HSV: Energielos am Tiefpunkt 

Mit viel Energie war der Hamburger SV in der bisherigen Spielzeit eine Bereicherung. In Stuttgart zerfiel der Aufsteiger komplett in seine Einzelteile. Die Leistungskrise ist bereits seit Wochen offensichtlich, die Art und Weise der 0:4-Pleite aber bedeutet doch eine neue Dimension.

Nur ein Sieg in acht Spielen, Heuer Fernandes verhindert ein Debakel

Die Liste der Ausfälle am frühen Sonntagabend war lang. Mit Sicherheit zu lang für einen Aufsteiger, um bei einem Champions-League-Anwärter etwas Zählbares holen zu können. Luka Vuskovic, Miro Muheim, Nicolas Capaldo, Bakery Jatta, Albert Sambi Lokonga und womöglich auch Jean-Luc Dompé hätten ohne Sperre oder Blessur allesamt zur Startelf im Schwabenland gezählt – und doch darf es bei der Aufarbeitung und der Suche nach Antworten nicht allein um die Frage gehen, wie viele Ausfälle am Ende zu viel sind. Es muss vor allem erörtert werden, weshalb der sich seit Wochen abzeichnende Energieverlust nun seinen Tiefpunkt erreichte?

„Wir hätten uns mehr wehren müssen“

Schon in der Halbzeitpause hatte Daniel Elfadli verraten, sei es darum gegangen, „dass wir uns mehr hätten wehren müssen.“ Danach indes wurde es noch schlimmer, verhinderte allein Torhüter Daniel Heuer Fernandes mit einer Reihe von Großtaten ein Debakel von historischem Ausmaß. Elfadli, durch die Knieprellung von Vuskovic in die Startelf gerückt, sagt: „Jeder weiß, dass Luka unglaublich wichtig für uns ist. Aber wir müssen es dennoch besser verteidigen.“ In Stuttgart verteidigte der HSV eigentlich gar nicht.

Immer noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang sind angesichts des Tiefs mit nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen, ein schmeichelhaftes 2:1 in Wolfsburg, trügerisch. Die Probleme auf der Zielgeraden der Saison sind vielschichtig.

Offensichtlich ist, dass Warmed Omari seit der Rückkehr aus seiner Sprunggelenk-Operation nur noch ein Schatten seiner selbst ist; sichtbar wurde auch, dass der hochveranlagte Albert Grönbaek, zumindest auf dem aktuellen Kraftlevel, für die zentrale Mittelfeldposition keine Hilfe darstellt; nicht zu kaschieren ist außerdem, dass das Stürmerproblem, ganz gleich in welcher personellen Konstellation, eklatant ist.

Im Angriff ist der HSV, ob mit Damion Downs, Ransford Königsdörffer oder Rayan Philippe, nicht bundesligatauglich. Wenn eine Vielzahl von Stammkräften wie am Sonntag ausfällt, dann trifft dieses klare Urteil auf den gesamten Kader zu. „Das Letzte, wie wir funktionieren wollen, ist, dass wir anfangen, Ausreden zu suchen“, sagt Merlin Polzin, „uns standen wichtige Jungs nicht zur Verfügung, aber wir haben dennoch Jungs, mit denen wir verteidigen können.“

Des Trainers Rezept vor dem Derby in Bremen ist dieses: „Wir reden nichts schön, lassen uns aber auch nicht von unserem Weg abbringen.“ Zumindest die Richtung aber stimmt bereits seit Wochen nicht mehr. Gelingt durch personelle Entspannung der Kurswechsel? Capaldo kam beim VfB erstmals wieder für wenige Minuten zum Einsatz, ist bis Bremen startklar; Vuskovic soll nach einem Schlag aufs Knie ebenfalls fit werden, Muheim kehrt nach Sperre zurück, und Hoffnung besteht auch bei Sambi Lokonga. Neben mehr Personal benötigt der HSV vor allem aber auch wieder mehr Energie im nun anstehenden Abstiegs-Endspiel – sonst war Stuttgart nur ein vorläufiger Tiefpunkt.

 Mit viel Energie war der Hamburger SV in der bisherigen Spielzeit eine Bereicherung. In Stuttgart zerfiel der Aufsteiger komplett in seine Einzelteile. Die Leistungskrise ist bereits seit Wochen offensichtlich, die Art und Weise der 0:4-Pleite aber bedeutet doch eine neue Dimension. 

 

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