Auf die vier Profis beim Afrika-Cup wird Bayer 04 Leverkusen noch etwas warten müssen, alle haben das Achtelfinale erreicht. Dafür kann der schon 2024 fixierte Transfer von Issa Traoré nun vollzogen werden.
Kofane und Maza im Mittelpunkt
Feiern durfte Ibrahim Maza schon am vergangenen Sonntag, als er gegen Edmond Tapsoba und Burkina Faso zum Spieler des Spiels wurde und mit Algerien den Gruppensieg fixierte (1:0). Am Mittwoch legte der 20-Jährige beim Afrika-Cup in Marokko aber noch einen drauf.
Im sportlich nicht mehr relevanten Duell mit dem punktlosen Äquatorialguinea rotierte Nationaltrainer Vladimir Petkovic zwar, Maza aber blieb in der Startelf – und überzeugte erneut. Das zwischenzeitliche 2:0 bereitete er mit einem feinen Steckpass für Frankfurts Fares Chaibi vor, den dritten Treffer beim 3:1-Sieg erzielte er mit einem strammen Kopfball selbst.
Tapsoba folgt Maza, Kofane trifft traumhaft
Parallel durfte auch Tapsoba jubeln. Mit Burkina Faso erfüllte er die Pflichtaufgabe gegen den Sudan und qualifizierte sich durch das 2:0 als Gruppenzweiter hinter den Algeriern ebenfalls für das Achtelfinale.
Ein paar Stunden später stand schon der nächste Leverkusener im Mittelpunkt. Nach einem frühen Rückstand gegen Mosambik kam Kamerun durch ein Eigentor vor der Pause zurück. In der 55. Minute schlug dann die Stunde von Christian Kofane.
Der gewohnt umtriebige 19-Jährige, der in Hälfte eins schon aus dem Abseits getroffen hatte, klaute den Ball im Pressing und jagte ihn aus 20 Metern sehenswert zum 2:1-Endstand in den Winkel. Trotz des ersten Länderspieltors des Stürmers reichte es letztlich im Fernduell mit der Elfenbeinküste nicht zum Gruppensieg.
Verletzungsverwunderung um Ben Seghir
Diesen hatte Marokko in Gruppe A bereits zwei Tage zuvor klargemacht. Beim 3:0 über Sambia kam Eliesse Ben Seghir zu seinem bislang längsten Einsatz, wurde in der 64. Minute eingewechselt. Eine Aussage von Nationaltrainer Walid Regragui, die er bereits am 12. Dezember im marokkanischen TV getroffen hatte, sorgte rund um das Spiel allerdings für Verwunderung. Demnach litt Ben Seghir „seit drei Monaten an einer Schambeinentzündung“, man einigte sich daher mit Leverkusen auf reduzierte Spielzeit und ein angepasstes Training, um den 20-Jährigen fit für den Afrika-Cup zu bekommen.
Eine solche Verletzung war bislang nicht bekannt – und hat es wohl auch nicht gegeben. Der Bild versicherte Simon Rolfes: „Wir haben einen guten Draht zum marokkanischen Verband. Die Aussage hört sich dramatischer an, als sie ist.“ Weiter erklärte der Geschäftsführer Sport: „Richtig ist, dass Eliesse, wie viele andere Spieler bei uns, individuelle Trainingsprogramme hat. Dass er im muskulären Bereich noch zulegen muss, ist kein Geheimnis. Aber Eliesse ist in der Lage, mehr zu spielen. Und ich glaube, das ist auch sein Wunsch.“
Ein Neuzugang mit viel Vorlauf
Auf dem Transfermarkt bleibt es in Leverkusen derweil zum Start ins Winterfenster relativ ruhig. Victor Boniface könnte verletzungsbedingt vorzeitig von seiner Leihe aus Bremen zurückkehren. Zudem steht ein schon vor langer Zeit fixierter Neuzugang in den Startlöchern. Bereits 2024 sicherte sich Bayer 04 die Dienste des damals 16-jährigen Issa Traoré von Djoliba AC Bamako. Der athletische Innenverteidiger aus Mali feierte im November seinen 18. Geburtstag, zuvor war ein Wechsel nicht zulässig. Nun aber wird der U-23-Nationalspieler zur Werkself stoßen.
Auf die vier Profis beim Afrika-Cup wird Bayer 04 Leverkusen noch etwas warten müssen, alle haben das Achtelfinale erreicht. Dafür kann der schon 2024 fixierte Transfer von Issa Traoré nun vollzogen werden.
