Filipe Luis ist offenbar zum Top-Favoriten auf die Trainerstelle bei Bayer aufgestiegen. Weil andere Kandidaten wie Andoni Iraola nur schwer oder nicht greifbar sind?
Brasilianer galt zuletzt eher als Außenseiterkandidat
Die Suche von Bayer und Geschäftsführer Simon Rolfes nach einem neuen Trainer läuft dieser Tage auf Hochtouren. Kasper Hjulmand ist nur noch ein Coach auf Abruf, das ist klar. Abzuwarten ist aber nach wie vor, wer sein Nachfolger wird. Laut einem Sky-Bericht ist inzwischen der Brasilianer Filipe Luis, der bis März 2026 bei Flamengo arbeitete und fünf Titel holte, zum Top-Favoriten aufgestiegen. Demnach laufen die Verhandlungen mit Filipe Luis, der zuletzt auch mit Besiktas in Verbindung gebracht wurde.
Für ihn spricht, dass sein Fußball gut zum Leverkusener Stil passt und er Mannschaften zu emotionalisieren weiß. Rolfes und Co. halten viel von ihm – das ist schon länger bekannt. Im vergangenen Sommer, während des Bayer-Trainingslagers in Rio de Janeiro, trafen sich Rolfes und CEO Fernando Carro auch mit dem 44-maligen brasilianischen Nationalspieler.
Filipe Luis war zuletzt eher ein Außenseiterkandidat
Von Beginn an war der ehemalige Profi von Atletico Madrid und dem FC Chelsea also auf Bayers Liste, galt indes in den vergangenen Tagen eher als Außenseiterkandidat, dem nicht nur die UEFA-Pro-Lizenz, sondern auch die Erfahrung auf der großen europäischen Fußballbühne fehlt. Ob er nun in den Fokus rückt, weil andere Kandidaten nicht oder nur schwer greifbar sind? Gut denkbar.
Andoni Iraola etwa steht bei Bayer ebenfalls hoch im Kurs, ist nach seiner erfolgreichen Zeit beim AFC Bournemouth aber in aller Munde – und nicht nur bei Bayer hoch im Kurs. Liverpool, Newcastle, Napoli, Crystal Palace, Fulham, die Werkself und zuletzt auch die AC Milan – rund um all diese Klubs fiel zuletzt der Name Iraola. Und wenngleich Klubs wie Liverpool und Newcastle zumindest derzeit keinen akuten Bedarf haben, zeigt es doch, wie interessant die Personalie Iraola in den vergangenen Monaten geworden ist.
„Ich denke, das ist ein Moment, in dem wir uns Zeit nehmen und Entscheidungen treffen müssen“, sagte Iraola selbst nach seinem letzten Bournemouth-Spiel am Sonntag – und erklärte: „Natürlich wird es nicht lange dauern, weil die Vereine Trainer verpflichten müssen. Jetzt ist der Moment, in dem wir Entscheidungen treffen werden“, so Iraola, der zumindest eine Entscheidung inzwischen getroffen hat.
Iraola sagt Milan ab, steht aber bei Palace hoch im Kurs
Ein Bericht der Nachrichtenplattform Bilbao Hiria aus Iraolas Heimat, wonach der 43-Jährige ein Angebot der AC Milan abgelehnt hat, deckt sich jedenfalls mit kicker-Informationen. Iraola traf sich demnach mit Milan-Vertretern, lehnte nun aber ab – und zeigte sich laut dem Bericht aus Spanien überrascht, dass Milan nur ein Drittel des von Crystal Palace bereitgestellten Transferbudgets besitzt.
Die AC ist also aus dem Rennen. Bleibt die Frage: Entscheidet sich Iraola nun für den Verbleib in der Premier League – und heuert bei Crystal Palace an? Weil Oliver Glasner, der in Leverkusen bekanntlich ebenfalls ein Kandidat ist, nach dem Conference-League-Finale an diesem Mittwochabend gegen Rayo Vallecano den Klub verlässt, suchen die Engländer einen neuen Coach. Ihre Wunschlösung ist Iraola, was eine Erklärung wäre, warum Filipe Luis nun plötzlich zum Top-Favoriten in Leverkusen aufgestiegen sein soll.
Filipe Luis ist offenbar zum Top-Favoriten auf die Trainerstelle bei Bayer aufgestiegen. Weil andere Kandidaten wie Andoni Iraola nur schwer oder nicht greifbar sind?
