Drei Bundesligisten gehören in der neuen Ausgabe der „Football Money League“ zu den 20 umsatzstärksten Fußballklubs der Welt. Im Frauen-Ranking gibt es einen Rekord.
Bayern klettert, BVB rutscht leicht ab
Nach 15 Jahren gehört der VfB Stuttgart wieder zu den 20 umsatzstärksten Fußballklubs der Welt. Der DFB-Pokal-Sieger belegt im diesjährigen Report „Football Money League“, den die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte in London veröffentlichte, mit einem Umsatz von 296,3 Millionen Euro den 18. Platz. An Nick Woltemade liegt das nicht: Transfereinnahmen sind in den Erhebungen nicht berücksichtigt.
Bundesliga-Krösus bleibt der FC Bayern, der sogar in die Top 3 vorstieß. In der Saison 2024/25 steigerte der deutsche Rekordmeister seine Erlöse von etwa 765 Millionen (2023/24) auf 860,6 Millionen Euro. Mehr Geld nahmen in diesem Zeitraum nur Real Madrid und der FC Barcelona ein. Real kam zum zweiten Mal nacheinander auf einen Umsatz von einer Milliarde Euro und verbesserte sich auf 1,161 Milliarden Euro. Die Katalanen liegen bei nunmehr 974,8 Millionen Euro (plus von 27 Prozent) und sind erstmals seit 2019/20 wieder unter den drei umsatzstärksten Vereinen.
Direkt hinter den Bayern sind Champions-League-Sieger Paris-Saint Germain, der FC Liverpool, Manchester City und der FC Arsenal platziert. Mit Manchester United, den Tottenham Hotspur und dem FC Chelsea komplettiert ein weiteres Premier-League-Trio die Top 10.
BVB Zwölfter
Borussia Dortmund rutschte mit Einnahmen von 531,3 Millionen Euro (plus drei Prozent) vom elften auf den zwölften Platz hinter Inter Mailand. Zwar konnten die Westfalen zehn Prozent mehr Medienerlöse erzielen, mussten aber bei den kommerziellen Einnahmen (u.a. im Merchandising) einen Rückgang um drei Prozent hinnehmen.
Mit insgesamt 12,4 Milliarden Euro übertreffen die 20 Vereine die Umsatzmarke der vorherigen Saison um elf Prozent. Neben den kommerziellen Einnahmen (5,3 Milliarden Euro) waren die Medienerlöse mit etwa 4,7 Milliarden Euro die lukrativste Einnahmequelle. Sie stiegen um zehn Prozent. Gründe dafür waren die ausgedehnte Klub-WM in den USA im vergangenen Sommer und die erweiterten Europapokal-Wettbewerbe. Die am schnellsten wachsende Einnahmesparte sind die Spieltagserlöse mit einem Plus von 16 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.
Bayern auch bei den Frauen bester Bundesligist
Der Frauenfußball ist ebenfalls auf Wachstumskurs und erlebte ein weiteres Rekordjahr. Die 15 umsatzstärksten Vereine kamen insgesamt auf 158 Millionen Euro und damit auf 35 Prozent mehr als in der Saison 2023/2024. Auch hier ist der FC Bayern als Neunter bester Bundesliga-Verein. Mit 7,2 Millionen Euro verdoppelten die Münchnerinnen den Umsatz im Vergleich zur Saison davor.
Eintracht Frankfurt nahm indes 22 Prozent weniger ein und erlöste 4,7 Millionen Euro. Grund dafür war die verpasste Champions League, was zu geringeren Medien- (minus 53 Prozent) und Spieltagserlösen (minus 29 Prozent) führte. Dennoch blieben die Frankfurterinnen als Elfte auf der Liste. Das Ranking wird vom FC Arsenal (25,6 Millionen Euro), dem FC Chelsea (25,4 Millionen Euro) und dem FC Barcelona (22 Millionen Euro) angeführt.
Drei Bundesligisten gehören in der neuen Ausgabe der „Football Money League“ zu den 20 umsatzstärksten Fußballklubs der Welt. Im Frauen-Ranking gibt es einen Rekord.
