Die U 19 des 1. FC Köln durfte sich in der Youth League 50.000 Zuschauern präsentieren. Tags darauf trainierten vier Talente aus der U 21 bei den Profis mit. Lukas Kwasniok betont, die eigenen Jugendspieler auf dem Zettel zu haben – im wahrsten Sinne des Wortes.
U 19 und U 21 im Blick
Das Rekordspiel der U 19 des 1. FC Köln in der Youth League vor 50.000 Zuschauern ließ sich selbstverständlich auch Lukas Kwasniok nicht entgehen. Der Trainer der Profis verfolgte das 1:3 gegen Inter Mailand im Sechzehntelfinale von der Tribüne aus. „Teil des Ganzen zu sein, das Spiel oben trotzdem ein bisschen zu genießen und die Daumen zu drücken, das war ein super Ereignis“, blickte er trotz der Niederlage positiv zurück.
Bei allem Genuss schaute aber natürlich auch das Trainerauge mit. „Es war nicht komplett 50/50, Inter war fußballinhaltlich einen Tick weiter“, analysierte Kwasniok. „Aber wie die Jungs das gemacht haben, war bravourös. Und ich kann sagen“, hob der Trainer ein kleines Blatt Papier mit Notizen, „dass sich zwei, drei Jungs auf diesem Zettel verewigt haben. Wie lange sie da draufbleiben, das hängt von ihnen und ihrer Performance ab.“
Wer genau sich mit seiner Leistung im Stadion der „Großen“ in das Notizheftchen spielen konnte, das verriet der 44-Jährige zwar nicht, doch eine Einladung ins Profitraining könnte zeitnah folgen.
„Das ist grundsätzlich der Weg, den wir gehen wollen“
Diese erhielten für den vergangenen Donnerstag noch vier Spieler aus der U 21. Weil Fynn Schenten und Youssoupha Niang für die U 19 im Einsatz waren, Linton Maina (Rippenbruch) und Alessio Castro-Montes (Muskelverletzung) ausfielen und auch Marius Bülter aussetzte, füllten Innenverteidiger Luc Dabrowski, Rechtsverteidiger Cenny Neumann, Zehner Etienne Borie und Angreifer Nilas Yacobi den Profikader auf.
„Das ist grundsätzlich der Weg, den wir gehen wollen“, betonte Kwasniok und schätzte: „Wir haben bestimmt zwischen 15 und 20 Spieler schon im Training gesehen. Ich will sie einfach dabei haben, wenn bei uns Spieler fehlen, um zu sehen, wie sie sich entwickeln.“
Ein positives Beispiel lieferte da gleich Borie, der die Sommervorbereitung noch bei den Profis begonnen hatte, zunächst aber wieder den Weg in die U 21 antreten musste. „Er hatte zu dem Zeitpunkt einfach Nachholbedarf. Aber er hat einen großen Schritt gemacht und da sehe ich, dass die Arbeit in der U 21 Früchte trägt“, lobte Kwasniok und nannte im selben Atemzug auch die eigene U 19.
„Sie sollen wissen, dass sie immer unter Beobachtung stehen.“ (Lukas Kwasniok über die eigenen Junioren)
„Sie sollen wissen, dass sie immer unter Beobachtung stehen“, richtete sich der Coach an den Nachwuchs. „Aber nicht im negativen, sondern im positiven Sinn. Die Tür zu uns, die ist nicht nur offen, eigentlich gibt es nur einen Türrahmen und da muss man durch.“
Zuletzt trat der 18-jährige Schenten über die Türschwelle bis in die Startelf und verdiente sich einen neuen Vertrag bis 2030. Niang (19) kam in drei der fünf Ligaspiele 2026 zu Kurzeinsätzen. Bleibt abzuwarten, wem als nächstes den Sprung von Kwasnioks Zettel durch den Türrahmen bis zu den Profis gelingt.
Die U 19 des 1. FC Köln durfte sich in der Youth League 50.000 Zuschauern präsentieren. Tags darauf trainierten vier Talente aus der U 21 bei den Profis mit. Lukas Kwasniok betont, die eigenen Jugendspieler auf dem Zettel zu haben – im wahrsten Sinne des Wortes.
