RB Leipzig geht mit seinem aktuellen Torwart-Trio, aber mit neuer Hierarchie in die nächste Saison: Der Klub machte am Montag die Vertragsverlängerungen von Peter Gulacsi, Maarten Vandevoordt und Leopold Zingerle offiziell.
Vandevoordt bindet sich bis 2030 und löst Gulacsi als Nummer eins ab
Am Sonntag hatte der kicker bereits über die geklärte Zukunft von Peter Gulacsi (35) berichtet, jetzt ist es offiziell: Der Torwart-Routinier hat sein im Sommer auslaufendes Arbeitspapier bei RB Leipzig um ein weiteres Jahr bis 2027 verlängert. Zugleich gab der Verein auch die Vertragsverlängerungen seiner beiden anderen Torhüter bekannt. Der Kontrakt mit dem Belgier Maarten Vandevoordt (23), der im Sommer zur Nummer eins aufsteigen soll, wurde um ein Jahr bis 2030 ausgedehnt. Der intern hoch angesehene Leopold Zingerle (31), dessen Kontrakt im Sommer ausgelaufen wäre, erhielt einen Zwei-Jahres-Vertrag bis 2028 als Nummer drei.
„Wir haben extrem viel Qualität auf der Position und sicherlich eines der stärksten Trios der Bundesliga beisammen“, erklärte Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer in der Pressemitteilung des Klubs. Der Wachwechsel im Tor zum Sommer wurde darin nicht konkret bestätigt, ist aber nach kicker-Informationen intern mit allen Beteiligten geklärt und wird auch aus den Aussagen in der Erklärung deutlich. „Wir haben Maarten bereits vor ein paar Jahren mit der Perspektive verpflichtet, dass ihm die Zukunft gehört. Er hat in seinen bisherigen Einsätzen seine Qualitäten bewiesen und gezeigt, dass er mit seiner Spielweise optimal zu dem Fußball passt, den wir spielen wollen“, so Schäfer.
Vandevoordt: „Perspektive hat mich überzeugt“
Gulacsi, der 2015 von Salzburg zum damaligen Zweitligisten Leipzig kam und im Februar 2016 den damaligen Stammkeeper Fabio Coltorti ablöste, akzeptiert den Rollentausch, den er vor dieser Saison durch starke Leistungen in der Vorbereitung noch abwenden konnte. „Der Klub und die Stadt sind meine zweite Heimat und Familie, daher war es für mich keine Frage, dass ich hier gern verlängern und in mein zwölftes Jahr gehen möchte“, wird er zitiert.
Vandevoordt musste sich lange gedulden, ehe der von langer Hand geplante und nun konkret terminierte Aufstieg zum Stammkeeper erfolgt. Bereits im April 2022 verpflichtete RB das damals 20-jährige Torwarttalent für zehn Millionen Euro von KRC Genk, ließ Vandevoordt jedoch zwei weitere Jahre bei seinem Heimatklub reifen. 2024 folgte dann der Wechsel nach Leipzig, wo es für ihn aber bislang kein Vorbeikommen an Gulacsi gab. So stehen bislang erst 15 RB-Pflichtspiele für ihn zu Buche, davon sieben im DFB-Pokal. Auch am Mittwoch im Viertelfinal-Spiel beim FC Bayern ist sein Einsatz vorgesehen.
„Die Perspektive, die mir die Verantwortlichen aufgezeigt haben, hat mich wirklich überzeugt“, erklärte Vandevoordt, der zwar bereits elfmal ins belgische Nationalteam berufen wurde, aber weiter auf seine Länderspiel-Premiere wartet. Die Beförderung im Sommer könnte auch da zum Türöffner für Gelegenheitseinsätze werden, allerdings ist Real Madrids Keeper Thibaut Courtois (33) die klare Nummer eins.
RB Leipzig geht mit seinem aktuellen Torwart-Trio, aber mit neuer Hierarchie in die nächste Saison: Der Klub machte am Montag die Vertragsverlängerungen von Peter Gulacsi, Maarten Vandevoordt und Leopold Zingerle offiziell.
