Mit dem Erfolg in Salzburg und einem Triumph über Rapid hat die Austria einen Katapultstart ins Bundesliga-Frühjahr hingelegt. Die Zu-Null-Siege gehen nicht zuletzt auf das Konto von Aleksandar Dragovic, der in dieser Europacup-Woche auch als Canal+ Experte im Einsatz ist.
Frühjahrs-Traumstart mit Austria
Aleksandar Dragovic ist in der Austria-Truppe unumstrittener Abwehrchef und neben Kapitän Manfred Fischer ein Teamleader par excellence. Nach den 2:0-Siegen in Salzburg und daheim gegen Rapid steht die Austria in der Bundesliga top da. Wie vergangene Saison, der ersten nach seiner Rückkehr zu den Veilchen, lassen „Drago“ und Co. die Fans vom ersten Titel seit 2013 träumen. „Der Derby-Sieg tut extrem gut“, sagt der 100-fache Internationale im Gespräch mit dem kicker. „Gleichzeitig müssen wir vorsichtig sein, weil in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Wir gehen in kein Spiel als Favorit.“
Ehe der 34-Jährige am Samstag in Altach die nächste Partie als Austria-Innenverteidiger bestreiten wird, ist Dragovic am Donnerstag als Studio-Experte bei der Canal+ Live-Übertragung des Hinspiels im Europa-League-Play-off zwischen Lille und Ex-Klub Roter Stern Belgrad im Einsatz. Auch zum Aufeinandertreffen zwischen Olympiakos Piräus und seinem früheren Verein Bayer Leverkusen im Champions-League-Play-off (live bei Canal+) kann man den viele Jahre im Ausland gereiften Dragovic alles fragen. Gerade die Erfahrung aus 13 Saisonen in der Schweiz, Ukraine, in Deutschland, England und Serbien machen ihn für die Austria so wertvoll.
Teurere und größere Kader bei der Konkurrenz
„Unser Ziel waren vier Punkte aus den ersten zwei Spielen. Dass wir sechs geholt haben, ist großartig“, meint Dragovic zum Traumstart ins Bundesliga-Frühjahr. „Wir haben das Momentum auf unserer Seite. In den nächsten Runden müssen wir dafür sorgen, dass es so bleibt“, richtet er den Blick nach vorne. Wie in der vergangenen Saison, als man bis zur letzten Runde im Titelrennen war, meldete sich die Austria erneut für den Kampf um die nationale Krone an. „Wir werden die Kirche aber schön im Dorf lassen“, betont Dragovic. „Man muss sich nur anschauen, wie viel Geld Rapid, Sturm und Salzburg im Winter in den Kader investierten und im Gegensatz dazu die Situation bei der Austria betrachten.“
Wie der erfahrene Defensivmann um die herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Favoriten weiß, so hat er auch die offensichtlichen Qualitäten der Austria im Blick. Trainer Stephan Helm hat es zum wiederholten Male geschafft, alle Kritiker verstummen zu lassen. Und die Mannschaft habe sich laut Dragovic wieder zur felsenfesten Einheit gefunden. Was angesichts der starken und fehlerfreien Leistung im Derby nicht unerwähnt bleiben sollte: Ins Spiel war der Abwehrchef gesundheitlich schwer angeschlagen und ohne ein einziges Training in der Woche davor gegangen. „Da tut jeder Sprint und jeder Zweikampf doppelt weh, aber was die anderen neben mir gelaufen sind, war sensationell. Das zeichnet uns aus, jeder kämpft für den anderen.“
Gute Chancen für Leverkusen im Play-off
Was seine Expertise punkto Leverkusen betrifft, sieht Dragovic den Ex-Klub im Play-off-Duell zur Königsklasse mit Olympiakos Piräus leicht im Vorteil – auch wegen des Heimvorteils im Rückspiel. „Sie hatten nach dem Weggang von Xabi Alonso und der extrem kurzen Amtszeit von Erik ten Hag im Sommer einen harten Umbruch – dazu sieben, acht Abgänge von Leistungsträgern. Das muss man einmal kompensieren.“ Beindruckend für den früheren Bayer-Legionär auch, wie man sich über die Jahre als Sprungbrett für Talente mit internationaler Klasse etablierte. „Florian Wirtz oder Kai Havertz sind nur zwei Beispiele. Leverkusen ist wirklich ein top geführter Klub.“
Mit dem Erfolg in Salzburg und einem Triumph über Rapid hat die Austria einen Katapultstart ins Bundesliga-Frühjahr hingelegt. Die Zu-Null-Siege gehen nicht zuletzt auf das Konto von Aleksandar Dragovic, der in dieser Europacup-Woche auch als Canal+ Experte im Einsatz ist.
