Gladbachs Beinahe-Held: Castrop zwischen Lust und Leiden 

Jens Castrop drückte dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach seinen Stempel auf. Mit gemischten Gefühlen blickte er auf das turbulente 3:3.

Seine drei Scorerpunkte reichen nicht zum Auswärtssieg

Jens Castrop ging in die Verlängerung. Nach dem Abpfiff wartete ein wahrer Interview-Marathon auf den 23-Jährigen, der alleine schon so viele Derby-Geschichten lieferte. Sein Traumtor zum 3:2 und das Blitztor zur 1:0-Führung. Die FC-Vergangenheit Castrops, der als Nachwuchsspieler in Köln ausgebildet wurde und den Klub dann im Übergang zum Profibereich mangels Perspektive verließ. Vor allem aber seine Rolle als verhinderter Derby-Held, weil selbst zwei Treffer und ein Assist nicht reichten für den Auswärtssieg. „Es ist extrem bitter. Ich kann mich gar nicht richtig freuen“, sagte Castrop, um schließlich doch noch hinzuzufügen: „Aber es ist natürlich ein Tag, den ich nie vergessen werde.“

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Zu den Geschichten des Spiels gehörte auch, dass Castrop vor seinem sensationellen Schuss in den Torwinkel beinahe ausgewechselt worden wäre. Bei einem Offensivzweikampf hatte er sich den Fuß vertreten und musste längere Zeit behandelt werden. Lukas Ullrich machte sich bereit, um Castrop auf der linken Schiene abzulösen. Dann kehrte der frühere Kölner doch wieder auf den Platz zurück und nagelte kurze Zeit später die Kugel mit dem lädierten rechten Fuß in den Kasten von Marvin Schwäbe.

„Es ist ein Derby. Da spielt man, bis man herausgetragen werden muss.“ (Jens Castrop)

„Ich wusste, dass nichts Strukturelles kaputtgegangen war. Dennoch war es ein brutal ekelhafter Schmerz in der Schuhsohle, als ob mir jemand die ganze Zeit in den Fuß sticht. Aber es ist ein Derby. Da beißt man auf die Zähne und spielt so lange, bis gar nichts mehr geht und man herausgetragen werden muss“, sagte Castrop. Seinen rechten Fußballschuh in der Hand stand er mit nacktem Fuß in der Mixed Zone und gab grünes Licht, dass er die Reise zur Nationalmannschaft Südkorea antreten könne. „Es ist nicht so wild. Das Problem sollten wir schnell in den Griff bekommen“, meinte Castrop.

Für die Gladbacher bedeutete das 3:3 vor allem, dass man den Rheinrivalen auf Abstand halten konnte. Jedoch wurde die Chance verpasst, sich weiter von den Kellerplätzen abzusetzen. „Wir haben in den vergangenen Spielen ein paar Punkte gesammelt. Jetzt ist ein bisschen Ruhe im Kessel“, befand Castrop. Nach der Länderspielpause soll der Schritt Richtung Klassenerhalt noch mal ein bisschen größer ausfallen als am Samstag. Für die Borussen geht es am 28. Spieltag mit einem Heimspiel gegen Heidenheim weiter.

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 Jens Castrop drückte dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach seinen Stempel auf. Mit gemischten Gefühlen blickte er auf das turbulente 3:3. 

 

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