Diomandes „Weltklasse-Potenzial“ – und was Baumgartner „völlig egal“ ist 

Leipzigs Christoph Baumgartner schwärmte am Samstagnachmittag nach dem Sieg gegen Gladbach von Matchwinner Yan Diomande, einem „außergewöhnlichen Spieler mit Weltklasse-Potenzial“. Die Leistung des 19-Jährigen veranlasste Baumgartner auch, auf den RB-Umbruch im Sommer zurückzublicken.

Umbruch in Leipzig geglückt

Für Christoph Baumgartner wird es so langsam eng, richtig eng. Nur: Es könnte ihm kaum egaler sein. Es geht um die interne Torjägerkrone bei RB Leipzig, Baumgartner liegt im Rennen aktuell mit zwölf Treffern in der laufenden Saison auf Platz 1, Yan Diomande ist ihm mit elf Toren aber dicht auf den Fersen. Der Matchwinner beim Sieg gegen Gladbach machte am Samstag erneut Boden gut.

„Das ist mir wirklich völlig egal“, sagte Baumgartner in der Mixed-Zone der Leipziger Arena angesprochen auf die Torjäger-Statistik, um scherzend hinzuzufügen: „Ich weine jetzt aber auch nicht, wenn ich ein Tor schieße.“ Dieses Gefühl war am Samstag aber eben Diomande vorbehalten, dessen Siegtreffer gegen Gladbach legte der Österreicher immerhin auf, sein neunter Assist in dieser Spielzeit. Bei den RB-Topscorern liegt er damit ebenfalls auf Platz 1, mit einem etwas größeren Vorsprung auf Diomande.

Aber auch das natürlich: herzlich egal. „Ich will, dass wir am Ende des Tages da oben stehen, wo wir hingehören.“ Das soll idealerweise die Top 3 der Bundesliga sein, auf dem Weg zu diesem Ziel gelang am Samstagnachmittag der nächste Schritt, wenn auch auf etwas untypische Art und Weise.

Untypischer RB-Chancenwucher

„Das, was uns die letzten Wochen stark gemacht hat – diese Effizienz -, hat uns heute gefehlt“, meinte Baumgartner, der dafür auch einen Grund ausmachte. „Sensationeller Torwart“, lobte der 26-Jährige Fohlen-Keeper Moritz Nicolas. Auch aufgrund dessen Paraden habe sich RB schwergetan, die Chancen zu verwerten, „da waren wirklich genug da, auch hochkarätige“. Kapitän David Raum sprach gar von „Chancenwucher“.

Gegen Bremen in der Vorwoche hatte RB noch mit Effizienz geglänzt (2:1). Nun hatten die Gastgeber das Spiel zwar weitestgehend im Griff, es dauerte aber bis zur 81. Minute, bis Diomande Leipzig erlöste. Ein „außergewöhnlicher Spieler mit Weltklasse-Potenzial“ sei der 19-jährige Ivorer, ergänzte Baumgartner am Sky-Mikrofon. „Das haben wir schon oft genug gesehen. Er schafft es immer wieder, seine Leistung kontinuierlich abzurufen, was für sein junges Alter echt beeindruckend ist.“

Leipzigs Umbruch: „Das hat jeder Verein außer Bayern in der Liga“

Am Ende des Tages stand ein aus Baumgartners Sicht „absolut verdienter“ Heimsieg, „aber das hätten wir uns schon leichter machen können“. Auch das: am Ende egal. Leipzig festigte den Champions-League-Platz, hat das Europapokal-Ticket nach dem enttäuschenden siebten Platz in der Vorsaison so gut wie sicher.

„Es ist Crunchtime, das ist jedem bewusst“, betonte Baumgartner. „Das merke ich auch im Training.“ Er beobachte eine gewisse Reife, die im Vorjahr noch gefehlt habe. Er sehe einen deutlichen Schritt nach vorne. „Ich habe nicht daran gezweifelt, dass wir in die Champions League kommen können“ – trotz des relativ großen Umbruchs.

„Wenn wichtige Spieler gehen, dann müssen neue Spieler in die Rolle wachsen“, erklärte Baumgartner und dürfte unter anderem auf Diomande angespielt haben. „Es kommen unfassbar talentierte Jungs immer wieder nach, aber die sind dann 18, 19, 20 Jahre alt und es ist völlig normal, dass die Formschwankungen haben. Das hat jeder Verein außer Bayern in der Liga.“ Dennoch: „Ich habe immer gewusst, was in uns steckt. Jetzt schaffen wir es, dass wir es abrufen.“

Wichtig sei nur noch, bis zum Saisonende durchzuziehen, „wir werden noch ein paar Punkte brauchen“. Baumgartner erkennt bei RB allerdings eine gewisse „Überzeugung“ im Saisonendspurt. „Es muss ganz klar der Anspruch sein, jetzt dranzubleiben und weiter Spiele zu gewinnen.“ Ganz egal, wer die Tore schießt.

 Leipzigs Christoph Baumgartner schwärmte am Samstagnachmittag nach dem Sieg gegen Gladbach von Matchwinner Yan Diomande, einem „außergewöhnlichen Spieler mit Weltklasse-Potenzial“. Die Leistung des 19-Jährigen veranlasste Baumgartner auch, auf den RB-Umbruch im Sommer zurückzublicken. 

 

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