Der Trainingsauftakt des Hamburger SV wurde am Freitag vom Rückzug von Sportvorstand Stefan Kuntz aus familiären Gründen überschattet. Eine Woche vor dem Re-Start in Freiburg regieren zudem sportliche Fragezeichen um drei verletzte Profis. Zumindest einer steht vor dem Comeback.
HSV startet mit einer guten Nachricht ins neue Jahr
Warmed Omari, Robert Glatzel und Jean-Luc Dompé präsentierten sich den Trainingskiebitzen beim Hamburger Schneetreiben, trainierten jedoch noch mit Reha-Coach Sebastian Capel. Separate Einheiten hatte das angeschlagene Trio auch bereits vor Silvester und den anderen Kollegen absolviert – für Dompé könnte es mit Blick auf die Partie am kommenden Samstag beim SC Freiburg (15.30 Uhr, LIVE! Bei kicker) sogar schon wieder reichen.
Hoffnung bei Dompé – Engpässe im Sturm
Der Linksaußen wurde vom Trainerteam und der sportlichen Leitung in der sommerlichen Analyse auch für das Oberhaus als Unterschiedsspieler eingestuft, konnte diesen Nachweis aber immer nur situativ erbringen. Der Grund: langanhaltende Achillessehnenprobleme, die dem Franzosen zusetzten und ihn auch immer wieder zum Aussetzen zwangen. Vor der Winterpause verpasste er die Partien in Hoffenheim (1:4) und gegen Frankfurt (1:1), zum Start ins neue Jahr aber war er wieder auf dem Platz und verspürt eine Besserung.
„Jean-Luc“, sagt Merlin Polzin, „ist deutlich vor den anderen beiden. Er hatte jetzt sein erstes Training mit der Mannschaft, wird schneller zur Verfügung stehen als Bobby und Warmed.“ Des Trainers große Hoffnung: „Er wird wohl schon in Freiburg wieder in den Kader rutschen.“ Das wäre ein wichtiges Comeback, da die Flügel-Alternativen zuletzt rar gesät waren: Alexander Rössing-Lelesiit hatte wegen eines Muskelfaserrisses die letzten Wochen des alten Jahres verpasst, am Freitag musste Fabio Baldé wegen einer Knieblessur die Einheit knapp vor den Kollegen beenden.
Personalengpässe bestehen auch auf der Mittelstürmer-Position. Aktuell verfügt der Coach mit Ransford Königsdörffer lediglich über einen Kandidaten. Yussuf Poulsen fällt mit Syndesmoseverletzung noch wochenlang aus, bei Glatzel soll zum Wochenanfang Klarheit herrschen, wann er tatsächlich wieder zur Verfügung steht. Nach dem Ende November gegen Stuttgart (2:1) beim erfolgreichen Torschuss erlittenen Muskelfaserriss wird der 31-Jährige am Montag einer abschließenden Untersuchung unterzogen. Diese soll Aufschluss darüber geben, ob er nach dem zuletzt erfolgreich verlaufenen Aufbauprogramm wieder komplett belastbar ist. Dennoch deutet sich an: Freiburg und die dann folgende englische Woche kommen zu früh.
Omari benötigt noch Geduld
Geduld ist auch bei Omari nötig. Der Innenverteidiger fehlt mit Syndesmoseverletzung bereits seit Ende September, verzichtete wie Dompé und Glatzel auf eine komplette Winterpause, benötigt aber nach der deutlich längeren Ausfallzeit auch noch mehr Geduld als die anderen beiden. „Warmed hinkt den anderen beiden noch ein wenig hinterher“, verrät Polzin, „er wird noch länger mit Sebastian Capel arbeiten müssen.“
Immerhin: Auf der Innenverteidigerposition herrscht kein Personalnotstand. Daniel Elfadli hatte bereits vor der Winterpause sein Comeback gefeiert, der kurzfristig beim Jahreskehraus gegen Frankfurt ausgefallene Jordan Torunarigha trainierte zum Auftakt ebenso.
Der Trainingsauftakt des Hamburger SV wurde am Freitag vom Rückzug von Sportvorstand Stefan Kuntz aus familiären Gründen überschattet. Eine Woche vor dem Re-Start in Freiburg regieren zudem sportliche Fragezeichen um drei verletzte Profis. Zumindest einer steht vor dem Comeback.
