Wie vor zwei Jahren ist für Edmond Tapsoba und Burkina Faso im Achtelfinale des Afrika-Cups Schluss, wieder steht vier Tage später ein Ligaspiel für Bayer Leverkusen an. Kasper Hjulmand bieten sich wieder mehr Möglichkeiten. Derweil träumt ein Werkself-Trio weiter vom Titel.
Leverkusens Auswahl wächst
„Einen hätte ich vielleicht ein bisschen früher hier gesehen, aber der hat sich auch ganz gut geschlagen“, sagte Robert Andrich nach dem öffentlichen Trainingsauftakt am Sonntag angesprochen auf seine vier Kollegen beim Afrika-Cup. Lächelnd fügte er an: „Ich sage mal nicht, wen ich meine.“
Womöglich seinen Defensivkollegen Edmond Tapsoba, der mit Burkina Faso aber als Gruppenzweiter hinter Christian Kofane und Kamerun ins Achtelfinale einzog. Doch dort war am Dienstagabend Schluss, gegen die Elfenbeinküste gab es eine deutliche 0:3-Niederlage.
2024 kam Tapsoba nach dem Aus von der Bank
Und so kehrt Leverkusens Nummer 12 als Erster aus dem Werkself-Quartett wieder zurück zum Verein und könnte schon am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den VfB Stuttgart theoretisch wieder dabei sein. Vor zwei Jahren war die Situation des 1,94-Meter-Manns quasi identisch. Auch damals flog er mit Burkina Faso im Achtelfinale raus (1:2 gegen Mali), auch damals stand vier Tage später ein Ligaspiel mit der Werkself an.
Xabi Alonso nominierte Tapsoba gleich wieder für den Kader, ließ ihn aber zunächst auf der Bank. In der 89. Minute kam der Innenverteidiger beim 2:0 in Darmstadt zu einem Kurzeinsatz. Ob und wie sehr Kasper Hjulmand sofort wieder auf ihn setzt, ist offen, ein Startelf-Einsatz allerdings eher unwahrscheinlich. „Wenn die Spieler zurückkommen, werden wir sehen, wie es physisch und mental aussieht. Vielleicht brauchen sie ein bisschen Zeit, vielleicht nicht“, erklärte der Trainer schon am Sonntag. „Es ist ein sehr hartes Programm für die Spieler, sie hatten keinen Urlaub und keine Pause für den Kopf.“
Quansah und Grimaldo zurück, Poku eine Option
So oder so wird der Däne aber deutlich mehr Optionen haben als noch zum Jahresabschluss in Leipzig (3:1) – und in den kommenden Wochen weitere hinzubekommen. Für Samstag sind der zuletzt verletzte Alejandro Grimaldo sowie der in Leipzig gesperrte Jarell Quansah wieder an Bord. Auch ein Einsatz von Ernest Poku nach dessen Oberschenkelproblemen sei „möglich“.
Warten muss Hjulmand dann lediglich auf Exequiel Palacios, der seinem Comeback-Plan allerdings voraus ist und schon Mitte bis Ende Januar zurückkehren dürfte. Und natürlich auf das verbliebene Trio beim Afrika-Cup. Eliesse Ben Seghir (Marokko), Ibrahim Maza (Algerien) und Kofane (Kamerun) stehen allesamt im Viertelfinale.
Zwischen Titel-Hoffnung und Rückkehr-Wunsch
„Ich habe keine ganzen Spiele gesehen, aber einen sehr guten Eindruck von diesem Turnier. Auch unsere Spieler haben es gut gemacht“, lobte Hjulmand die Leverkusener Vertreter. Als Trainer steckt er dabei ein wenig im Zwiespalt. „Natürlich wünschen wir unseren Spielern das Beste, insbesondere wenn es möglich ist, einen Titel zu gewinnen. Das ist eine große Erfahrung und bedeutet so viel für die Spieler. Aber wenn sie früher zurückkommen, dann ist es auch gut.“
Doch an einer frühen Abreise hatten bislang ganz besonders Maza und Kofane mal so gar kein Interesse. Letzterer schoss Kamerun im dritten Gruppenspiel gegen Mosambik zum Sieg (2:1) und war im Achtelfinale gegen Südafrika (2:1) mit seinem Kopfball zum 2:0 erneut der entscheidende Mann. Maza traf in der Gruppenphase zweimal und glänzte zudem gegen Burkina Faso (1:0). Gegen die DR Kongo blieb er in der Runde der letzten 16 blasser, ein Geniestreich von Adil Boulbina zum 1:0 in der 119. Minute ließ ihn und seine Kollegen aber doch jubeln.
Kofane und Ben Seghir im direkten Duell
„Er ist erst 20 Jahre alt, er kann viel besser werden“, sagte Hjulmand angesprochen auf Maza und untermauerte die Hoffnungen in den Sommerzugang. „Aber wir wissen, dass ein junger Spieler manchmal auch ein bisschen Ruhe braucht, keine zu großen Erwartungen.“
Die werden allerdings ganz besonders die Algerier in ihn stecken, wenn es am Samstag (17 Uhr) im Viertelfinale zum Duell gegen Nigeria kommt. Schon am Freitagabend (20 Uhr) trifft Kofanes Kamerun auf Marokko und Ben Seghir. Die gute Nachricht für Hjulmand und die Werkself: Mindestens ein weiterer Spieler wird also vorzeitig zur Mannschaft zurückkehren.
Wie vor zwei Jahren ist für Edmond Tapsoba und Burkina Faso im Achtelfinale des Afrika-Cups Schluss, wieder steht vier Tage später ein Ligaspiel für Bayer Leverkusen an. Kasper Hjulmand bieten sich wieder mehr Möglichkeiten. Derweil träumt ein Werkself-Trio weiter vom Titel.
