Bo? Oder doch eher Bo? Werders spannendes Dänen-Casting 

Mit Hochdruck arbeiten die Bremer an der Neubesetzung des seit der Freistellung von Horst Steffen freien Trainerpostens. Zwei Anwärter mit ähnlichen Voraussetzungen kristallisieren sich heraus. Am Ende ist es für die Hanseaten womöglich auch eine Frage von Zeit und Geld.

Zwei Ex-Mainzer aussichtsreichste Trainerkandidaten

Bo? Oder doch eher Bo? Die Wahrscheinlichkeit, dass der neue Trainer von Werder Bremen diesen Vornamen trägt, stieg zum Wochenbeginn. Im Bemühen um eine Neubesetzung des seit der Freistellung Horst Steffens vakanten Postens orientieren sich die Verantwortlichen des Bundesligisten in Richtung Norden. Nach Dänemark, wo sich in Bo Henriksen und Bo Svensson zwei Kandidaten mit ähnlichen Voraussetzungen als mögliche Lösungen herauskristallisieren.

Bei Henriksen muss Mainz mitspielen

Als erste sichere Spur der Hanseaten auf der Suche erwies sich zunächst der Kontakt zum ehemaligen Mainzer Coach Bo Henriksen. Der 50-Jährige passt wie berichtet in das Anforderungsprofil, das Clemens Fritz, Werders Geschäftsführer Fußball, am Sonntag öffentlich skizziert hatte. Er wäre die gewünschte externe Lösung, die mit neuer Ansprache und neuen Impulsen für den Turnaround an der Weser sorgen könnte. Dass Henriksen dies mit einem abstiegsgefährdeten Klub in der deutschen Bundesliga hinbekommen kann, bewies er beim 1. FSV 05, wo er das Team von Februar 2024 zunächst stabilisierte, um es dann eine Saison später auf Platz sechs und ins internationale Geschäft zu führen.

Henriksen soll sich dem Vernehmen nach intensiv mit einem Engagement in Bremen beschäftigen, doch sind ihm aktuell die Hände gebunden: Sein bis 2027 laufender Vertrag in Mainz ist nach der Beurlaubung Anfang Dezember 2025 noch nicht aufgelöst worden. Mainz-Sportvorstand Christian Heidel müsste mitspielen und formal die Freigabe erteilen. Er täte dies womöglich nur gegen eine ansehnliche Ablösesumme – wenn überhaupt, angesichts der Tatsache, dass sich sein Verein aktuell als direkter Konkurrent und Tabellennachbar mit den Bremern im Abstiegskampf befindet.

Svensson besitzt mehrere Optionen

Von den Umständen her wäre eine Einigung mit dem zweiten Kandidaten somit wohl etwas einfacher. Bo Svenssons Vertrag mit seinem bislang letzten Verein Union Berlin ist nach dem dortigen Aus im Dezember 2024 längst aufgelöst. Nach einem Jahr Pause ist der 46-Jährige, der seine beste Zeit in Deutschland von Januar 2021 bis November 2023 ebenfalls in Mainz verbrachte, frei, bereit und willens, eine neue Herausforderung anzunehmen. Diese aber soll Hand und Fuß haben: Svensson möchte an seinem neuen Einsatzort offenbar einen Trainerstab nach seinen Vorstellungen aufbauen und, das macht es für Werder schwierig, kann angesichts des Interesses anderer Klubs zwischen mehreren Optionen wählen.

So wird das spannende Trainer-Casting in Bremen am Ende auch zu einer Frage von Zeit und Geld. Möglichst schnell soll ein neuer Verantwortlicher auf der Bank installiert werden, wenngleich Fritz es als mögliche Variante bezeichnete, mit den ehemaligen Steffen-Assistenten Raphael Duarte und Christian Groß in die Vorbereitung und in das Spiel beim SC Freiburg am kommenden Samstag zu gehen. Svensson könnte derweil auch deshalb höher im Kurs stehen, weil sich das Ringen um Henriksen länger hinziehen könnte. Und: die Lösung mit Letzterem könnte die teurere werden, sollte tatsächlich Ablöse nach Mainz fließen müssen. Unabhängig müssen aus Sicht der beiden Kandidaten grundsätzlich die Umstände ihres Engagements stimmen. Fritz deutete an, auch einen Feuerwehrmann bis zum Sommer für geeignet zu halten – ein langfristiger Vertrag wie für den freigestellten Horst Steffen (Kontrakt läuft bis 2028) wäre angesichts der knappen finanziellen Mittel ein ziemliches Risiko.

Kein weiterer Neuzugang im Winter

Dem Kassenstand, aber auch der ungewissen aktuellen Situation könnte unterdessen auch geschuldet sein, dass bis zum Winter-Transferschluss am Montagabend kein weiterer neuer Spieler mehr zu den Grün-Weißen fand. Zuvor bereits hatte Fritz lediglich Wechsel in Aussicht gestellt, die wirtschaftlich in den engen Rahmen passen und sportlich nicht aus reinem Aktionismus praktiziert würden. Ein Leihgeschäft mit dem zuletzt in den Fokus gerückten Engländer Conrad Jaden „CJ“ Egan-Riley, dem 23-jährigen Innenverteidiger von Olympique Marseille, jedenfalls kam nicht zustande.

 Mit Hochdruck arbeiten die Bremer an der Neubesetzung des seit der Freistellung von Horst Steffen freien Trainerpostens. Zwei Anwärter mit ähnlichen Voraussetzungen kristallisieren sich heraus. Am Ende ist es für die Hanseaten womöglich auch eine Frage von Zeit und Geld. 

 

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