Emotionen beim Papa und Gänsehaut beim Werder-Cheftrainer: Für sein erstes Bundesliga-Tor hätte sich Patrice Covic „keinen besseren Ort aussuchen können“.
Werder-Premiere in Heimatstadt
Als zweifacher Vater konnte auch Daniel Thioune am Sonntagabend nachempfinden, welche Gefühlsregungen sich auf der Tribüne an der Alten Försterei ihren Weg bahnten: Mit Tränen in den Augen hatte Ante Covic dort aus unmittelbarer Nähe verfolgt, wie sein Sohn kurz zuvor den Treffer zum 4:1 erzielte.
Der Schlusspunkt beim Bremer Auswärtssieg bei Union Berlin bedeutete das erste Bundesliga-Tor für den gebürtigen Berliner Patrice Covic – ausgerechnet beim Stadtrivalen von Hertha BSC, jenem Klub, dessen Jugendabteilungen der 18-Jährige durchlaufen hatte und für den ja auch sein Vater jahrelang als Trainer aktiv ist.
Der 50-Jährige war also als Teil der „ganzen Familie“ im Stadion, wie Covic Junior berichtete: „Das macht mich umso stolzer, ein unfassbares Gefühl“, sagte der Werder-Akteur nach seiner Profi-Torpremiere in Köpenick: „Ich hätte mir keinen besseren Ort aussuchen können als den hier.“
Covic: „Dann war komplett Chaos in meinem Kopf“
Tatsächlich sprach Covic sogar davon, „dass ich von Anfang an ein gutes Gefühl hatte und dachte: Heute ist es soweit.“ Dabei reichten dem erst in der Nachspielzeit eingewechselten Joker nur zwei Minuten, um seiner Eingebung auch Taten folgen zu lassen.
Leonardo Bittencourt passte den Ball Richtung zweitem Pfosten, wo Covic bereitstand: „Ich habe ihn einfach über die Linie gedrückt – und dann war komplett Chaos in meinem Kopf, so viel Freude“, so der Torschütze.
Auch Werder-Cheftrainer Thioune fand die Umstände dieses ersten Karrieremeilensteins des Berliners in Berlin schlicht „mega: Da geht mir ja auch das Herz auf, ich habe mich riesig gefreut für den Jungen“.
Thiounes hohe Meinung vom 18-Jährigen
Die Bilder des berührten Covic Senior habe der 51-Jährige ebenfalls im Nachgang vernommen: „Das macht was mit einem. Auch bei mir war ein bisschen Gänsehaut da.“
Dabei entschuldigte sich der Coach gewissermaßen dafür, Covic erst derart spät eingewechselt zu haben: „Das tat mir sehr leid, dass ich ihm als Berliner Jungen nicht mehr Minuten geben konnte.“
Es handelte sich ja auch erst um den zweiten Kurzeinsatz Covics im fünften Spiel unter Thioune. Und doch ließ der Trainer keinen Zweifel daran, welch hohe Meinung er bereits von dem Top-Talent hat: „Er ist mit seinen 18 Jahren schon wirklich sehr reif. Er wird sich weiter anbieten – und dann hat er eine große Zukunft vor sich.“
Emotionen beim Papa und Gänsehaut beim Werder-Cheftrainer: Für sein erstes Bundesliga-Tor hätte sich Patrice Covic „keinen besseren Ort aussuchen können“.
