Die Vorzeichen mehren sich. Immer mehr spricht für einen vorzeitigen Wechsel von Hoffenheims Stürmer Fisnik Asllani bereits im kommenden Sommer. Sogar sein Traumverein hat sich wohl gemeldet.
TSG winkt Geldregen
Nur einen Schritt ist Fisnik Asllani noch entfernt von seinem ersten ganz großen Wurf in dieser Saison. Mit der Nationalmannschaft des Kosovo hat der Hoffenheimer Stürmer die erste Hürde in den Play-offs gemeistert und am Dienstag die Chance auf einen historischen Erfolg. Im entscheidenden Duell im Heimspiel gegen die Türkei könnten die Kosovaren ihren allerersten Start bei einer Weltmeisterschaft sichern.
Am Donnerstag hatte Asllani beim spektakulären 4:3-Erfolg in der Slowakei auch einen Treffer beigesteuert und das zwischenzeitliche 2:2 erzielt, eher er nach 73 Minuten ausgewechselt wurde. Sein Hoffenheimer Kollege Albian Hajdari spielte durch. Am Dienstag gegen die Türken erwartet die beiden Hoffenheimer auch das Duell mit Vereinskollege Ozan Kabak.
Ausstiegsklausel liegt bei knapp 30 Millionen
Unterdessen hat Asllani mit seinem vierten Länderspieltor eine weitere Duftmarke gesetzt. Auch in der Bundesliga sorgt der 23-Jährige für Furore und liegt mit bislang acht Treffern auf Rang zwei der internen Schützenliste hinter Andrej Kramaric (10). Der gebürtige Berliner mit kosovarischen Wurzeln hat sich seit seiner Rückkehr von der Leihstation Elversberg bei der TSG zu einem der interessantesten Stürmer der Bundesliga entwickelt.
Sogar der FC Barcelona zeigt Interesse, wie die Beraterseite nun offiziell verkündete. Demnach hat sich Barca konkret nach Asllani erkundigt, so Ayman Dahmani. „Das Interesse von Barcelona an dem Spieler ist derzeit aktuell, und es gab bereits Kontakt seitens des katalanischen Vereins“, wird der Rogon-Mitarbeiter zitiert. In der Tat hatte Asllani den FC Barcelona stets als seinen absoluten Traumverein bezeichnet, nun könnte das womöglich konkret werden.
Weitere Indizien für einen Wechsel im Sommer
Zudem stellte Dahmani klar, dass sein Klient die Kraichgauer nur verlassen werde, sollte die per Ausstiegsklausel festgelegte Ablöse voll fließen. Die dürfte im Falle eines Topklubs bei knapp 30 Millionen Euro liegen. Im jüngsten Interview mit dem kicker hatte Asllani reflektiert: „Es ist wirklich krass, wie schnell es manchmal gehen kann, wenn man schaut, wo ich vor eineinhalb Jahren in Elversberg war. Da war mein Marktwert bei 800.000 Euro, jetzt liegt er bei 30 Millionen.“
Dem Vernehmen nach haben aber auch eine ganze Reihe weiterer Vereine den groß gewachsenen und dennoch technisch beschlagenen Angreifer im Visier. Mittlerweile sprechen einige Indizien für Asllanis vorzeitigen Abgang bereits nach dieser Saison. Denn einerseits muss die TSG dringend Transfererlöse erzielen und könnte mit dem einst ablösefrei von Union Berlin geholten Talent richtig Kasse machen.
Alternativen sind bereits verpflichtet
Andererseits hat Sportgeschäftsführer Andreas Schicker für die Angriffszentrale auch schon zusätzliches Personal für die kommende Spielzeit verpflichtet. So hatte die TSG neulich erst den Transfer von Alessandro Vogt (21) im Sommer aus St. Gallen bestätigt. Der ebenfalls per Klausel für 2,5 Millionen Euro aus seinem Vertrag herausgekaufte Schweizer bringt ein ähnliches Profil mit wie Asllani und muss für seine nächsten Entwicklungsschritte auch zum Einsatz kommen.
Zudem verstärkte sich Hoffenheim bereits im Winter für 2,6 Millionen Euro mit RB Leipzigs abgekauftem Talent Yannick Eduardo (20). Überdies sind auch noch Tim Lemperle und der derzeit verletzte Adam Hlozek da. Auch den in Gladbach so erfolgreichen Mittelstürmer Haris Tabakovic hat die TSG bislang nur verliehen.
Die Vorzeichen mehren sich. Immer mehr spricht für einen vorzeitigen Wechsel von Hoffenheims Stürmer Fisnik Asllani bereits im kommenden Sommer. Sogar sein Traumverein hat sich wohl gemeldet.
