Nach unabgesprochenem Interview: Strafe, aber keine Verbannung für Glatzel 

Weil Robert Glatzel in einem Interview seine Unzufriedenheit über das Reservistendasein geäußert hat, musste der HSV-Stürmer bei seinem Trainer und bei den Bossen zum Rapport. Eine Geldstrafe gibt es nicht wegen der Aussagen, sondern aufgrund der Vorgehensweise.

HSV-Stürmer musste zum Rapport

Robert Glatzel hatte am Dienstagabend in der Hamburger Morgenpost deutlich gemacht, dass ihm seine Rolle zusetzt. Aussagen, die Merlin Polzin grundsätzlich und inhaltlich nachvollziehen kann. Was den 35-Jährigen stört, ist der Ablauf: Der 32-Jährige hatte das Interview am HSV vorbei gegeben und musste daher zum Rapport.

Polzin gab sich auf der Pressekonferenz am Donnerstag überaus aufgeräumt zur Causa Glatzel. Auch, weil diese nicht neu auf der Agenda steht. Der Angreifer ist Publikumsliebling, hat vor allem aufgrund seiner Vergangenheit einen besonderen Status. Weil seit dem Aufstieg aber auch für die Offensivkräfte Defensivaufgaben ganz oben auf der Agenda stehen, kommt der gebürtige Münchner nicht wie gewünscht zum Zug, ist in der Stürmer-Hierarchie zuletzt noch hinter Youngster Otto Stange auf Position 5 zurückgefallen.

Polzin: „Ich betrachte Bobbys Aussagen differenziert“

„Ich betrachte Bobbys Aussagen differenziert“, sagt Polzin und äußert grundsätzlich großes Verständnis: „Die Meinung und die Perspektive von Bobby steht jedem zu. Dass Spieler mit wenig Einsatzzeit unzufrieden sind und dies auch äußern, ist völlig legitim.“

Nicht legitim ist für den gebürtigen Hamburger der Ablauf. „Das andere“, sagt er, „ist der Vorgang. Bobby hat sich bewusst dazu entschieden, das auf diese Weise zu machen. Und das sind Dinge, die nicht mit unseren Regeln und unserer Haltung im Verein im Einklang stehen.“ Enorme Geschlossenheit ist ein Grundelement von Polzins Wirken, er unterstreicht: „Am Ende wollen wir als HSV gemeinsam ein Ziel erreichen und unseren HSV in der Bundesliga etablieren. Das Team steht im Vordergrund.“

„Ich habe klare Worte dazu gefunden, um auch einen Haken hinter die Sache zu machen.“ (Merlin Polzin)

Deshalb musste Glatzel zur Wochenmitte Gespräche in verschiedenen Konstellationen führen. Mit seinem Trainer, aber auch noch mit den Bossen, Vorstand Eric Huwer und Sportdirektor Claus Costa. „Ich“, sagt Polzin, „habe klare Worte dazu gefunden, um auch einen Haken hinter die Sache zu machen. Ich habe ihm gesagt, dass es aus meiner Sicht nicht der richtige Weg ist, sich unabgesprochen zu äußern. Das kann er nachvollziehen. Da das etwas ist, das nicht in Einklang mit unserer Haltung ist, fanden Gespräche jedoch auch noch eine Ebene höher statt.“

Klar ist zweierlei: Glatzel, sportlich ohnehin im Hintertreffen, hat seine Position durch das Interview nicht gestärkt. Aber gleichzeitig machte Polzin auch deutlich: Aus dem Kader streichen wird er den Fan-Liebling, jedenfalls wegen seiner Aussagen, nicht. Die Nominierung des Aufgebots für die Partie bei Borussia Dortmund am Samstagabend, betont der Coach, wolle er zwar erst nach dem Abschlusstraining am Freitag vornehmen, er verrät aber: „Für mich war wichtig, dass ich ein offenes und klärendes Gespräch mit Bobby hatte, und es ist nicht so, dass er jetzt deswegen verbannt wird.“

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