Kompany wünscht sich „so schnell wie möglich“ ein Musiala-Problem 

In Köln will der FC Bayern seinen Lauf fortsetzen, muss aber erneut auf zahlreiche Stammkräfte verzichten.

Bayern auch in Köln ohne Davies und Kimmich

Neulich musste Vincent Kompany selbst lachen. Weil er so oft das gleiche vorbetet, dass es sogar ihm auffiel. Darüber zum Beispiel, wie jeder Gegner gefährlich und ernst zu nehmen sei und so weiter. Einen Tag später gewann seine Mannschaft nach kurzen Querelen mit 8:1 gegen Wolfsburg und beherrscht die Bundesliga wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Sieben Siege sind es mittlerweile mit mindestens vier Toren Vorsprung, die Tordifferenz (+51) ist um 37 besser als beim nächstbesten Bundesliga-Team Borussia Dortmund (+14). Selbst zu Pep Guardiolas Zeiten – das darf inzwischen ja wieder der Maßstab in München sein – war die Lage selten so eindeutig wie jetzt.

Und nun stellen sich wieder nur jene Fragen, die früher mal en vogue waren: Wann der FC Bayern Meister wird und nicht ob. Welche Rekorde er auf dem Weg dahin bricht und ob sich diese herausragende Verfassung auf die sogenannte Crunchtime im März, April und Mai übertragen lässt, wenn die armen Bundesliga-Gegner bestenfalls die Nebenrolle zwischen Champions-League-Viertelfinals und vielleicht sogar Halbfinals einnehmen sollen.

Noch ist diese Crunchtime aber ein bisschen weit weg, bis dahin müssen weitere Pflichtaufgaben in Köln, Leipzig, gegen St. Gilloise oder in Eindhoven gelöst werden. Trainer Kompany darf deshalb wieder in die Trickkiste greifen und fleißig rotieren, damit dieses Mal in der Königsklasse möglichst kein Spieler vom Kaliber eines Jamal Musiala verletzt fehlen wird.

Jener Musiala wird auch am Mittwoch noch nicht zur Verfügung stehen, ganz vielleicht aber schon danach in Leipzig oder dann in der Champions League. „Ich freue mich riesig auf diesen Moment“, erklärt Kompany. „Jamal wird die Zeit bekommen, wieder auf sein Niveau zu kommen.“

Erst dann stehen dem Trainer womöglich knifflige Personalentscheidungen bevor, wer zum Beispiel in einem Champions-League-Viertelfinale spielt und wer nicht. „Wenn er wieder auf seinem Niveau ist, hoffe ich, dass wir ein positives Problem haben. Ich will diese Situation genießen, ich möchte es haben – so schnell wie möglich.“

Fürs Erste muss Musiala noch zuschauen, gleiches gilt für Joshua Kimmich (Sprunggelenk), der „hoffentlich“ in den nächsten zwei oder drei Tagen wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Und neben dem länger verletzten Josip Stanisic (Sprunggelenk) wird auch der gesundheitlich angeschlagene Alphonso Davies noch nicht zur Verfügung stehen.

Denkbar wäre in Köln also, dass Tom Bischof vom Mittelfeldzentrum auf die vakante Linksverteidiger-Position rutscht und Leon Goretzka dafür den Platz neben Aleksandar Pavlovic übernimmt.

 In Köln will der FC Bayern seinen Lauf fortsetzen, muss aber erneut auf zahlreiche Stammkräfte verzichten. 

 

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