Yukinari Sugawara fühlt sich in Bremen durchaus an die Vorsaison bei Premier-League-Absteiger FC Southampton erinnert – mit einem entscheidenden Unterschied jedoch.
Über Startelf-Ärger und Werder-Zukunft
Die Frage, was aktuell wieder anders und somit besser läuft beim SV Werder Bremen, liegt angesichts von nun zwei Siegen in Folge nach einer 13 Spiele andauernden Durststrecke nicht nur nahe – sie taucht dieser Tage eigentlich auch in jedem Gespräch mit den Protagonisten auf.
Auch Yukinari Sugawara bezog am Mittwoch Stellung, meinte jedoch, dass es „kein Geheimnis“ für den erfolgten Turnaround gebe: „Wir haben ein bisschen härter gearbeitet als in der Vergangenheit.“ Was wiederum nicht implizieren sollte, dass das zuvor nicht der Fall gewesen sei: „Nein, wir müssen uns Tag für Tag verbessern, jeden Tag härter arbeiten als gestern und vorgestern.“ Der Grund für die jüngsten Erfolgserlebnisse? „Dass wir als Team gespielt haben.“
Sugawara: „Die Bremer haben eine bessere Mentalität“
Und das war während der Sieglosserie eben erwiesenermaßen nicht immer der Fall. Sugawara kennt diese Mechanismen eines solchen Negativstrudels ja bereits aus der Vorsaison. Mit dem FC Southampton musste er in der Premier League zunächst zehn Spieltage auf den ersten Saisonsieg warten- und anschließend ebenfalls 14 weitere Partien auf den zweiten. Danach folgten sogar noch mal 14 Spiele ohne Sieg …
„Natürlich vergleiche ich das ein bisschen mit der Situation hier in Bremen“, so Sugawara: „Aber ich kann sagen: Die Bremer Mannschaft hat eine bessere Mentalität als bei den Saints, glaube ich. So fühlt es sich an.“
Schlüsselmomente bei Werder
Selbst als die Grün-Weißen ihre Partien nicht gewonnen hatten, berichtete der Japaner, „haben wir in der Kabine viel darüber gesprochen, was wir tun müssen und was der Unterschied zwischen unserer aktuellen Form und der Situation in der Vergangenheit ist. Wir haben viel geredet – und das waren Schlüsselmomente.“
Diese Form der Kommunikation sei „etwas anders“ gewesen als in England. Seine Erfahrungen aus Southampton würden jedenfalls „ein kleines bisschen“ helfen, denn: „Es ist nicht einfach, mit Situationen umzugehen, wenn du 13 Mal nicht gewonnen hast.“
Dabei schien der 18-malige Nationalspieler unter Neu-Coach Daniel Thioune zunächst seinen Stammplatz als rechter Verteidiger zu verlieren: Gegen den FC Bayern und auf St. Pauli stand er nicht in der Startelf.
Sugawara auf der Bank: „Ich war verärgert“
Ein Umstand, der für Sugawara nur schwer zu akzeptieren war: „Seitdem ich hier bin, habe ich alle Spiele absolviert und plötzlich habe ich zweimal Spielzeit verloren. Da war ich schon verärgert – aber verärgert über mich selbst. Denn nur ich kann meine Situation ändern.“
Seine Zukunft wiederum liegt nicht allein in seinen Händen. Wie und ob es über das Leihende hinaus nach dem 34. Spieltag für Sugawara bei Werder weitergeht, müsse man in erster Linie die Verantwortlichen fragen, so der Profi: „Ich fokussiere mich darauf, dass Bremen in der Bundesliga bleibt.“
Und dann gebe es neben dem zwar gegebenen Wohlfühlfaktor für die Familie Sugawara ja auch noch Dinge wie „das Budget des Vereins und meine persönliche Situation“, sagte er: „Im Sommer kann vieles passieren. Deshalb kann ich dazu noch nicht wirklich viel sagen.“
Yukinari Sugawara fühlt sich in Bremen durchaus an die Vorsaison bei Premier-League-Absteiger FC Southampton erinnert – mit einem entscheidenden Unterschied jedoch.
