Lob für Mohyas Mut – Respekt für Diks‘ Nervenstärke 

Spät, aber verdient holt Gladbach wichtige Punkte im Abstiegskampf: Beim 1:0 gegen Union Berlin bewiesen die Borussen im Allgemeinen und Elfmeterschütze Diks im Besonderen starke Nerven. Für Aufsehen sorgte zudem ein 17-Jähriger.

Glad­ba­cher Widerstandskraft im Abstiegskampf

Für alle mit der Raute im Herzen dürfte die Anspannung kaum zu ertragen gewesen sein, als sich Kevin Diks in der vierten Minute der Nachspielzeit gegen Union Berlin den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurechtlegte. Sie wich dann aber innerhalb eines Sekundenbruchteils dem Gefühl maximaler Freude und Erleichterung. Nervenstärker als der Verteidiger kann ein Profi einen Strafstoß zu diesem Zeitpunkt einer Partie kaum verwandeln.

Verweis auf andere Ergebnisse

Wie wichtig der späte 1:0-Heimsieg gegen Union Berlin für Borussia Mönchengladbach war, wurde sofort nach dem Abpfiff deutlich. „Habt ihr die anderen Ergebnisse gesehen?“, lautete Rouven Schröders rhetorische Frage in den Raum, als der Sport-Geschäftsführer den Gang in den Kabinentrakt der Gladbacher antrat.

Die zeitgleichen Siege des FC St. Pauli in Sinsheim (1:0) und von Werder Bremen gegen Heidenheim (2:0) sowie der Mainzer Punktgewinn in Leverkusen (1:1) waren auf Gladbacher Seite unmittelbar nach dem Abpfiff ein großes Gesprächsthema. „Du siehst die anderen Ergebnisse und weißt, dass auch die anderen Mannschaften verstanden haben, worum es geht“, sagte Schröder.

In erster Linie ging es nach dem 1:0 gegen Berlin natürlich um die vorherigen eigenen Erlebnisse im Borussia-Park. „Das Wichtigste ist, dass wir dem Druck, der zu Recht von außen kam und den wir uns auch selbst gemacht haben, standhalten konnten“, sagte Schröder.

Schröder: „Längst nichts geschafft“

Mahnend ergänzte der Sportchef: „Nach dem, was in den vergangenen Wochen los war, überwiegt der Stolz, aber wir haben noch längst nichts geschafft.“ Erleichterung dürfen die Gladbacher nach dem Erfolg gegen Berlin verspüren, die Spannung muss aber zwingend hochgehalten werden.

„Es ist alles eng. Umso wichtiger, dass wir die drei Punkte geholt haben“, sagte auch Mittelfeldspieler Yannik Engelhardt, der seine fünfte Gelbe Karte sah und nun ein Spiel aussetzen muss. „Das war ein verdienter Sieg, weil wir drangeblieben sind.“

Philipp Sander sagte: „Für den Blick auf die Tabelle war das ein sehr wichtiges Ergebnis.“ Der Abwehrspieler sprach von einem „dreckigen Dreier“. Fast hätte er einen Treffer dazu beigetragen, seinen Distanzschuss wehrte Frederik Rönnow in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aber ab.

„Ich kann versprechen, dass ich wieder von dort schießen werde, wenn ich den Ball bekomme“, sagte Sander, „vielleicht rutscht mal direkt einer rein. Wer nicht schießt, macht kein Tor. Man muss es immer wieder probieren.“

Startelfdebüt für Mohya

Ein Sonderlob verdiente sich ein Gladbacher, der schon bei Bekanntgabe der Startelf besonders in den Blickpunkt gerückt war. Nach sieben Einsätzen als Einwechselspieler durfte Wael Mohya erstmals in der Bundesliga von Beginn an ran.

Der 17-Jährige agierte, wie man es bisher von ihm kennt: unbekümmert, dribbelfreudig, laufstark und mutig. Über den einen oder anderen Fehler, durchweg nicht weiter erwähnenswert, sahen Publikum und Klubverantwortliche nonchalant hinweg.

Wichtiger war, dass Mohya die Berliner ständig beschäftigte. Von den regelwidrigen Attacken gegen ihn zeigte sich der Youngster nach eigener Aussage „etwas genervt“, doch das war zu verschmerzen: „Letztlich ist es ja auch ein Kompliment, wenn sie mich sonst nicht stoppen können.“

Mohya sprach nach seinem Startelfdebüt von einem „sehr geilen Gefühl“, er hatte „Gänsehaut“. Steigerungspotenzial besteht durchaus: In den nächsten Wochen könnte sich der Teenager als jüngster Erstliga-Torschütze in den Annalen der Gladbacher verewigen.

Beim spannenden Schlussakkord mit dem nervenstarken Diks im Mittelpunkt stand der in der 72. Minute für Hugo Bolin (holte später den Elfmeter heraus) ausgewechselte Mohya nicht mehr auf dem Platz. Er sah von der Bank aus zu, wie Diks eiskalt einnetzte.

Diks fühlte sich „schuldig“

„Ich fühlte mich schuldig“, sagte der Siegtorschütze später lächelnd mit Blick auf seine verpasste Riesenchance per Kopf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte im Anschluss an den von Rönnow abgewehrten Distanzschuss von Sander.

Zum dritten Mal in ihrer Bundesliga-Historie gelang der Borussia durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit der Siegtreffer, zuvor 2017 durch Thorgan Hazard beim 2:1 gegen Hannover 96 sowie 2019 durch Ramy Bensebaini beim 2:1 gegen den FC Bayern.

Hier ist eine Wiederholung zumindest rein theoretisch schon am nächsten Spieltag möglich: Gladbach gastiert in München. Mit Blick auf dieses ungleiche Duell einerseits und das enge Feld im Tabellenkeller andererseits sorgte der späte Heimsieg gegen Berlin sofort nach dem Abpfiff bei Schröder und Co. erst recht für Erleichterung. Die Gladbacher wissen, was in München besonders gefragt ist: starke Nerven.

 Spät, aber verdient holt Gladbach wichtige Punkte im Abstiegskampf: Beim 1:0 gegen Union Berlin bewiesen die Borussen im Allgemeinen und Elfmeterschütze Diks im Besonderen starke Nerven. Für Aufsehen sorgte zudem ein 17-Jähriger. 

 

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