Einkalkulierte „Delle“: Was Polanski und Schröder an Mohya so schätzen 

Borussia Mönchengladbach baut Wael Mohya (17) behutsam auf. Trainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder schätzen besonders am Top-Talent, wie es mit einer einkalkulierten „Delle“ umgeht.

U-19-Einsatz als Paradebeispiel

Der letzte Bundesliga-Einsatz von Wael Mohya war sein bislang schwächster. Bei der Heimpleite gegen Stuttgart (0:3) wurde der 17-Jährige in der 65. Minute eingewechselt und konnte keine Eigenwerbung betreiben (kicker-Note 5,0). Seitdem saß Gladbachs Top-Talent zweimal die vollen 90 Minuten nur auf der Bank.

Kein Grund zur Sorge, versicherte Eugen Polanski bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag – und setzte dann zu einem langen Monolog an. „Wir sollten bei Wael Mohya sowieso nicht ungeduldig werden“, stellte Gladbachs Cheftrainer eingangs klar: „Er hat mit 17 bereits fünf Bundesliga-Spiele gemacht. Da war ich auch ein bisschen überrascht. Das ist einfach nicht schlecht, sondern sehr, sehr gut.“

Fünf Joker-Einsätze waren es bislang. Eine Startelf-Nominierung muss sich Mohya erst noch verdienen. „Wichtig ist, dass er weiß, dass er schon noch ein bisschen was zu lernen hat“, unterstrich Polanski. Die Verantwortlichen beobachten bewusst die Gesamtentwicklung des Deutsch-Marokkaners – „und nicht einfach nur irgendeine Anzahl an Spielen“.

Was das Stuttgart-Spiel Polanski lehrte

Stetig sucht Polanski das Gespräch mit dem gebürtigen Mettmanner. „Ich habe ihm schon gesagt, dass er jetzt gerade wahrscheinlich in der kleinen Delle, in der er ist, wirklich auch sein muss.“ Die simple Erklärung? „Er ist nicht mehr ganz so frei im Kopf, weil er auch taktisch dazu gelernt hat. Mit 16, 17 Jahren schießt er drauf los, geht ins Dribbling, verliert auch mal einen Ball und macht sich gar keine Platte. Jetzt weiß er wahrscheinlich, in welchen Räumen er andribbeln kann und in welchen nicht.“

Das Stuttgart-Spiel habe Polanski das gelehrt. „Vor einem Monat hätte er im Sechzehner noch das Eins-gegen-eins gesucht, auch wenn vielleicht mal ein Ballverlust da ist. In dem Moment kappt er eher ab und versucht es aus dem Stand zu machen. Ein normaler Prozess bei dem Jungen.“

Die Reaktion Mohyas aber gefällt Polanski: „Er gibt trotzdem 100 Prozent Gas, ist immer der Erste, der da ist und der Letzte, der geht.“ Den Teenager nehme er „überhaupt nicht ungeduldig“ wahr.

Selbst ein geplanter Junioren-Einsatz werfe Mohya nicht aus der Bahn. „Da haben wir auch schon deutlich Schlimmeres gesehen, was Bereitschaft angeht, als Profi in der U 19 zu spielen“, stellte Polanski klar: „Das ist auch das, was wir mit ihm besprochen haben, dass wir ihn immer wieder in Situationen zwingen, in der er aus seiner Komfortzone raus muss. Er wird seine Minuten kriegen, da braucht er keine Sorge haben.“

Schröder lobt: „Keine Starallüren, er zieht das Ding durch“

Kurz vor Ende des Pressegesprächs meldete sich auch noch Sportchef Rouven Schröder eigeninitiativ zum Thema Mohya zu Wort. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht immer so schnell enttäuscht sind, wenn der Junge dann mal vielleicht gar nicht spielt“, so der 50-Jährige: „Wir entdecken das ja bei uns selber, wenn er nicht reinkommt. Dann ist es schon so, dass wir uns da sehr, sehr um ihn kümmern, weil wir wissen, dass er ein tolles Talent ist, das bei Borussia seinen Weg gehen wird. Er wird seine Duftmarke setzen.“

Der „höchst professionelle“ Umgang Mohyas mit der aktuellen Situation imponiert auch Schröder. „Eugen und ich haben beide das Spiel am Sonntag bei der U 19 geschaut, wie er damit umgeht, wie er dann auch dem Gegner gegenüber tritt, wenn er gefoult wird. Die Hand geht direkt raus, keine Starallüren, er zieht das Ding durch. 4:0 gewonnen (gegen den Berliner AK, Anm. d. Red) und Ausrufezeichen gesetzt.“

Der bereits sechste Bundesliga-Einsatz scheint nur eine Frage der Zeit.

 Borussia Mönchengladbach baut Wael Mohya (17) behutsam auf. Trainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder schätzen besonders am Top-Talent, wie es mit einer einkalkulierten „Delle“ umgeht. 

 

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