Mit Union Berlin sorgte Urs Fischer einst für Furore, weil seine Mannschaft viele Tore nach Standardsituationen erzielte. Auch bei seiner neuen Station Mainz 05 plant der Trainer den Hebel hier anzusetzen. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die FSV-Bilanz alles andere als rühmlich ist.
Mehr Durchschlagskraft durch Tietz?
Mainz 05 hat in dieser Saison sechs Tore nach ruhenden Bällen erzielt. Das hört sich erst einmal gar nicht so schlecht an. Zieht man jedoch die drei verwandelten Elfmeter von Nadiem Amiri ab, bleibt lediglich je ein Treffer nach einer Ecke, einem Freistoß und einem Einwurf. Damit liegt der FSV im Bundesliga-Ranking ziemlich weit hinten.
Das Tor von Kacper Potulski beim 2:2 in München Mitte Dezember nach einem Freistoß von William Böving war der erste Treffer nach dieser Art von Standard in der laufenden Saison. Mitte November hatte Danny da Costa beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim nach einem Eckball von Amiri, der über Benedict Hollerbach beim ihm gelandet war, den Endstand hergestellt. Einen Monat zuvor nutzte Jae-Sung Lee einen Einwurf von Phillipp Mwene im Spiel gegen Bayer Leverkusen, um auf 1:2 zu verkürzen – am Ende unterlag Mainz mit 3:4.
Fischer hatte vor der Winterpause wegen des engen Terminkalenders mit vier Spielen in elf Tagen kaum Gelegenheit, das Thema Standards anzugehen, wird dies aber im Januar forcieren. Während seiner Zeit in Berlin erzielte Union viele Tore nach ruhenden Bällen: In der Saison 2022/23 waren es 21, nur der SC Freiburg (27) und Mainz (22) waren besser.
Nebel und Böving als Standardschützen?
In Christopher Trimmel, Niko Gießelmann und Josip Juranovic hatten die Berliner gleich drei gute Standardschützen in ihren Reihen, die unter anderem die großen Stürmer bedienten. In dieser Hinsicht erhofft sich Mainz durch die Neuerwerbung Phillip Tietz, der 1,90 Meter groß ist, künftig mehr Durchschlagskraft. Was die Schützen betrifft, könnten Paul Nebel und Böving neben Amiri dafür sorgen, dass die Ecken und Freistöße der 05er weniger ausrechenbar werden.
Mit Union Berlin sorgte Urs Fischer einst für Furore, weil seine Mannschaft viele Tore nach Standardsituationen erzielte. Auch bei seiner neuen Station Mainz 05 plant der Trainer den Hebel hier anzusetzen. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die FSV-Bilanz alles andere als rühmlich ist.
