Jobe Bellingham hat kein leichtes erstes Halbjahr beim BVB hinter sich. In einem Interview schwärmt Trainer Niko Kovac aber vom 20-Jährigen – und erklärt, warum er ihn manchmal bremsen muss.
BVB-Coach schwärmt
Nicht jeder in der Bundesliga dürfte begeistert sein, dass das neue Jahr gleich mit einer englischen Woche beginnt. Für Jobe Bellingham könnte es aber kaum besser losgehen. Weil er beim Re-Start am Freitag in Frankfurt noch einmal rotgesperrt fehlt, wird Borussia Dortmunds Youngster dem Heimspiel-Doppelpack gegen Bremen am Dienstag und St. Pauli vier Tage später umso freudiger entgegenblicken.
Zumal er, wenn man seinem Trainer glaubt, rund um die Uhr an Fußball denkt. „Manchmal sage ich ihm, dass er nicht nur Fußball essen, trinken und schlafen sollte, sondern auch andere Dinge in seinem Leben braucht, um seinen Kopf freizubekommen“, verrät Niko Kovac im Interview mit The Athletic – und gerät geradezu ins Schwärmen über seinen Sommerneuzugang, der nicht nur wegen der Roten Karte kein leichtes erstes Halbjahr beim BVB hinter sich hat.
„Wenn ein Spieler aus der Championship in die Bundesliga wechselt, ist das meiner Meinung nach ein sehr großer Schritt. Ja, die Championship ist eine sehr körperbetonte Liga, aber aus fußballerischer Sicht ist das Niveau in der Bundesliga viel höher“, erklärt Kovac den für manchen – etwa Bellinghams Vater – etwas zu behutsamen Start des inzwischen 20-Jährigen. „Und in Dortmund ist die Konkurrenz in der Mannschaft sehr groß.“
Außerdem sei Bellingham nicht nur in ein Land mit anderer Sprache und Kultur gekommen, sondern auch noch zu dem Klub, bei dem einst Bruder Jude zum Topspieler reifte, „was zusätzlichen Druck auf ihn ausübt“. Nach Kovacs Erfahrung dauert es grundsätzlich „drei bis sechs Monate, bis sich ein junger Spieler in einem neuen Klub eingewöhnt hat – das ist natürlich individuell unterschiedlich. Es braucht Zeit, aber manchmal sind die Leute unfair und erwarten sofortige, große Entwicklungssprünge.“
„Manchmal muss ich ihn erinnern, dass wir zwei Spiele pro Woche haben“
Kovac dagegen ist mit Bellingham vollauf zufrieden. „Er hat bisher in 23 Spielen mitgewirkt (13 davon als Joker, Anm. d. Red.), und ich denke, das ist gut für seine Entwicklung. Er macht ständig Fortschritte und wird mit Sicherheit eine gute Karriere haben. Ich bin sehr zufrieden mit ihm.“ Er sei nicht nur ein „sehr guter Spieler“, sondern auch ein „toller Kerl“, „als Mensch wunderbar“, „gebildet und bescheiden“, beschreibt der Trainer seinen Mittelfeldmann.
Und: „Er will jeden Tag hart arbeiten und sich verbessern, entweder indem er sich Videos ansieht oder auf dem Trainingsplatz. Das ist genau das, was ein Trainer sich wünscht. Manchmal muss ich ihn bremsen und ihn daran erinnern, dass wir zwei Spiele pro Woche haben. Aber ich mag das wirklich. Nicht nur, weil es ihm hilft, sondern auch, weil es andere Spieler anspornt.“
Jobe Bellingham hat kein leichtes erstes Halbjahr beim BVB hinter sich. In einem Interview schwärmt Trainer Niko Kovac aber vom 20-Jährigen – und erklärt, warum er ihn manchmal bremsen muss.
