Dortmunds Trainer Niko Kovac hat am Samstag offenbar die richtigen Worte in der Kabine gefunden. Denn seine Schützlinge zeigten anschließend ein komplett verändertes Gesicht. An eine derartige Diskrepanz zwischen zwei Hälften konnte sich Kovac nicht erinnern.
Drei BVB-Elfmeter sind ein Novum
Es ist zwar nicht überliefert, was Niko Kovac am Samstagabend gegen den Hamburger SV seinen Spielern in der Pause gesagt hat, dafür aber, welche Wirkung die Ansprache zeigte. Dortmund startete beim 3:2 komplett verändert in den zweiten Durchgang und drehte das Spiel noch spät mit drei Treffern binnen elf Minuten. „Es war deutlich“, gab der Trainer selbst zu Beginn seines Sky-Interviews einen kleinen Einblick in die Kabine.
Einen Einzelnen kritisierte bei seiner Rede aber nicht. „Es war komplett keine gute Leistung. Also ich denke, da kann man keinen hervorheben oder sagen, dass einer jetzt ein bisschen besser war als der andere“, erläuterte Kovac. Tatsächlich wirkte der BVB als Kollektiv schläfrig. Sinnbildlich dafür standen die Ballverluste von Daniel Svensson, Luca Reggiani und Felix Nmecha unmittelbar vor den beiden Gegentoren.
„Ich habe zwar in der 2. Halbzeit eher mehr zugeschaut, wie die anderen Gas gegeben haben, aber es war trotzdem cool.“ (Gregor Kobel)
Solche Fehler konnten die Dortmunder nach dem Wiederanpfiff in der eigenen Hälfte nicht mehr machen, weil sie den HSV komplett nach hinten drückten. Wie groß die Dominanz war, verdeutlichte eine Statistik: Die Hanseaten verzeichneten im zweiten Durchgang keinen einzigen Ballkontakt im Sechzehner der Borussen. „Es hat Spaß gemacht, auf jeden Fall. Ich habe zwar in der 2. Halbzeit eher mehr zugeschaut, wie die anderen Gas gegeben haben, aber es war trotzdem cool“, erklärte Torwart Gregor Kobel.
Sein Trainer konnte sich derweil nicht erinnern, wann er mal derart unterschiedliche Durchgänge erlebt hatte. „Ich meine, letztendlich, wenn du 0:2 hinten liegst und 3:2 gewinnst, haben wir einiges zum Schluss richtig gemacht. Aber ich wünsche mir das natürlich von der ersten Minute an“, so Kovac.
Kovac schaut bei den Elfmetern nicht hin
Ein Novum gab es aber nicht nur für den 54-Jährigen, sondern auch für alle Dortmunder Fans: Noch nie bekamen die Schwarz-Gelben drei Elfmeter in einem Spiel zugesprochen. Während Nmecha den ersten Strafstoß links neben das Tor schoss, verwandelte Ramy Bensebaini seine beiden nach der Pause sicher. Wie die beiden Spieler ihre Versuche ausführten, sah Kovac in der Realität derweil nicht. Denn der Kroate kann bei Elfmetern grundsätzlich nicht hinschauen. „Ich habe es mir abgewöhnt“, verriet der BVB-Coach.
Für ihn wie auch seine Akteure, die nicht auf Länderspielreise gehen, steht nun eine Pause bis Mittwoch an. Erst am Donnerstag in anderthalb Wochen vor dem nächsten Topspiel am Samstagabend in Stuttgart erwartet er seine Nationalspieler zurück.
Dortmunds Trainer Niko Kovac hat am Samstag offenbar die richtigen Worte in der Kabine gefunden. Denn seine Schützlinge zeigten anschließend ein komplett verändertes Gesicht. An eine derartige Diskrepanz zwischen zwei Hälften konnte sich Kovac nicht erinnern.
