Während Hoffenheims Tim Lemperle nach einer Verletzung noch nicht bereit ist für die Rückkehr gegen Köln, können Oliver Baumann und Andrej Kramaric die nächsten Meilensteine ihrer Karrieren erreichen.
Baumann und Kramaric vor Meilenstein
Bereits das Auswärtsspiel in seiner Geburtsstadt Frankfurt hatte Tim Lemperle verpasst. Einen Tag vor dem 3:1-Sieg der TSG bei der Eintracht hatte ein Magen-Darm-Virus den Stürmer lahmgelegt. Nun muss der 24-Jährige auch auf seine Rückkehr zu seinem Ausbildungsklub nach Köln verzichten.
„Für Tim Lemperle reicht es leider noch nicht, das tut mir auch für ihn persönlich sehr leid, denn das Spiel ist für ihn mit sehr viel Emotion verbunden, ein Ort, an den er sehr schöne Erinnerungen hat“, weiß Trainer Christian Ilzer, „da hätte er unheimlich gerne gespielt, aber das kommt noch zu früh.“ Vor drei Wochen hat sich der Angreifer beim 3:1 gegen Union Berlin eine Verletzung im Sprunggelenk zugezogen.
Mit 15 Jahren war Lemperle nach Köln und ins Internat des FC gewechselt, hatte dort alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen und auch seine ersten Schritte im Profiteam und in der Bundesliga vollzogen (26 Spiele/2 Tore). Doch nach einer Leihstation in Fürth und Kölns Abstieg in die 2. Liga hatte sich Lemperle bereits vor einem Jahr für den ablösefreien Wechsel im Sommer in den Kraichgau entschieden. Zuvor aber noch mit zehn Toren und sechs Assists kräftig zum Kölner Wiederaufstieg beigetragen.
Nach wie vor lässt die Verletzung am Innenband des Sprunggelenkes nicht die volle Belastung zu. Wann der laufstarke Lemperle wieder grünes Licht bekommt, ist offen. „Das ist immer schwer einschätzbar. Die medizinische Abteilung hat die Strategie, dass es wirklich ausgeheilt gehört, sonst könnten ihn immer wieder Rückschläge zurückwerfen“, erläutert Ilzer. „Er ist auf einem guten Weg. In manchen Phasen muss man einfach geduldig sein.“
Kramaric vor dem 350. Pflichtspiel für die TSG
Nach der 0:1-Niederlage in der Hinrunde haben die Hoffenheimer im Rheinland noch etwas gutzumachen. „Wir haben die Niederlage damals gut aufgearbeitet, haben kein schlechtes Spiel gemacht, waren aber zu wenig effizient, zu wenig geradlinig“, weiß Ilzer und führt weiter: „Köln auswärts ist immer eine große Aufgabe, da gibt es keinen Favoriten. Es ist auch nicht unser Zugang, offene Rechnungen zu begleichen. Unser Zugang sind Entwicklungsprozesse. Wir wollen da nicht hinfahren, um zu bestehen, sondern um dort zu überzeugen. Dazu müssen wir wieder in allen Bereichen bereit sein, viel zu investieren.“
Nach seiner Rotsperre steht der TSG Kevin Akpoguma wieder zur Verfügung, auch Bernardo und Cole Campbell sind zumindest wieder fit und Optionen für den Kader. Dagegen stehen zwei Routiniers vor ihren nächsten Meilensteinen.
So könnte Kapitän Oliver Baumann mit seinem 512. Bundesligaspiel mit dem früheren Nationalkeeper Uli Stein auf Rang vier der ewigen Bestenliste der Torhüter gleichziehen. Nur drei Keeper kamen im Oberhaus noch häufiger zum Einsatz: Oliver Kahn (557), Manuel Neuer (541) und Eike Immel (534). Und Hoffenheims Topstar Andrej Kramaric sieht seinem 350. Pflichtspiel für Hoffenheim entgegen.
Während Hoffenheims Tim Lemperle nach einer Verletzung noch nicht bereit ist für die Rückkehr gegen Köln, können Oliver Baumann und Andrej Kramaric die nächsten Meilensteine ihrer Karrieren erreichen.
