Den Diskussionen bei Borussia Dortmund um Serhou Guirassy schließt sich Niko Kovac nicht an, bereitet aber den Weg für eine Rotation in den kommenden Wochen vor.
BVB mit vollem Januar vor der Brust
Die Pause war kurz, der Januar knackig. Das wilde 3:3 zum Jahres-Auftakt in Frankfurt war das erste von sechs Spielen bis Ende des Monats, sieben sogar, wenn man die Partie gegen den 1. FC Heidenheim am 1. Februar mitzählt. Und schon jetzt, vor der zweiten Partie gegen Werder Bremen am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker), kündigt Niko Kovac an: „Wir werden im Januar nicht mit elf Mann durchspielen, sondern das eine oder andere Mal rotieren.“
Das hatte er schon im ebenso spielreichen Herbst mit im Schnitt rund fünf Wechseln in den Startformationen getan, aktuell aber bekommt die Frage nach der ersten Elf eine besondere Qualität. Angesichts der derzeitigen Krise von Serhou Guirassy könnte der Coach schon am Dienstag mit Verweis auf die vielen Partien einigermaßen schmerzfrei Fabio Silva eine Chance von Beginn an geben, die weniger nach Degradierung und mehr nach Schonung klingt.
„Er ist ganz normal“
Der anhaltenden Kritik an der Lebensversicherung der vergangenen Saison möchte sich Kovac ohnehin verständlicherweise nicht anschließen. Guirassy sei an den Saisontoren gemessen immer noch „unser bester Angreifer“ und auch in den Trainings gebe es keinen Anlass zur Sorge: „Er ist ganz normal und gibt immer Gas. Ich schätze ihn sehr, ich stütze und schütze ihn, das ist meine Aufgabe.“
Und doch ist dem Coach natürlich klar, was derzeit zu einem immer größeren Problem wird. „Ich weiß, was er kann, ich weiß aber auch, dass er mehr leisten möchte. Es fehlen uns fünf, sechs, sieben Tore, die uns gut zu Gesicht stehen würden.“
Dass der Angreifer seine Form wiederfinden wird, bezweifelt Kovac aber nicht – und die Arbeit daran läuft: „Es gibt solche Talfahrten, das schaffen wir gemeinsam. Wir bauen das Positive aus und geben Hinweise darauf, was er besser machen kann. Das machen wir täglich, als es gut lief, und auch jetzt, wo es weniger gut läuft.“
Lob für Fabio Silva
Ein Wechsel ganz vorn wäre zumindest für die Partie gegen die Hansestädter also keine große Überraschung, zumal der Trainer Fabio Silva lobt: „Fabio hat in Frankfurt einen sehr guten Impact gebracht und eine gute Leistung gezeigt.“ Der Portugiese war direkt an mehreren aussichtsreichen Angriffen beteiligt. Kovacs Motto: „Jeder bekommt seine Chance, und ich belohne Leistung. Der Konkurrenzkampf ist groß.“ Und den Rest „werden wir morgen sehen“.
Zumal im Aufgebot wohl nur Aaron Anselmino fehlen wird, der immer noch nicht am Mannschaftstraining teilnimmt. Ramy Bensebaini, am Samstag mit Algerien beim Afrika-Cup ausgeschieden, könnte ebenfalls wieder im Aufgebot stehen. „Wir werden versuchen, ihn heute nach Dortmund zu bekommen, und morgen entscheiden, ob das Sinn ergibt, ihn in den Kader zu nehmen, oder nicht.“
Bellingham kehrt zurück
Zudem kehrt Jobe Bellingham nach seiner Sperre zurück und dürfte entsprechend heiß auf sein Debüt 2026 sein. „Er musste zweimal pausieren, aber Jobe ist ein toller Charakter. Er arbeitet immer 100 Prozent und hat die Zeit intensiv genutzt. Er ist sehr fleißig und einer der Engagiertesten im Training. Egal, wann man ihn weckt, er steht immer bereit.“ Möglicherweise gegen Bremen also auch in der Startelf.
Den Diskussionen bei Borussia Dortmund um Serhou Guirassy schließt sich Niko Kovac nicht an, bereitet aber den Weg für eine Rotation in den kommenden Wochen vor.
