Am Vormittag hatte der HSV Jean-Luc Dompé wegen seiner Alkoholfahrt bis auf Weiteres suspendiert, am Nachmittag äußerte Trainer Merlin Polzin seine Enttäuschung über das Verhalten des Franzosen – und ist in freudiger Erwartung von Albert Grönbaek.
Grönbaek soll die HSV-Offensive verstärken
Der HSV darf sich auf einen Neuzugang freuen: Albert Grönbaek ist am Mittwochabend in Hamburg gelandet, absolviert an diesem Donnerstag seinen Medizincheck und soll vorerst bis zum Sommer ausgeliehen werden. Der 24-jährige Däne ist aktuell von Stade Rennes an den CFC Genua verliehen, hatte im Sommer 2024 noch 15 Millionen Euro gekostet. Zuletzt aber ist die Karriere des Nationalspielers ins Stocken geraten, auch wegen Verletzungsproblemen kam er in der italienischen Serie A im ersten Halbjahr nur zu vier Einsätzen.
In Hamburg hoffen die Verantwortlichen, mit dem vielseitig einsetzbaren Offensivmann dennoch eine Soforthilfe zu bekommen. Grönbaek kann im offensiven Mittelfeld und auf der linken Außenbahn spielen – und genau dort herrscht nach dem Syndesmoseriss von Alexander Rössing-Lelesiit und der Suspendierung von Jean-Luc Dompé wegen einer Alkoholfahrt großer Bedarf.
Polzin über die Suspendierung: „Die Entscheidung ist einstimmig“
Polzin verhehlte auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern nicht, dass das abermalige Fehlverhalten seines Unterschiedsspielers auch für ihn persönlich eine Enttäuschung ist. Gerade unter ihm und Co-Trainer Loic Favé hatte der 30-jährige Flügelstürmer extremen Zuspruch erhalten, dementsprechend sagt der 35-Jährige: „Die Enttäuschung ist natürlich groß, da mache ich aufgrund meiner persönlichen Beziehung zu ihm kein Hehl draus. In unserer sportlichen Situation hilft uns diese Nachricht nicht, aber wir stehen immer für Konsequenz und Klarheit.“
Der Trainer unterstreicht, dass er den klaren Kurs seines Klubs im Umgang mit dem Wiederholungstäter komplett mitfährt, obwohl die Suspendierung bis auf Weiteres eine sportliche Schwächung bedeutet. „Die Entscheidung ist einstimmig.“ Eben weil Dompé aus der Vergangenheit mit einem Unfall nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen vor drei Jahren offenbar nicht gelernt hat. „Fehler“, sagt Polzin, „macht jeder. Aber wichtig ist, dass man aus Fehlern lernt, das haben wir versucht, ihm mitzugeben.“
Ab sofort soll der volle Fokus der Mannschaft und dem Auftrag gegen den FC Bayern gelten, erst danach will sich Polzin wieder seinem Sorgenfall widmen. Dann wird es auch darum gehen, was konkret die Formulierung „bis auf Weiteres“ bedeutet. „Wir haben eine Verpflichtung gegenüber der Mannschaft, uns jetzt voll und ganz der anstehenden Aufgabe zu widmen. Im Nachgang des Spiels werden wir dann mit etwas Abstand und ohne Emotionen alles Weitere besprechen.“
Für Polzin ging es bei der vorerst verhängten Strafe auch darum, ein Signal nach innen und außen auszusenden. „Unsere Reaktion ist ein klares Zeichen, dass keiner größer als der Verein ist. Und es ist auch ein klares Zeichen, welches Verhalten wir an den Tag legen wollen. Der HSV steht für gewisse Werte.“ Und gegen die hat Dompé – nicht zum ersten Mal – verstoßen.
Am Vormittag hatte der HSV Jean-Luc Dompé wegen seiner Alkoholfahrt bis auf Weiteres suspendiert, am Nachmittag äußerte Trainer Merlin Polzin seine Enttäuschung über das Verhalten des Franzosen – und ist in freudiger Erwartung von Albert Grönbaek.
