Der Ausfall des Münchner Torjägers verändert die Herangehensweise beim Trainer von Borussia Mönchengladbach nicht. Für eine Abwehrschlacht reist die Fohlenelf nicht zum FC Bayern.
Trainer spricht über den Kane-Ausfall
Der Ausfall von Harry Kane war am Donnerstag ein zentrales Gesprächsthema in der Gladbacher Kabine. Der Stürmer des FC Bayern wird dem Rekordmeister im Freitagabendspiel (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) aufgrund eines Schlags auf die Wade fehlen. Einfluss auf die eigene Spielausrichtung habe diese Personalie jedoch nicht, betonte VfL-Trainer Eugen Polanski auf der Pressekonferenz. „Egal, wen sie aufstellen: Beim FC Bayern spielt auf jeder Position ein Top-Mann. Es verändert unsere Herangehensweise nicht“, sagte der 39-Jährige.
Da die Münchner „sowieso alles können“, wie Polanski betonte, komme es in den 90 Minuten vor allem darauf an, auch selbst Überzeugung auszustrahlen. „Wir wollen uns so präsentieren, dass wir den Glauben vermitteln, etwas mitnehmen zu können. Dafür müssen wir absolute Leistungsbereitschaft zeigen und in allen Phasen unsere Top-Leistung bringen“, erklärte Polanski.
War das Hinrunden-Duell, das die Borussia 0:3 verlor, von Jens Castrops frühem Platzverweis (19. Spielminute) geprägt, wollen sich die Gladbacher dieses Mal eine Abwehrschlacht ersparen. „Sich nur hinten reinzustellen und 95 Minuten zu verteidigen, das wäre gegen Bayern fast Selbstmord. Man muss alle Phasen des Spiels bedienen können“, so Polanski.
Entscheidend sei, die Münchner nicht in ihren Rhythmus kommen zu lassen. Dazu zählten enge Abstände, intensive Zweikämpfe, auch mal die Arbeit in einem tiefen Block. „Es gehört dazu, auch Phasen mit mehr Ballbesitz und mit ein bisschen mehr eigener Kontrolle zu haben. Der Gegner muss selbst vor Aufgaben gestellt werden. Diese Aufgaben stellt man den Bayern nicht, wenn sie permanent anlaufen und im Gegenpressing gut sein können“, sagte der VfL-Coach.
Sander ins Mittelfeld, Startelf ohne Tabakovic?
In welcher Formation er die Münchner kitzeln möchte, ließ der Coach offen. Klar ist, dass Yannik Engelhardt aufgrund einer Gelbsperre ersetzt werden muss. Als zentrale Absicherung vor der Abwehr könnte Philipp Sander übernehmen, das würde allerdings Anpassungen und eine Neubesetzung in der Dreierkette erforderlich machen. Alternativ könnte die Defensive aus dem Spiel gegen Union Berlin (1:0) unangetastet bleiben, während die Engelhardt-Rolle ein anderer Sechser ausfüllt. „Wir haben für beide Varianten genügend Optionen und Qualität. Final entschieden habe ich das noch nicht“, sagte Polanski.
Auch in der Offensive sind Änderungen denkbar. Teil von Polanskis Überlegungen scheint zu sein, es zu Beginn auch mal ohne Stoßstürmer Haris Tabakovic zu probieren und stattdessen auf Geschwindigkeit und Beweglichkeit in der vorderen Linie zu setzen. „Es gibt definitiv auch die Möglichkeit, Haris mal draußen und andere Spieler spielen zu lassen“, sagte Polanski.
Der Anpfiff des Duells Bayern gegen Gladbach ohne den jeweiligen Top-Torjäger auf beiden Seiten? Auch das offenbar möglich.
Der Ausfall des Münchner Torjägers verändert die Herangehensweise beim Trainer von Borussia Mönchengladbach nicht. Für eine Abwehrschlacht reist die Fohlenelf nicht zum FC Bayern.
