Ebnoutalib erfrischend ehrlich: „Ich war ein bisschen überfordert“ 

Zum Start ins neue Jahr bewies Eintracht Frankfurt im Kracher gegen Dortmund Comeback-Qualitäten, kam zweimal nach Rückstand zurück und wähnte sich in der Nachspielzeit sogar auf der Siegerstraße. Zum Dreier reichte es dann zwar doch nicht – bei den Hessen überwog am Ende dennoch die Freude, vor allem bei Younes Ebnoutalib.

Großes Lob auch an Kalimuendo

Natürlich sei es „ärgerlich, dass wir am Ende 3:3 spielen“, sagte SGE-Sportvorstand Markus Krösche nach dem Spiel, er betonte aber auch, dass es „im Großen und Ganzen eine gute Leistung von uns“ war. Ähnlich sah es auch Trainer Dino Toppmöller, der hervorhob, dass seine Schützlinge, „heute grundsätzlich eine sehr gute körperliche Präsenz gezeigt haben. Was Intensität und Zweikämpfe betrifft, da haben wir das Stadion mitgenommen. Es war einfach eine andere mentale und körperliche Frische da.“

Der späte Ausgleich sei natürlich schmerzhaft, gerade bei so einem Spielverlauf. Wenn man nach dem eigenen 3:2 in der Nachspielzeit „hinten raus noch so ein krummes Ding bekommt, dann ist es ärgerlich“, gab Toppmöller zu, verwies aber auch auf die enorme Qualität des Gegners: „Man darf nicht vergessen: Wir haben gegen Dortmund gespielt. Eine Mannschaft, die nur einmal in den letzten 24 Bundesliga-Spielen verloren hat.“ Besonders wichtig war ihm aber, „dass wir mit Mut auftreten“.

Riesenfreude bei Ebnoutalib

Und das haben die Hessen auch getan, allen voran Neuzugang Younes Ebnoutalib, der bei seinem Bundesliga-Debüt direkt traf und damit nach St. Paulis Martijn Kaars zum zweiten Spieler avancierte, der in dieser Saison in der 1. und 2. Liga getroffen hat. Sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:2 war dann auch noch sehenswert, doch der 22-jährige gebürtige Frankfurter gab zu, dass er auch Glück hatte.

„Als ich alleine aufs Tor zugelaufen bin, war ich ein bisschen überfordert. Komplett neu, vor so einer Kulisse. Dann habe ich den Ball zu spät mitgenommen und dachte mir: ‚Neiiin!‘ Aber dann habe ich versucht, den einfach noch irgendwie zu schießen. Zum Glück ist er reingegangen“, sagte der 22-Jährige anschließend bei Sat 1: „Ich habe ihn auch glücklich getroffen. Um ehrlich zu sein, habe ich einfach nur versucht, gegen den Ball zu schießen.“

Am Ende sei er einfach nur froh über sein Tor gewesen. „Dass ich direkt beim Debüt ein Tor schieße, ist ein krasses Gefühl“, gestand er dann noch bei Sky und meinte: „Ich bin sprachlos. Ich freue mich und bin dankbar, dass der Trainer mir die Chance gegeben hat, direkt von Anfang zu spielen.“

Trainerlob nicht nur für Ebnoutalib

Für Ebnoutalib, der vor einem Jahr noch in der Regionalliga beim FC Gießen am Start war und dank seiner zwölf Zweitligatore für Elversberg im Winter den Weg zurück in seine Geburtsstadt fand, war es ein Traum-Einstand. Sein Aufstieg ist aber kein Zufallsprodukt, wie der Deutsch-Marokkaner sagt. „Ich habe immer viel gearbeitet, war ein richtiges Arbeitstier und habe stets versucht, Sachen, die ich falsch mache, von meinen Trainern anzunehmen und mich zu verbessern. Ich habe zugehört.“

Toppmöller sprach dann sogar von einem „sensationellen“ Auftritt des Neuzugangs. „Er hat ein gutes Gespür für die Positionierung im Rücken des Gegners, hat guten Tiefgang und ist ein unangenehmer Spieler, vor allem wenn der Gegner mit einer hohen Kette dasteht“, benannte der 45-Jährige zwei besondere Qualitäten des Angreifers und freute sich über dessen geglücktes Bundesliga-Debüt: „Es ist für ihn schon ein besonderer Tag, eine schöne Sache, hat er sich verdient.“

Kalimuendo „wird für uns sehr wichtiger Spieler“

Er habe ihm gesagt, er solle einfach sein Herz auf dem Platz lassen, alles andere käme dann von allein. „Er braucht sich keinen Kopf machen, soll einfach rausgehen und Spaß haben“. Und das hat Ebnoutalib dann auch getan. „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte dann auch Krösche den Auftritt: „Er hat viel für die Mannschaft gegen den Ball gearbeitet, hat die Innenverteidiger gebunden und hat sich mit seinem Tor belohnt.“

Ebnoutalib war aber nicht der einzige Neue, der gegen den BVB ins Auge stach, denn der eingewechselte Arnaud Kalimuendo, der der 497. Spieler in der Bundesliga-Geschichte der Hessen, die historisch die meisten Spieler einsetzten, war, legte dessen Treffer klasse auf. „Es war perfektes Timing, mein Laufweg, sein Pass in die Tiefe, alles hat zum Glück gepasst“, lobte dann auch Ebnoutalib den Franzosen, dem sein Trainer „gute Aktivität und sehr gutes Spielverständnis“ attestierte. „Er wird für uns ein sehr wichtiger Spieler. Wir können uns auf jemanden freuen, der richtig Qualität hat.“

 Zum Start ins neue Jahr bewies Eintracht Frankfurt im Kracher gegen Dortmund Comeback-Qualitäten, kam zweimal nach Rückstand zurück und wähnte sich in der Nachspielzeit sogar auf der Siegerstraße. Zum Dreier reichte es dann zwar doch nicht – bei den Hessen überwog am Ende dennoch die Freude, vor allem bei Younes Ebnoutalib. 

 

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