„Kann jetzt noch stolzer sein“: Lewandowski reagiert auf Kanes Rekordjagd 

Am Ende der Saison könnte Robert Lewandowski als Rekordtorschütze der Bundesliga abgelöst werden. Für seinen Verfolger Harry Kane hat der Profi des FC Barcelona größten Respekt.

Großes Lob für Bayern-Stürmer

Nur noch neun statt zehn Bundesliga-Partien bleiben Harry Kane – vorausgesetzt, der Bayern-Stürmer ist nächste Woche in Leverkusen nach seinen Wadenproblemen wieder einsatzbereit -, um den Tor-Rekord im deutschen Fußball-Oberhaus zu brechen. Aufatmen also bei Robert Lewandowski? Der aktuelle Rekordhalter sieht das Thema eher gelassen und lobt seinen Verfolger.

„Harry Kane schießt immer so viele Tore, er spielt wirklich gut und leistet großartige Arbeit“, schwärmt der aktuelle Barca-Angreifer in einem Interview mit Sky Sports. Durch die neue Aufmerksamkeit auf seinen Rekord sei dem 37-Jährigen auch erst wieder aufgefallen, „dass ich das in 29 Spielen geschafft habe. Wenn ich 34 Partien gespielt hätte, könnte ich mir vorstellen, dass ich noch mehr Tore geschossen hätte.“

41 waren es am Ende der Saison 2020/21 bei Lewandowski, der zwischen dem 27. und 30. Spieltag vier Partien aufgrund einer Bänderverletzung verpasst und auch in den ersten Saisonwochen einmal ausgesetzt hatte. Kane dagegen hat bislang alle Saisonspiele absolviert, steht nach 24 Einsätzen bei 30 Treffern. Bei „Lewy“ waren es zum gleichen Zeitpunkt in der Saison 31 Tore.

Lewandowskis Erfolgsrezept? „Das kannst du nicht in einer Akademie lernen“

„Dank Kane kann ich jetzt noch stolzer auf meinen Rekord sein“, sagt Lewandowski, der damals die Bestmarke von Gerd Müller (40 in der Saison 1971/72) überboten hatte. Bei der Frage nach dem Erfolgsrezept eines guten Goalgetters bezieht sich der Pole indirekt auf das berüchtigte Stürmer-Gen. „Du kannst nicht in einer Akademie lernen, ein guter Stürmer zu sein“, meint Lewandowski. „Du musst anders sein. Du musst anders denken.“

Diese Eigenschaften sehe er aber bei immer weniger jungen Fußballprofis, die in den Akademien der großen Klubs wie mit „copy and paste“, wie Lewandowski es formuliert, ausgebildet werden: „Wie in einer Fabrik.“ Er selbst benötige gewisse Freiheiten auf dem Rasen, „dann kann ich meine beste Leistung abrufen“.

Seit seinem Wechsel zum FC Barcelona im Sommer 2022 nach zuvor acht Jahren beim FC Bayern (344 Tore in 375 Pflichtspielen) hat Lewandowski in insgesamt 160 Pflichtspielen für die Katalanen weitere 102 Treffer zu seiner beeindruckenden Sammlung hinzugefügt. Ebenfalls ein Teil davon: 88 Tore in 163 Länderspielen. Insgesamt kommt der Pole zudem auf 312 Tore in 384 Partien in der Bundesliga.

 Am Ende der Saison könnte Robert Lewandowski als Rekordtorschütze der Bundesliga abgelöst werden. Für seinen Verfolger Harry Kane hat der Profi des FC Barcelona größten Respekt. 

 

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