Beim Remis zwischen Mainz und dem HSV gab es einige knifflige Szenen, in denen Schiedsrichter Robin Braun keine gute Figur abgab. Die 05er waren gleich doppelt im Glück, aber ihr Trainer Urs Fischer wies nach der Partie auch auf eine Szene hin, die zuungunsten der Mainzer nicht korrigiert wurde.
HSV-Tor hätte nicht zählen dürfen
Das Aufeinandertreffen von Mainz 05 und dem Hamburger SV war eigentlich eines zweier formstarker Mannschaften, das versprach, unterhaltsam zu werden. Jedoch wurde fußballerisch letztlich nur wenig Sehenswertes geboten. Dafür stand Schiedsrichter Robin Braun mehrfach im Mittelpunkt. Gleich in zwei Szenen entschied er sich dagegen, einen Mainzer mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen: In Halbzeit eins hatte Silas nach einem Foul an Nicolas Capaldo Glück, weiterspielen zu dürfen. Und nach der Pause durfte Dominik Kohr sich beim Unparteiischen bedanken, dass er nach einem Foul an Miro Muheim nicht die zweite Gelbe sah.
Der VAR greift nicht ein, obwohl die Situation klar ist
Dass sich die HSV-Akteure darüber nach dem Spiel ärgerten, liegt in der Natur der Sache. Doch auch die 05er hatten eine Szene ausgemacht, bei der das Schiedsrichter-Team offensichtlich falsch gelegen hatte: In der 64. Minute brachte Fabio Vieira ziemlich glücklich einen abgefälschten Freistoß im Tor unter. Auf den TV-Bildern kann man jedoch eindeutig erkennen, dass Nicolai Remberg bei der Ausführung des Freistoßes viel zu dicht an der Mainzer Mauer steht. Laut Regelwerk hätte der Hamburger einen Meter Abstand halten müssen.
„Man kann sich die Bilder anschauen: Der steht eigentlich in unserer Mauer. Das ist strafwürdig. Es wäre ein indirekter Freistoß für uns. Aber der Schiedsrichter hat so entschieden und das muss man akzeptieren“, sagte Mainz-Trainer Urs Fischer, der an diesem Abend seinen 60. Geburtstag feierte, nach dem Spiel bei Sky. Während des Spiels habe er es noch nicht direkt erkannt, aber die Bilder sprächen laut Fischer für sich. Und der Trainer hat mit seiner Einschätzung absolut recht: Das Tor war irregulär und hätte nicht zählen dürfen. Der VAR griff jedoch nicht ein.
Bitter für Mainz, denn der HSV war im zweiten Durchgang eigentlich nicht mehr so gut im Spiel und der Ausgleich kam etwas aus dem Nichts. Jedoch musste Fischer auch eingestehen, dass die Hamburger in Durchgang eins phasenweise klar überlegen waren: „Man muss sagen, dass wir in den ersten 30 Minuten wirklich Probleme hatten. Der HSV hat es gut gespielt und hatte auch Möglichkeiten, in Führung zu gehen.“ Am Ende stand also nur ein Punkt für Mainz, aber der Trainer nimmt auch diesen gerne mit: „Logisch hätten wir gerne gewonnen, aber ein Punkt kann am Ende entscheidend sein.“
„Es ärgert mich, dass wir zu Hause gegen den HSV – was für uns eigentlich ein Pflichtsieg sein muss – zwei Punkte verlieren.“ (Nadiem Amiri)
Sein Kapitän war bezüglich der Punkteausbeute ein wenig pessimistischer: „Für mich sind es zwei verlorene Punkte“, sagte Nadiem Amiri. „Es ärgert mich, dass wir zu Hause gegen den HSV – was für uns eigentlich ein Pflichtsieg sein muss – zwei Punkte verlieren.“ Am Ende des Tages habe einfach das Glück gefehlt. Der Torschütze zum 1:0 erkannte aber auch: „Ein Punkt ist besser als keiner. Wir dürfen jetzt nicht zu übermütig werden.“
Amiris Oberschenkel tut erst morgen weh
Für Amiri war es bereits das siebte Tor im siebten Spiel 2026. Eine beeindruckende Quote, die der 29-Jährige seiner neuen Positionierung zuschreibt: „Das gibt mir mehr Freiheiten. Ich spiele jetzt offensiver. In der Hinrunde habe ich noch auf der Doppelsechs gespielt und auch ein, zwei Spiele in der Spitze – was nicht meine Position ist. Ich habe aktuell sehr viel Spaß.“ Und auch von einem Pferdekuss, den Amiri gegen den HSV mitbekommen hat, ließ er sich den Spaß nicht verderben: „Bei den Schmerzmitteln, die ich in der Halbzeit bekommen habe, spüre ich gerade gar nichts mehr“, sagte er scherzhaft. Morgen werde es dann aber entsprechend wehtun.
Um die Schmerzen auszukurieren, hat Amiri zum Glück noch ein paar Tage Zeit. Das nächste Spiel der 05er steht nämlich erst kommende Woche Samstag (15.30 Uhr) in Leverkusen auf dem Programm. Dann will Mainz nach jetzt zwei Spielen ohne Sieg mal wieder einen Dreier einfahren.
Beim Remis zwischen Mainz und dem HSV gab es einige knifflige Szenen, in denen Schiedsrichter Robin Braun keine gute Figur abgab. Die 05er waren gleich doppelt im Glück, aber ihr Trainer Urs Fischer wies nach der Partie auch auf eine Szene hin, die zuungunsten der Mainzer nicht korrigiert wurde.
