Es gehört inzwischen zum Geschäft: das Signing-Fee. Bei Spielern, deren Verträge auslaufen oder ausgelaufen sind, ist es anstelle einer Ablösesumme nachvollziehbar. Die Münchner zeigen sich aber auch bei Vertragsverlängerungen sehr erkenntlich. Und das nicht zum ersten Mal.
Wenn Upamecano demnächst verlängern sollte
Real Madrid ist bekannt für große Deals, teure Transfers und hohe Gehälter. Auch fließt hier und da ein Handgeld, vermutlich auch mal mehr als andernorts. Wie beim ablösefreien Wechsel von Kylian Mbappé beispielsweise. Nachvollziehbar, wenn eine Transfergebühr von mehr als 150 Millionen Euro gespart wurde. Bei Vertragsverlängerungen von bereits angestellten Profis jedoch bleiben auch die Königlichen zunehmend hart.
Wie der kicker aus Spanien erfuhr, sollen die Real-Bosse Vini Jr. unter anderem konsequent das von ihm geforderte Signing-Fee in Höhe von 20 Millionen Euro verwehrt haben. Entweder wolle er zu den ihm angebotenen Konditionen weiterhin für den Weltklub aus Madrid spielen oder eben den Verein verlassen, hieß es hinter vorgehaltener Hand frei übersetzt. Die Real-Führung blieb stark, selbst beim FIFA-Weltfußballer von 2024.
Bayern zeigen sich wohlwollend
Der FC Bayern hingegen zeigt sich da seit geraumer Zeit wohlwollender. Sei es bei den Vertragsverlängerungen von Alphonso Davies, Jamal Musiala, Joshua Kimmich im vergangenen Februar oder bei den Neuzugängen Tom Bischof, Jonathan Tah oder Jonas Urbig. Und auch jetzt bei Dayot Upamecano ist von einem Handgeld von mindestens 15 Millionen Euro die Rede. Ein erneut sehr wohlwollender Betrag, wenngleich noch nicht feststeht, ob der Innenverteidiger dies als Einmalzahlung oder verteilt auf die Vertragslaufzeit erhalten soll.
Jedoch hat Upamecano den Vertrag ohnehin noch nicht unterschrieben, die Hoffnung beim FCB aber ist groß, dass dies zeitnah geschieht. Voraussichtlich mit einer Laufzeit bis 2030. Setzt der 27-Jährige sein Autogramm letztlich unter den Kontrakt, hätten die Münchner allein in den vergangenen zwölf Monaten knapp 100 Millionen Euro an Handgeld genehmigt. Womit die Bayern gewiss zu den großzügigsten Klubs Europas zählen.
Denn Real Madrid ist nicht die Ausnahme und bei Weitem nicht der einzige Verein, der auf Handgeld bei Vertragsverlängerungen mehr und mehr verzichtet. Bei den Bayern ist es – offensichtlich – längst Usus geworden.
Es gehört inzwischen zum Geschäft: das Signing-Fee. Bei Spielern, deren Verträge auslaufen oder ausgelaufen sind, ist es anstelle einer Ablösesumme nachvollziehbar. Die Münchner zeigen sich aber auch bei Vertragsverlängerungen sehr erkenntlich. Und das nicht zum ersten Mal.
