Dauer-Experiment Andrich/Badé: Warum Bayer in der Innenverteidigung nachlegen muss 

Da Kasper Hjulmand zwei jungen Innenverteidigern nicht genug vertraut, muss Bayer im Winter in der zentralen Abwehr nachlegen. Die vom Dänen gewählte Dauerlösung mit den potenziellen Abwehrchefs Loic Badé und Robert Andrich gleichzeitig ist keine mit Zukunft.

Abwehrzentrum aus Trainer-Sicht zu dünn besetzt

Es ist eine Lösung, die aus der Not heraus geboren ist – möchte man auf den ersten Blick sagen. Da mit Edmond Tapsoba (Muskelfaserriss) der etatmäßige linke Innenverteidiger der Dreierkette ausfällt, griff Kasper Hjulmand nach dem 0:2 bei Olympiakos Piräus nun auch beim 1:0-Sieg gegen Werder Bremen auf Loic Badé als linken Mann der Dreierabwehr zurück. Obwohl dieses Experiment mit dem Rechtsfüßer in Piräus schief gegangen war, setzte der Trainer erneut auf diese Lösung.

Zwar trug Bayer 04 diesmal dadurch keinen Schaden davon, doch Badé, der als zentrales Glied und Abwehrchef für die Mannschaft ein Gewinn sein kann, ist dies links in der Kette genauso wenig wie wenn Hjulmand Andrich in dieser rechts einsetzt. Fehlt doch beiden Profis der nötige Top-Speed, um dort keine potenzielle Schwachstelle darzustellen. Selbst gegen biedere Bremer wurde dies bereits in der 6. Minute deutlich, als Justin Njinmah dem Franzosen nach einem langen Pass enteilte, der Bremer aber mit dem Abschluss zu lange zögerte, so dass Badé den Schuss noch blocken konnte.

Auf Top-Niveau ist die Lösung Andrich mit Badé dauerhaft nicht tauglich

Auf Top-Niveau, auf dem am Samstag weder Werder noch Bayer auch nur ansatzweise agierten, ist eine solche Lösung nicht tauglich. Führt sich doch zudem regelmäßig dazu, dass Andrich oder wie in Piräus Badé auf unpassender Position schlecht aussehen. Dabei stehen Hjilmand mit Jeanuel Belocian (20) und Top-Talent Axel Tape (18) zwei Kandidaten für die Dreierkette zur Verfügung, die beide deutlich schneller sind als das vom Dänen favorisierte Duo.

Dass Hjulmand in der Abwehr nun wiederholt Rechtsfüßer Loic Badé links und diesen gemeinsam mit dem ebenfalls nur im Zentrum der Dreierkette gut aufgehoben Robert Andrich für die Abwehr nominierte, stellt für den französischen U-21-Nationalspieler und Linksfüßer Belocian, der vom Speed her besser zu Bremens Justin Njinmah gepasst hätte, einen Tiefschlag dar.

Wenn Tape und Belocian Hjulmands Ansprüchen nicht genügen, muss Bayer handeln

Mit Belocian und dem noch schnelleren Tape hätte Hjulmand zwei Kandidaten für die Innenverteidigung mit Geschwindigkeit, denen er aber offensichtlich nicht genügend vertraut. Weshalb er dann lieber auf diese nicht ausbalancierte Besetzung setzt, in der einzig der rechts wie links einsetzbare Jarell Quansah überdurchschnittliche Schnelligkeit mitbringt.

Die Konsequenz daraus ist logisch: Genügen Tape und Belocian, den Hjulmand wegen Badés überflüssiger 5. Gelber Karte am Samstag in Frankfurt zwangsläufig in die Startelf stellen muss, den Ansprüchen des Trainers für die Anfangsformation nicht, muss Bayer im Winter in der Innenverteidigung nachlegen. Weil Hjuilmand sonst sofort, wenn Quansah oder wie aktuell Tapsoba ausfällt, der im Pokal-Spiel gegen St. Pauli zurück erhofft wird, zu alles andere als idealen Lösungen greifen muss.

Nach Hincapies spätem Sommer-Abgang würde der Kader einen Verteidiger vertragen

Einen weiteren Innenverteidiger würde der Kader ohnehin vertragen, da Bayer im Sommer für den am Ende der Transferperiode an den FC Arsenal verliehenen Leverkusener Stammspieler Piero Hincapie keinen Ersatz verpflichtet hat. Doch dann stellt sich die Frage, wie der Klub mit Belocian und Tape umgeht. Während sich Letzterem auf der rechten Schiene Möglichkeiten eröffnen könnten und sollten, sieht die mittelfristige Perspektive bei Belocian noch schlechter aus.

Dieser sollte nach einem verlorenen Jahr mit Sprunggelenk-Verletzung und Kreuzbandriss nicht noch länger ohne regelmäßige Spielpraxis bleiben. Möglichkeiten bei anderen Klubs dürfte es weiterhin geben, hatten sich in den vergangenen Wochen doch Interessenten wie Borussia Mönchengladbach gemeldet, die das Talent gerne ausgeliehen hätten. Den einzigen Linksfüßer im Abwehrzentrum auch nur vorübergehend abzugeben, erscheint auf den ersten Blick widersinnig. Allerdings auch wieder nicht, wenn Belocian unter Hjulmand keine wirkliche Perspektive besitzt.

 Da Kasper Hjulmand zwei jungen Innenverteidigern nicht genug vertraut, muss Bayer im Winter in der zentralen Abwehr nachlegen. Die vom Dänen gewählte Dauerlösung mit den potenziellen Abwehrchefs Loic Badé und Robert Andrich gleichzeitig ist keine mit Zukunft. 

 

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