Nach der sofortigen Trennung von Sportdirektor Sebastian Kehl ist der BVB auf der Suche nach einem Nachfolger. Ein passender Kandidat: Nils-Ole Book, Sportvorstand der SV Elversberg.
Gesucht wird ein „Perlentaucher“ wie Book
Nach der sofortigen Trennung von Sebastian Kehl am Sonntag ist der BVB auf der Suche nach einem Nachfolger für den Sportdirektor, dessen Abgang trotz einer gut aufgestellten Scouting-Abteilung und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken eine Lücke im Dortmunder Organigramm lässt.
Eine Lösung dürfte aller Voraussicht nicht allzu lange auf sich warten lassen. Zum einen erwischte die beiden für diese Entscheidung verantwortlichen Geschäftsführer Ricken und Carsten Cramer das Aus des Sportdirektors nicht unvorbereitet. Nachdem Kehl in den vergangenen Monaten immer wieder mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht worden war und die Kritik auch intern über die Jahre gewachsen war, hatten sich die BVB-Bosse längst Alternativen zurechtgelegt.
Da die Trennung zu diesem frühen Zeitpunkt der Planungen auf die kommende Saison erfolgte, könnte der Nachfolger des langjährigen Profis die Vorarbeit im Klub mit seinen eigenen Ideen ergänzen und hätte in den kommenden Monaten immer noch genug Zeit, diese bis zur Transferperiode im Sommer umzusetzen.
Book kommt aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet des BVB
Ein ganz wichtiger Punkt für das Profil des Neuen: Er soll Talente erkennen und an den Verein binden. Der BVB will bei aller Notwendigkeit an gestandenen Profis und erfahrenen Achsenspielern wieder zu seinem Markenkern zurück und junge Spieler für sich gewinnen, die neben Hunger auch sportliches und wirtschaftliches Potenzial mitbringen, um den Klub besser zu machen. Und die im Optimalfall nach einigen Jahren teuer verkauft werden können, so wie in den letzten zehn Jahren unter anderem Ousmane Dembelé, Erling Haaland oder Jude Bellingham.
Kein Wunder also, dass eine Spur nach kicker-Informationen dabei zu Nils-Ole Book führt, wie auch Sky berichtet. Der 40-Jährige passt genau in das gesuchte Profil dieses Branchenkenners mit Blick für Talente. Der Sportvorstand des Zweitligisten SV Elversberg ist ein Perlentaucher, der Architekt des Aufstiegs aus der Regionalliga bis an die Tür der Bundesliga und lotste in den vergangenen Jahren unter anderem Nick Woltemade, Fisnik Asllani, Younes Ebnoutalib, Robin Fellhauer oder Paul Wanner zu den Saarländern, die dort erst richtig durchstarteten.
Zudem kommt Book aus Beckum im Münsterland, also aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet des BVB. Zuletzt stand der 40 Jahre alte Ex-Profi in der Hinrunde bei Borussia Mönchengladbach hoch in der Gunst, ehe er seinen Vertrag in Elversberg Anfang Oktober 2025 verlängerte. Dass er als aktueller Sportvorstand des Zweitligisten rein hierarchisch einen Schritt zurück machen würde, dürfte dabei kein Hindernisgrund sein.
Nach der sofortigen Trennung von Sportdirektor Sebastian Kehl ist der BVB auf der Suche nach einem Nachfolger. Ein passender Kandidat: Nils-Ole Book, Sportvorstand der SV Elversberg.
