Hoffnungen für Werder – Besonderer Anfang mit Agu 

Ein Grund für die Bremer Talfahrt in der Bundesliga sind die teilweise erheblichen Personalsorgen. Doch allmählich scheint sich das Krankenlager zu lichten. Vorreiter war am Wochenende ein Spieler mit einem ganz speziellen Comeback.

Auch Pieper und Stark sollen bald zurück sein

Felix Agu machte am Wochenende den Anfang, ausgerechnet Felix Agu. Als der 26-Jährige bei der 0:1-Niederlage in Freiburg in der 61. Minute für Julian Malatini aufs Feld kam, war dies ein Meilenstein auf dem Weg zurück nach der Sprunggelenk-Operation im vergangenen Oktober. Es war vorerst ein kleiner, aber spezieller Schritt unter einem Trainer, der ihm schon große Schritte in seiner Karriere ermöglicht hatte. Denn es war Daniel Thioune, Werders neuer Coach, der Agu einst zu gemeinsamen Zeiten beim VfL Osnabrück formte. Zunächst im Nachwuchs, dann auch bei den Profis.

„Ich muss kein Geheimnis daraus machen, dass ich eine sehr gute Verbindung zum Trainer habe“, so Agu, der allerdings auch eine besondere Beziehung zum heutigen Cheftrainer des Nordrivalen Hamburger SV besitzt: „Daniel hat mich zusammen mit Merlin Polzin zu dem Spieler gemacht, der ich heute bin.“

Jener Merlin Polzin war einst zu Juniorenzeiten Thiounes Assistent in den Osnabrücker Jugendteams, in denen es früh für Agu losging. „Seit der U17 eigentlich.“ Der gebürtige Osnabrücker, der aufgrund seiner elterlichen Wurzeln für die Nationalelf Nigerias spielt (ein Einsatz), erhielt an der Bremer Brücke den Feinschliff für die Karriere. Oder, wie es Thioune formuliert: „Für den Job 130 Kilometer weiter nördlich.“ Eben beim benachbarten Traditionsklub Werder Bremen.

Agu: „Horst ist ein sehr netter Mensch und guter Trainer“

Dort läuft es aktuell alles andere als rund. Elf Spiele lang wartet das Team auf einen Sieg, nach zehn Partien ohne Dreier hatte Horst Steffen gehen müssen. Ein Coach, den Agu ebenfalls wertschätzt. „Schade, Horst ist ein sehr netter Mensch und guter Trainer. Am Ende ist es der Trainer, der seinen Kopf hinhalten muss. Spieler werden nicht entlassen. Wenn man mitbekommt, dass ein Trainer freigestellt wurde, ist das für einen Spieler kein gutes Gefühl.“

Nun aber muss sich mit Agus Mentor Daniel Thioune der Blick schleunigst nach vorne richten. Agu: „Wir haben Qualität in der Mannschaft, wir haben Qualität auf dem Platz. Wir müssen es nur wieder in die Spiele hineinbekommen. Wir haben einen guten Kader und müssen uns vor keinem anderen verstecken. Ich bin überzeugt, dass es wieder bergauf geht.“ Zumal der Spielerkreis nicht so schlecht sei, wie es im Moment ausschaue.

„Es liegt nicht in unserem Einfluss, wie der Kader aussieht. Ich weiß nur, dass ich, wenn ich in der Kabine nach links und nach rechts gucke, Vertrauen in meine Mitspieler habe und daran glaube, dass wir eigentlich fast jede Mannschaft der Liga schlagen können.“ Allerdings: „Man sieht, wie lange die Leidenszeit der Mannschaft nun schon ist, und dass die Überzeugung zurückkommen muss.“ Newcomer Thioune hält Agu trotz der Auftaktpleite im Breisgau für den richtigen Mann: „Daniel hat eine gute Ansprache, kann eine Mannschaft gut bewegen, gute Inhalte platzieren und uns variabel machen.“

Dafür, dass es kleine Hoffnungsschimmer an der Weser gibt, sorgt Felix Agu mit seiner Rückkehr. Er spielt nominell Linksverteidiger, kann aber auch auf der rechten Seite zum Zuge kommen und erweitert damit die personellen Möglichkeiten in einem Mannschaftsteil, in dem die Bremer zuletzt wahrlich nicht auf Rosen gebettet waren.

Auch zumindest zwei zuletzt ausfallende Stützen sollen bald wieder Alternativen sein, um die Deckung zu festigen: Niklas Stark kann nach langwierigen Hüftproblemen immer mehr Teile des Trainings absolvieren. Und auch der Heilungsprozess bei Amos Pieper, bei dem sich eine Risswunde am Knie aus dem Spiel in Leverkusen (0:1) vor zweieinhalb Wochen entzündet hatte, gestaltet sich allen Anzeichen nach positiv.

 Ein Grund für die Bremer Talfahrt in der Bundesliga sind die teilweise erheblichen Personalsorgen. Doch allmählich scheint sich das Krankenlager zu lichten. Vorreiter war am Wochenende ein Spieler mit einem ganz speziellen Comeback. 

 

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