entscheidung auch davon, welche Spieler den Klub kurzfristig noch verlassen. Sollten aus dem Kreis der Wechselkandidaten etwa Marvin Friedrich (Vertrag läuft aus) und/oder Linksverteidiger Luca Netz (Vertrag bis Sommer, Interesse unter anderem aus der Premier League) gehen, könnte sich die Besetzung in der Abwehr als zu dünn erweisen. Zumal es bei Philipp Sander, der in Bremen ausgewechselt werden musste, nach einer ernsthafteren Muskelverletzung aussieht und ein längerer Ausfall droht. Ohne Sander würde auch eine wichtige Alternative zu Yannik Engelhardt auf der Sechserposition fehlen. „Man muss immer prüfen und bereit sein, auch mal quer zu denken“, sagte Schröder in Bezug auf mögliche Zugänge. Er stellte aber auch klar: „Wir machen sicherlich keinen Transfer, mit dem wir nur den Kader auffüllen, nur damit für zwei Tage irgendwelche Gemüter beruhigt werden. Das macht auch keinen Sinn.“

Dass sich Offensivspieler Grant-Leon Ranos (Vertrag bis 2027) verabschiedet, ist zu erwarten. Der Wechsel von Nachwuchsspieler Charles Herrmann nach Belgien zum Erstligaverein Cercle Brügge steht wie berichtet bevor. Gladbach streicht voraussichtlich eine Ablösesumme von etwa einer Million Euro (plus Bonuszahlungen in der Zukunft) ein. „Wir sind auf dem Weg. Ich glaube, spätestens am Montag können wir Vollzug melden, wenn alles passt“, sagte Borussias „Head of Sports“.

Große Defizite im Spiel mit dem Ball

Neben der Kadersituation im Transferfinale wird auch die sportliche Lage die Verantwortlichen beschäftigen. Der kurz vor dem Abpfiff noch entgangene Sieg an der Weser lag den Beteiligten schwer im Magen, ein verdienter Punkt für die Bremer war es trotzdem. „Man hat gemerkt, dass für beide Mannschaften einiges auf dem Spiel stand. Es war ein verdientes Remis, auch wenn das 1:1 so spät fällt“, befand Schröder. Als „sehr ordentlich“ bezeichnete der Manager die „Haltung gegen den Ball. Wir haben versucht, in die Zweikämpfe reinzukommen und waren es auch.“

Doch das zurzeit größte Defizit trat auch in Bremen wieder überdeutlich zutage: Mit Ball geht bei der Borussia so gut wie nichts. Gerade einmal zwei ordentliche Angriffe – beim 1:0-Führungstor und bei der Großchance von Shuto Machino auf das 2:0 – produzierte die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski gegen in der Krise befindliche und total verunsicherte Bremer. Es fehlte über weite Strecken Ball- und damit Spielkontrolle, Kreativität und die wichtige Entlastung in der Bremer Druckphase am Ende. „Mit Ball muss es besser werden“, gab Schröder zu. „Das ist gar keine Frage.“

Der Vorsprung auf den Relegationsplatz schmilzt dahin. Nur noch drei Punkte beträgt Borussias Abstand zu Rang 16 – und jetzt warten mit Leverkusen (zuhause), Frankfurt und Freiburg (beide auswärts) schwierige Aufgaben. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen (insgesamt fünf Punkte) taumelt Gladbach dem Keller entgegen. „Die Situation war vorher gefährlich, sie wird nächste Woche gefährlich sein und auch in zwei Wochen. Wir müssen erst gar nicht mit irgendwelchen Rechenspielen anfangen“, sagte Schröder und zeigte sich zuversichtlich, dass das Team den Tiefschlag durch das späte Gegentor verkraften wird. „Der Kopf bleibt oben.“

 Der Vorsprung auf den Relegationsplatz schmilzt. Während der Trainer die spielerischen Defizite des Teams aufarbeiten muss, prüft der Manager die Optionen auf dem Transfermarkt. 

 

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