Fünf der vergangenen sechs Spiele hat der FC Augsburg gewonnen, sich ans Ende der oberen Tabellenhälfte gekämpft. Doch nun wird er an den Tiefpunkt der kurzen Episode unter Trainer Sandro Wagner erinnert.
Neue Chance für Chaves
0:3 stand es am 25. Oktober des vergangenen Jahres nach gut 20 Minuten im Heimspiel gegen RB Leipzig, 0:4 zur Halbzeit, 0:6 am Ende. Bei der höchsten Heimniederlage seiner Bundesligageschichte rannte der FC Augsburg naiv ins Verderben, ließ Bundesligatauglichkeit vermissen. Unter Manuel Baum als Wagner-Nachfolger ist Stabilität zurückgekehrt, die beim Wiedersehen mit Leipzig auf die Probe gestellt wird.
Videostudium als Motivation
„Ich habe das Hinspiel der Mannschaft noch mal gezeigt“, sagte Baum am Donnerstagmittag in der Pressekonferenz. Man mag sadistische Züge beim Coach vermuten, doch der Grund ist ein anderer: „Das sollte Motivation genug sein, dass wir das gutmachen wollen, idealerweise mit einem Auswärtssieg“, begründete der Trainer das Videostudium.
Dabei muss er jedoch auf ein Quintett verzichten. Neben den Langzeitverletzten Jeff Gouweleeuw und Chrislain Matsima sowie dem gelbgesperrten Cedric Zesiger fehlen auch Yannik Keitel mit einer Schleimbeutelentzündung sowie Angreifer Uchenna Ogundu, der sich im Training am Sprunggelenk verletzt hat. Über genügend Alternativen verfügt Baum dennoch, zumal Linksverteidiger Dimitrios Giannoulis seine Probleme an der Achillessehne überwunden hat.
Chaves kommt für Zesiger zum Zug
Die Dreierkette werden, so viel verriet Baum, Ersatzkapitän Keven Schlotterbeck, der zuletzt starke Noahkai Banks und Arthur Chaves als Zesiger-Ersatz bilden. Der Leihspieler aus Hoffenheim saß nach starkem Einstand, unter anderem mit einem Tor beim 2:1-Sieg beim FC Bayern, zuletzt draußen. „Arthur passt gegen Teams, gegen die es viel ums Verteidigen geht“, erklärte Baum, bei Spielen mit mehr Ballbesitz ziehe er einen Linksfuß wie Zesiger vor.
„Ich bin kein Tabellenmensch“
Bange ist ihm vor der Reise zu RB nicht, wo er bis zum Ende der vergangenen Saison den Nachwuchs leitete. „Sie haben eine hohe individuelle Qualität, die wir im Zaum halten müssen. Aber wir haben gegen die Bayern bewiesen, dass wir das können.“ Ein weiterer Erfolg, und der FCA könnte in der Tabelle noch weiter klettern, falls der davor liegende SC Freiburg gegen Leverkusen verliert.
„Ich bin kein Tabellenmensch“, antwortete er Baum auf die Frage, ob er den FCA im Verfolgerfeld um die Teilnahme an der Conference League sieht oder als Spitzenreiter im Abstiegskampf. „Wir haben uns mit der Mannschaft darauf geeinigt, dass wir die Tabelle komplett außen vor lassen, sie interessiert uns erst nach dem 34. Spieltag.“ Damit ist der FCA in den vergangenen Wochen sehr gut gefahren.
Fünf der vergangenen sechs Spiele hat der FC Augsburg gewonnen, sich ans Ende der oberen Tabellenhälfte gekämpft. Doch nun wird er an den Tiefpunkt der kurzen Episode unter Trainer Sandro Wagner erinnert.
