„Minimalster Dämpfer“ für Musiala – Eberl rät Boey zu Wechsel 

Noch kann Vincent Kompany beim FC Bayern nicht aus dem Vollen schöpfen – muss sich aber wohl keine großen Sorgen machen. Sacha Boey könnte den Klub noch verlassen.

Der Stand bei Kimmich und Neuer

Offiziell wird Sacha Boey vom FC Bayern immer noch als „krank“ gelistet, wenn es darum geht, warum der französische Rechtsverteidiger wieder mal nicht im Spieltagskader auftaucht. Man muss dem Bundesliga-Tabellenführer dabei keiner Lüge bezichtigen, klar ist aber auch, dass Boey unter Trainer Vincent Kompany keine Rolle mehr zu spielen scheint.

Zwei Jahre nach seinem 30-Millionen-Euro-Wechsel von Galatasaray darf Boey den FC Bayern wieder verlassen, das stellt Max Eberl inzwischen regelmäßig klar, ohne Boey beim Namen zu nennen: „Wenn Hiroki (Ito) und Phonzy (Davies) wieder da sind, haben wir Außenverteidiger von sehr hoher Qualität en masse“, erklärt der Sportvorstand. „Dann kann es eben für den einen oder anderen Spieler echt schwer werden. Und dann macht es auch Sinn, wenn man sich Gedanken macht, sich vielleicht zu verändern.“

Boey kann und soll also gehen, dafür muss sich jedoch ein Abnehmer finden. Sonderlich hervorgetan hat sich der einstige U-20-Nationalspieler beim FC Bayern nie, entsprechend schwierig dürfte sich die Suche nach einer finanziell akzeptablen Lösung gestalten.

„Minimalster Dämpfer“ bei Musiala „normal“

Ansonsten sollte sich am Kader der Bayern nichts mehr tun, drei Quasi-Neuzugänge darf Kompany mit Ito, Davies und Jamal Musiala ja ohnehin zum Jahresauftakt integrieren. Während die beiden Verteidiger bereits Minuten sammeln konnten, muss Musiala sich nach seinem Wadenbeinbruch noch gedulden.

Zum Test nach Salzburg war der Dribbelkünstler ähnlich wie Kumpel Davies (krank) gar nicht erst mitgefahren, weil er einerseits noch mehr Trainingseinheiten braucht, andererseits aber auch einen „minimalsten Dämpfer“ erlitten hat, wie Eberl berichtet, ohne auch nur den kleinsten Grund zur Sorge zuzulassen. „Das ist normal nach so einer langen Zeit.“

Für die erste englische Woche der Saison wird Musiala noch nicht infrage kommen, womöglich gilt gleiches für Joshua Kimmich. Den Sechser plagen seit der letzten Reise zur Nationalmannschaft im November Sprunggelenksprobleme, die bereits einen Einsatz zum Jahresabschluss in Heidenheim (4:0) verhindert hatten.

Auch hier wollen Kompany und die Bayern kein Risiko eingehen, bevor sich laut Eberl eine „On-off-Situation“ entwickelt. Soll heißen: Kimmich wird erst dann zurückkehren, wenn er komplett schmerzfrei ist, was bislang noch nicht der Fall war. „Es wird keine ellenlange Geschichte“, meint Eberl. „Aber es kann schon noch ein paar Tage dauern.“

Offen ist ebenso die Rückkehr von Manuel Neuer, der aufgrund eines Muskelfaserrisses noch geschont wurde. Jonas Urbig hatte den bald 40-jährigen Schlussmann auf der Ostalb sowie am Dienstag in Salzburg vertreten und in beiden Spielen eine gute Leistung gezeigt – ihm winkt gegen Wolfsburg die nächste Chance.

 Noch kann Vincent Kompany beim FC Bayern nicht aus dem Vollen schöpfen – muss sich aber wohl keine großen Sorgen machen. Sacha Boey könnte den Klub noch verlassen. 

 

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