In Heidenheim durfte El Chadaille Bitshiabu mal wieder von Beginn an für RB Leipzig ran. Am Dienstag im Nachholspiel beim FC St. Pauli könnte der Innenverteidiger eine weitere Chance erhalten. Oder droht wieder die Bank?
Lukeba könnte zurückkommen
Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Ole Werner kaum einen Zweifel daran gelassen, wer den am Knie angeschlagenen Castello Lukeba als linken Innenverteidiger beim Gastspiel von RB Leipzig in Heidenheim vertreten würde. „Chad ist die logische Option“, hatte der RB-Trainer klargemacht, dass El Chadaille Bitshiabu wohl die Lücke schließen werde, die sein französischer Landsmann durch seine Unpässlichkeit in der Viererkette der Leipziger hinterlassen hatte.
Heidenheim erst der dritte Startelf-Einsatz
Werner setzte seine Ankündigung auch in die Tat um, Bitshiabu durfte erstmals seit dem 10. Spieltag (1:3 in Hoffenheim) wieder in der Startelf auflaufen – und das überhaupt erst zum dritten Mal in dieser Saison, rechnet man seinen Einsatz im Zweitrunden-Match des DFB-Pokals bei Energie Cottbus (4:1) hinzu.
Ansonsten muss sich der hünenhafte Innenverteidiger (1,96 Meter, 95 Kilogramm) in dieser Saison in Geduld üben. Außer den zwei Ligaspielen in Hoffenheim und nun in Heidenheim sowie in Cottbus durfte Bitshiabu in Liga und Pokal lediglich vier Kurzeinsätze absolvieren, in der Mehrzahl der Spiele saß der Linksfuß die gesamte Spielzeit auf der Bank. „Er hat sicher nicht die Spielzeiten, die er sich selbst vorgestellt hat“, sagte Werner vor dem Gastspiel in Heidenheim, „jetzt hat er seine Möglichkeit, sich zu zeigen.“
Insgesamt war Bitshiabu in Leipzig aber schon mal weiter. In der Rückrunde der Saison 2024/25 hatte er den nach einer langwierigen Verletzung in ein Formtief geratenen Lukeba sogar verdrängt und durfte sich Stammkraft nennen. Mir der Rückkehr Lukebas zu dessen alter Form musste sich Bitshiabu im zurückliegenden Sommer wieder hinten anstellen, zudem warf ihn Mitte November eine Oberschenkelverletzung zurück.
Chance genutzt
Nun kam also die Chance. In Heidenheim vermochte Bitshiabu nicht zu glänzen, agierte insgesamt aber solide. Der im Sommer 2023 für eine Sockelablöse von 15 Millionen Euro von Paris St. Germain nach Leipzig gewechselte Abwehrspieler gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe und kam auch in seiner Domäne – dem Passspiel – auf 95 Prozent angekommener Pässe. Dennoch hatte Bitshiabu, der beim Passen das Risiko nicht scheut, auch zwei Ballverluste zu verantworten, als Folge derer es brenzlig wurde – und wirkte darüber hinaus im Raumverhalten nicht immer sicher.
Insgesamt waren die Verantwortlichen von RB mit der Darbietung des langen Defensivspezialisten zufrieden. Weswegen es in die Leipzig auch kein Thema ist, Bitshiabu zu verleihen, damit er mehr Spielzeit generieren kann. In Leipzig bauen sie auf die Qualitäten des 20-Jährigen, dessen Chancen auf ein Startelf-Mandat auf St. Pauli durchaus realistisch sind. Auch wenn Lukeba eventuell am Dienstag wieder zur Verfügung steht.
In Heidenheim durfte El Chadaille Bitshiabu mal wieder von Beginn an für RB Leipzig ran. Am Dienstag im Nachholspiel beim FC St. Pauli könnte der Innenverteidiger eine weitere Chance erhalten. Oder droht wieder die Bank?
