Der SV Werder Bremen hat große Verletzungssorgen in der Defensive. Nun fällt auch noch Amos Pieper für mehrere Wochen aus.
Große Abwehrnot beim SVW
Auf der Pressekonferenz am Montag vor dem Nachholspiel gegen Hoffenheim am Dienstag, das mit 0:2 verloren ging, hatte Coach Horst Steffen noch auf eine schnelle Rückkehr von Amos Pieper gehofft. Daraus wurde aber nichts. Und wie sich nun herausstellt, wird der Defensivmann gar noch länger fehlen.
„Da Amos über größere Beschwerden am Knie geklagt hatte, folgten weitere Untersuchungen, in deren Verlauf eine Infektion festgestellt wurde, die den Eingriff notwendig gemacht hat“, wird Steffen auf der Bremer Website zitiert. „Erfreulicherweise wurde dabei kein struktureller Schaden im Knie festgestellt. Wir hoffen, dass Amos schnellstmöglich wieder fit wird. Allerdings wird er mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen können.“
Beim 0:1 am vergangenen Samstag in Leverkusen war Pieper mit Keeper Mio Backhaus zusammengerauscht und hatte sich dabei eine tiefe Fleischwunde am rechten Knie zugezogen. Nun wurde er am Mittwoch bereits operiert und muss erst einmal pausieren.
Immerhin kehrt Friedl zurück
Der Ausfall trifft die Bremer extrem hart, denn mit Niklas Stark und Maximilian Wöber fallen bereits zwei Innenverteidiger aus, bei denen nicht unbedingt mit einer zeitnahen Rückkehr zu rechnen ist. Dazu fehlt Schienenspieler Mitchell Weiser bereits die ganze Saison (Kreuzbandriss), Felix Agu kämpft sich nach längerer Verletzungspause aktuell zurück. Zuletzt musste auch Isaac Schmidt mit einer Gehirnerschütterung passen, er könnte gegen Gladbach, dem so immens wichtigen Spiel für den abstiegsbedrohten SVW, zurückkehren.
Immerhin ist am Wochenende Kapitän Marco Friedl wieder dabei, der gegen die TSG gesperrt fehlte. Der Österreicher wird dann ziemlich sicher zusammen mit Karim Coulibaly und Julian Malatini die defensive Dreierreihe bilden. Da die Not in der Defensive der Grün-Weißen nun derart groß ist, könnte es durchaus sein, dass der Tabellen-15. noch auf dem Transfermarkt tätig wird. Bis Montag können noch Neuzugänge verpflichtet werden.
Parallelen zur Abstiegssaison
In Summe drückt alles extrem auf die Stimmung im hohen Norden, wo die Lage längst bedrohlich ist: Seit neun Spielen haben die offensiv aktuell harmlosen Bremer nicht mehr gewonnen und stehen nur noch drei Punkte vor Rang 16. Mit der langen Negativserie und dem großen Verletzungspech werden bei den Werder-Fans sicher auch Erinnerungen an die Abstiegssaison 2021/21 wach. Aber noch hat der SV Werder genug Zeit, die Klasse zu halten und somit diese verkorkste Saison zumindest zum Teil zu reparieren.
Der SV Werder Bremen hat große Verletzungssorgen in der Defensive. Nun fällt auch noch Amos Pieper für mehrere Wochen aus.
