Collins droht das Saison-Aus – Riera und die Systemfrage 

Verteidiger Nnamdi Collins ist schwerer verletzt als bislang bekannt. Mit einer Änderung der taktischen Grundordnung könnte Trainer Albert Riera zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

SGE kann Uralt-Rekord einstellen

Fast schon beiläufig erwähnte Albert Riera auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Köln, dass Nnamdi Collins das Saison-Aus droht. Der Verteidiger hatte sich im vergangenen Spieltag beim Auswärtsspiel in Mainz (1:2) am Sprunggelenk verletzt. Über die Schwere der Verletzung war bislang nichts bekannt. Nun verriet der Trainer, dass sich Collins eine ähnliche Verletzung wie Rasmus Kristensen zugezogen hat.

„Manchmal gibt es Wunder“

Der dänische Nationalspieler musste sich wegen einer Syndesmoseverletzung bereits im Februar operieren lassen. Auch Collins musste unters Messer: „Nnamdi ist für die gesamte Saison raus“, sagte Riera zunächst. Auf Nachfrage ergänzte er: „Es wird schwierig, dass er die letzten Spiele bestreiten kann. Manchmal gibt es Wunder, aber das wird schwer nach der Operation.“

Offen ist, wie der Coach den Ausfall des 22-Jährigen auffängt. Collins spielte im 4-1-4-1 als rechter oder linker Verteidiger. Während sein Pendant Nathaniel Brown in Ballbesitz ins Mittelfeld vorrückte, blieb Collins hinten und bildete mit den beiden etatmäßigen Innenverteidigern eine Dreierkette. Rechtsverteidiger Elias Baum könnte einspringen, allerdings ist dieses Rollenprofil für das Eigengewächs nicht optimal.

Will der Coach am 4-1-4-1 festhalten, könnte er auch Brown nach rechts ziehen und Arthur Theate als Linksverteidiger aufbieten. Die andere Möglichkeit: Riera könnte die Grundordnung anpassen. In Mainz stellte er zur Halbzeit auf ein 3-5-2 um. Außen agierten fortan zwei Schienenspieler, Arnaud Kalimuendo rückte nach innen und spielte neben Jonathan Burkardt als hängende Spitze.

Konkret würde das bedeuten, dass Robin Koch, Aurele Amenda und Theate die Dreierkette bilden, Ritsu Doan und Brown wären die Schienenspieler. Im Mittelfeld könnte der Trainer auf eine Doppelsechs und einen Zehner oder auf einen Sechser und zwei Achter bauen. Auf diese Weise könnte Riera zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Er hätte den Ausfall von Collins aufgefangen und könnte Kalimuendo auf seiner stärksten Position im Sturm aufbieten.

Wie plant Riera mit Götze?

Denkbar wäre sogar, in Mario Götze und Can Uzun auf zwei Ideengeber hinter der Doppelspitze zu setzen. Doch zumindest diese Variante ist nicht sehr wahrscheinlich. Als der Coach auf Götzes Rolle angesprochen wurde, nannte er den Weltmeister in einem Atemzug mit den Reservisten Timothy Chandler und Mahmoud Dahoud. In einem eher grundsätzlichen Ton führte er aus: „Mario trainiert fantastisch – wie jeder. Wenn das Team ihn auf dem Platz braucht, wird er spielen. Wir haben keine Probleme. Alle Spieler sind für mich gleich, aber in jedem Spiel sind andere Charakteristiken erforderlich.“

Im Waldstadion ist Rieras Bilanz blütenweiß. Der 43-Jährige ist der erste Eintracht-Trainer, der seine ersten drei Heimspiele zu null gewann. In ihrer Bundesliga-Historie blieben die Hessen erst einmal vier Heimspiele in Folge ohne Gegentor: Das gelang von Oktober bis Dezember 1978. Diesen Uralt-Rekord kann Frankfurt nun einstellen. Allerdings: Die jüngsten drei Heimspiele gegen Köln endeten jeweils 1:1.

Nach zuletzt drei Partien der Kategorie Schlafwagenfußball stehen Trainerteam und Mannschaft in der Pflicht, am Ostersonntag ein anderes Gesicht zu zeigen. Der letzte zumindest phasenweise ansehnliche Auftritt liegt bereits einen Monat zurück.

Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Freiburg sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann treffend: „Es ist nicht so schwer, dieses Stadion zu entflammen. Auch die Mannschaft kann mal ein Zeichen setzen, nicht immer nur die Ränge. Das haben wir geschafft, wie schon gegen Gladbach. Hier sind alle im Stadion zufrieden, wenn du Zweikämpfe führst und gewinnst, schnellen Fußball spielst. Da muss nicht immer alles gelingen.“ Das sollte die Marschrichtung sein.

Luxussituation in der Offensive

Die nächsten Spiele gegen Köln und in Wolfsburg muss die Eintracht ohne Wenn und Aber gewinnen. Die Mannschaft hat in dieser Saison mehr als genug einschläfernde Quer- und Rückpässe gespielt. Damit im traditionsreichen Duell mit Köln der Funke vom Rasen auf die Ränge überspringt, sind Tempo, Mut, Entscheidungsfreude und Zweikampfhärte gefordert.

Mit selbstbewussten Worten legte Riera die Messlatte von Beginn an hoch: „Das ist eine Show. Du zahlst kein Ticket, um etwas Durchschnittliches zu sehen. Es geht darum, den Zuschauern eine Show zu liefern. Etwas Wunderschönes.“ An diesen Worten muss er sich nach zwei Monaten im Amt messen lassen.

Zumal die personelle Lage in der Offensive beneidenswert ist. Von einer solchen Auswahl konnte Rieras Vorgänger Dino Toppmöller nur träumen. In der Offensive steht lediglich Jean-Matteo Bahoya wegen einer Oberschenkelblessur nicht zur Verfügung. Es ist eine Luxussituation, aus der die Eintracht gegen die seit sieben Bundesliga-Spielen sieglosen Kölner Kapital schlagen muss.

 Verteidiger Nnamdi Collins ist schwerer verletzt als bislang bekannt. Mit einer Änderung der taktischen Grundordnung könnte Trainer Albert Riera zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. 

 

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