Wilken Engelbracht verlässt den FC St. Pauli im Sommer. Der Kaufmännische Geschäftsleiter, der seinen Posten Ende 2023 übernommen hatte, will sich beruflich neu orientieren. Seinen Posten will der Bundesligist nicht nachbesetzen.
Engelbracht will sich neu orientieren
„Wilken Engelbracht hat den Verein auf seinem Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung weiter vorangebracht und wichtige Projekte mit vollem Einsatz und Erfolg umgesetzt“, wird Präsident Oke Göttlich in einer Mitteilung des FC St. Pauli zitiert, in der der Klub Engelbrachts Abschied zum Saisonende verkündete. „Dafür danken wir ihm ausdrücklich und wünschen ihm schon jetzt für die Zukunft alles erdenklich Gute.“
Engelbracht hatte seinen Posten Ende 2023 übernommen. In seiner Amtszeit schrieb der FC St. Pauli im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals schwarze Zahlen, erstmalig erzielte der Klub dabei einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. Darüber hinaus hebt der Kiez-Klub die erfolgreiche Umsetzung der ersten Genossenschaft im Profifußball, die kontinuierliche Steigerung von Sponsoringumsätzen, die Realisierung wichtiger Infrastrukturmaßnahmen sowie die Verhandlung des ersten Tarifvertrags im Profifußball als zentrale Projekte Engelbrachts hervor.
„Der FC St. Pauli ist und bleibt ein außergewöhnlicher Verein, der konsequent seinen Kurs hält. Die vergangenen Jahre waren intensiv und erfolgreich“, blickt Engelbracht zurück. Laut Mitteilung habe der 52-Jährige den Wunsch geäußert, sich beruflich neu zu orientieren.
Präsidium verstärkt operativ tätig
Das Ausscheiden Engelbrachts nimmt das Präsidium des FCSP nun zum Anlass, die Führungsstruktur anzupassen und den Posten des Kaufmännischen Geschäftsleiters nicht nachzubesetzen. Dies erfolge im Ansinnen, den Charakter des Klubs als mitgliedergeführten Verein noch stärker im operativen Geschäft zu verankern. Man wolle die Verantwortung der von Mitgliedern gewählten Gremien stärken, wie Vizepräsidentin Hanna Obersteller erläutert: „Das Präsidium nimmt seine satzungsgemäße Verantwortung künftig noch stärker wahr und geht bewusster in den operativen Lead.“
Die bisherigen Aufgaben der Kaufmännischen Geschäftsleitung sollen daher neu verortet werden, weshalb die relevanten Bereiche zukünftig direkt an das Präsidium berichten. Ziel seien klarere Zuständigkeiten, kürzere Entscheidungswege und eine stärkere demokratische Legitimation der Entscheidungen, heißt es in der Mitteilung. Die strukturellen Anpassungen seien Teil eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses und sollen regelmäßig überprüft werden.
Wilken Engelbracht verlässt den FC St. Pauli im Sommer. Der Kaufmännische Geschäftsleiter, der seinen Posten Ende 2023 übernommen hatte, will sich beruflich neu orientieren. Seinen Posten will der Bundesligist nicht nachbesetzen.
