Die Zukunft von Tomas Cvancara ist aktuell noch unklar. Der 25 Jahre alte Stürmer befindet sich in Verhandlungen mit anderen Teams, Gladbach-Trainer Eugen Polanski ist aber auch offen für eine Rückkehr zur Borussia.
Zukunft noch unklar
Nach einem Mini-Urlaub in Dubai und dem Trainingslager im türkischen Belek fand Eugen Polanski am Mittwochvormittag den Trainingsplatz gänzlich anders vor als zuletzt gewohnt. Die Borussia ist wieder zurück in Mönchengladbach, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneefall. „Gegensätzlicher zu Dubai hätte es nicht sein können“, scherzte der Gladbach-Coach. „Aber das kann man nicht planen.“
Den Trainingsplan musste der 39-Jährige dadurch „modifizieren“, wie er nach der Vormittagseinheit verriet: „Wir haben eine Übungsform weggelassen, weil es ein bisschen zu gefährlich gewesen wäre.“ Statt „Start-Stopp“, hätte „Start-Rutsch“ gedroht, aber der Cheftrainer wollte sich in Anbetracht der Umstände nicht beklagen: „Das tut uns auch mal gut, unter solchen Bedingungen zu trainieren. Wenn man sieht, dass die Gruppe das auch annimmt, dann kann man da sehr viel Positives herausziehen.“ Ebenfalls positiv: Das Trainingslager und das Testspiel gegen Hannover (0:3) haben alle Profis gut verkraftet.
Dennoch fehlte am Mittwoch im Training ein Spieler, der erst vor Kurzem wieder zur Borussia gestoßen war: Tomas Cvancara wurde vom Bundesligisten für Verhandlungen mit anderen Klubs freigestellt. Mit wem, das ist derzeit noch genauso offen wie überhaupt die Zukunft des 25-Jährigen.
Cvancara: Verbleib in Gladbach nicht ausgeschlossen
Im vergangenen Sommer war Cvancara leihweise in die Türkei zu Antalyaspor gewechselt, kam dort auf elf Liga-Einsätze (1 Tor) und zwei im Pokal, fehlte ab Ende November aber über mehrere Wochen teils komplett im Kader. Der Grund: ausgebliebene Gehaltszahlungen, die eine offizielle Beschwerde bei der FIFA und letztlich die Kündigung des Leihvertrags zur Folge hatten. Und Cvancaras vorzeitige Rückkehr nach Gladbach.
„Im Endeffekt hat er nichts falsch gemacht, wir aber auch nicht“, blickte Polanski zurück. Er und das gesamte Team hätten den Angreifer „sehr gerne“ wieder ins Team aufgenommen. Zunächst sei wichtig gewesen, „ihn mal anzusehen, ein Gespräch zu führen, was für ihn wichtig ist, was für Prioritäten er hat – und was wir für Prioritäten haben“. Alles ehrlich und mit einem offenen Ausgang.
Ob der achtmalige tschechische Nationalspieler die Borussia schon im Winter tatsächlich wieder verlässt, ist aber ebenfalls noch unklar. „Stand jetzt“, erklärte Polanski, „würde ich noch nicht in die eine oder andere Richtung sagen können, wie es weitergeht.“ Falls ein Wechsel platzt, werde er „definitiv“ als vollwertiges Kadermitglied bei der Borussia behandelt werden, betonte der Cheftrainer.
Cvancara – im Sommer 2023 für etwa 10,5 Millionen Euro nach Gladbach gekommen, mit nur acht Treffern in 54 Pflichtspielen aber nicht der erhoffte Ersatz für Marcus Thuram – bekam auch im Testspiel gegen Hannover eine Chance in der Startelf, um sich zu zeigen. „Das ist auch die Aufgabe von uns als Verein, von mir als Trainer und von uns als Gruppe, dem Spieler eine zweite Chance zu geben“, meinte Polanski. „Vor allem wenn er sich so geläutert zeigt. Das wäre das falscheste Zeichen, ihn nicht aufzunehmen.“ Klarheit über die Zukunft Cvancaras dürften nun die kommenden Tage bringen.
Die Zukunft von Tomas Cvancara ist aktuell noch unklar. Der 25 Jahre alte Stürmer befindet sich in Verhandlungen mit anderen Teams, Gladbach-Trainer Eugen Polanski ist aber auch offen für eine Rückkehr zur Borussia.
