„Ein Unding“: BVB verärgert über Pfiffe gegen Schlotterbeck 

Borussia Dortmund hat am Samstag das dritte Spiel in der laufenden Bundesliga-Saison verloren. Beim 0:1 gegen Leverkusen stand auch Nico Schlotterbeck im Fokus, der kürzlich seinen Vertrag verlängert hat und einige Pfiffe erntete. Im Lager der Schwarz-Gelben fanden alle dazu klare Worte.

Dortmund verliert gegen Bayer

Borussia Dortmund hatte am Samstag kein gutes Spiel gemacht und mit 0:1 gegen Leverkusen verloren, wie bereits im DFB-Pokal-Achtelfinale Anfang Dezember. Es war erst die dritte Niederlage in dieser Bundesliga-Saison für den BVB, die anderen beiden Partien verloren die Borussen gegen den FC Bayern. Aber nach der Partie ging es weniger um das Sportliche und mehr um die Pfiffe gegen Nico Schlotterbeck, der nach langer Hängepartie seinen Vertrag in Dortmund bis 2031 verlängert hat – mit Austiegsklausel.

  • Ein guter Deal für Schlotterbeck – und den BVB

„Es wurde jetzt die letzten Wochen extrem viel darüber berichtet, das macht die ganze Situation auch immer ein bisschen schwierig. Nico hat es auch in einem Interview gesagt: Allen recht machen kann man es gar nicht. Es gibt immer welche, denen irgendwas nicht passt“, sagte Teamkollege Julian Brandt bei DAZN. „Das Wichtige für ihn ist, klar zu bleiben. Er ist ein sehr, sehr anerkannter Spieler bei uns in der Mannschaft, wir mögen ihn. Für den Verein ist es sensationell, dass es hinbekommen wurde, eine Lösung zu finden. Alles andere sind dann immer ein paar Echos, die dazugehören.“

Schlotterbeck selbst wollte am Samstag nach dem Spiel nicht sprechen, Teamkollege Waldemar Anton tat das allerdings mit extrem klaren Worten. „Wir sind sehr froh, dass Schlotti verlängert hat. Er hat sich das verdient. Ich glaube, keiner hat es verdient, ausgepfiffen zu werden, vor allem nicht hier im eigenen Stadion. Das sind Dinge, die überhaupt nicht funktionieren, das schadet uns als Mannschaft, das muss jeder auf der Tribüne wissen“, so der Defensivmann, der anfügte: „So etwas können wir als Mannschaft nicht akzeptieren, das ist ein Unding meiner Meinung nach.“

BVB-Boss Cramer: „Das gehört sich nicht“

Schlotterbeck wurde vor dem Spiel bei der Aufstellungs-Verkündung ausgepfiffen. Im Spiel gab es bei Ballkontakten dann auch noch einmal einige Pfiffe, die aber nicht so laut waren wie die vor dem Spiel. Auch BVB-Boss Carsten Cramer stieß das sauer auf. „Wir haben eine freie Meinungsäußerung. Aber wir sind eine Gemeinschaft und als Vertreter von Borussia Dortmund möchte ich einfach nicht, dass Spieler von uns auf dem Rasen mit schwarz-gelbem Trikot mit Pfiffen konfrontiert werden. Das gehört sich nicht“, machte der Sprecher der Geschäftsführung klar, fügte aber an: „Ein Lob für das empathische Verhalten der Zuschauer in der zweiten Halbzeit.“

Im zweiten Durchgang gab es in Dortmund einen medizinischen Notfall, eine Person musste reanimiert werden. Beide Fanlager stellten die Unterstützung ein. „Das hat uns heute natürlich nicht geholfen, wir brauchen diese Energie von den Fans, wir brauchen diese Wucht. Aber völlig verständlich, dass es nichts gab, denn ein Menschenleben ist natürlich viel wichtiger als ein Bundesliga-Spiel“, machte Coach Niko Kovac klar, der dann auch noch auf die Pfiffe gegen Schlotterbeck einging: „Natürlich geht so etwas nicht. Er ist ein Borusse, wir sind alle Borussen hier im Stadion. Jeder einzelne Spieler braucht die Unterstützung der Fans. Ich glaube nicht, dass es ein Großteil des Stadions war, aber das geht nicht.“

 Borussia Dortmund hat am Samstag das dritte Spiel in der laufenden Bundesliga-Saison verloren. Beim 0:1 gegen Leverkusen stand auch Nico Schlotterbeck im Fokus, der kürzlich seinen Vertrag verlängert hat und einige Pfiffe erntete. Im Lager der Schwarz-Gelben fanden alle dazu klare Worte. 

 

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