Die Niederlage gegen Freiburg dürfte man in Mainz locker verarbeiten. Auch wegen der Rückkehr zweier lange vermisster Leistungsträger.
Mainzer Lichtblicke trotz der Heimniederlage
Die Enttäuschung war den Beteiligten am Sonntagabend durchaus anzumerken nach zuvor neun ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge seit dem 0:4 in Dortmund am 13. Februar. Dennoch zählt das Mainzer 0:1 gegen Freiburg gewiss zu jenen Niederlagen, die sich relativ leicht verarbeiten lassen. „Wir sind alle Profis“, erklärte denn auch Abwehrchef Stefan Posch angemessen geschäftsmäßig. „Das war nicht die erste Niederlage und wird nicht die letzte sein. Damit müssen und können wir umgehen.“
Angesichts von Tabellenplatz 9 und weiterhin acht Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang lässt sich objektiv nicht mal von einem Rückschritt im Rennen um den Klassenerhalt sprechen. Auch angesichts des diesmal nicht begeisternden doch immerhin soliden Gesamtauftritts sind keinerlei Rückschlüsse auf einen drohenden Mainzer Einbruch auf der Zielgeraden zu ziehen. Im Gegenteil: Die Comebacks der länger verletzten Anthony Caci (28) und Nadiem Amiri (29) als Einwechselspieler senden zusätzlich ermutigende Signale.
Das Leistungsgefälle im Kader als Unterschied zu Freiburg
In Bestform sind beide Leistungsträger für die Rheinhessen unersetzlich. Doch fehlte Caci über ein halbes Jahr lang infolge einer Muskelsehnenverletzung im Oberschenkel und diverser Rückschläge im Verlauf der Reha seit dem 4:1 in Augsburg am 20. September. Amiri hatte seine letzte Partie am 20. Februar gegen den HSV absolviert, ehe ihn hartnäckige Probleme an der Fußsohle außer Gefecht setzten. In Andreas Hanche-Olsen, Stefan Bell (jeweils muskuläre Blessuren), Silas (Schien- und Wadenbeinbruch) sowie Benedict Hollerbach (Achillessehnenriss) hatten bzw. haben die 05er weitere Langzeitausfälle zu beklagen, was den Kader zwischenzeitlich auch qualitativ spürbar ausdünnte.
Bester Beleg im Duell mit Freiburg: Während die Gäste nach ihrem Europa-League-Viertelfinale gegen Celta Vigo (3:0) sechs Wechsel in der Startelf vornahmen, konnte Mainz-Coach Urs Fischer nach dem 2:0 über Straßburg nur auf zwei Positionen guten Gewissens tauschen. Aus seiner Freude über die Rückkehr des Duos Amiri/Caci macht der Schweizer denn auch keinen Hehl. „Ich glaube schon, dass es etwas auslöst. Sie sind zwar noch nicht im Rhythmus, haben aber in einzelnen Aktionen doch schon gleich wieder ihre Fähigkeiten gezeigt“, urteilt Fischer. „Es sind zwei Spieler mit Qualität, die uns im Schlussspurt noch helfen können.“ Möglicherweise auch in entscheidenden Momenten am Donnerstag beim Conference-League-Rückspiel in Straßburg.
Die Niederlage gegen Freiburg dürfte man in Mainz locker verarbeiten. Auch wegen der Rückkehr zweier lange vermisster Leistungsträger.
