Diese Szene sorgte für hitzige Diskussionen: Schiedsrichter Sascha Stegemann pfiff einen falschen Elfmeter für St. Pauli, auch der VAR griff nicht ein. Trotz des 2:1-Sieges ist FCA-Geschäftsführer Michael Ströll erbost.
Mal wieder Stegemann
In der 29. Minute klärte Marius Wolf den Ball sauber und klar vor Paulis Manolis Saliakas, traf ganz am Ende der Szene auch noch den Spieler. Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, auch der VAR schaltete sich unverständlicherweise nicht ein. Schon am Abend wertete der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Marco Fritz, jetzt Leiter Regelauslegung beim DFB, im Interview mit Sky dies als klare Fehlentscheidung.
Auch kicker-Recherchen am Sonntagvormittag in Schiedsrichter-Kreisen bestätigten Fritz. Demnach hätte Stegemann das Ende der Aktion Wolfs dann als Tritt bestrafen können, wenn diese Aktion bewusst extra ausgeführt worden wäre. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen, das klare Ballspielen stehe im Vordergrund. Die Schuld liege klar beim VAR, der Stegemann darauf hätte aufmerksam machen müssen.
Dieser Elfmeter sorgte für hitzige Diskussionen, selbst Weltmeister Mats Hummels äußerte sich auf X: „Es kann wirklich nicht mehr sein, dass solche Elfmeter gepfiffen werden. So viele Pfiffe, die es nicht geben darf trotz VAR, ich verstehe es nicht.“ Wissen sollte man zwar auch, dass Wolf und Hummels gut befreundet sind, an der richtigen Einschätzung ändert dies freilich nichts.
Ströll: „Den VAR versteht kein Mensch mehr“
Beim FC Augsburg ließ der Elfmeterpfiff den Blutdruck steigen, zumal es eine Vorgeschichte mit Stegemann gibt. Der verweigerte dem FCA am 1. Spieltag der Saison 2024/25 gegen Werder Bremen einen glasklaren Handelfmeter, trotz Ansicht der Bilder. „Das war erneut eine klare Fehlentscheidung und eine Bewertung, die nichts mehr mit der Dynamik eines Fußballspiels zu tun hat“, echauffiert sich Geschäftsführer Michael Ströll.
„Der VAR ist nicht zuletzt aufgrund solcher Entscheidungen nur noch absurd. Mal wird was geprüft, mal nicht, mal wird es so bewertet, mal so. Den VAR versteht kein Mensch mehr, er macht mehr kaputt, als was er positiv bewirken soll“, legte er gegenüber dem kicker nach. Immerhin: Punktemäßig blieb die Fehlentscheidung folgenlos, der FCA drehte den 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg dank des Doppelpacks von Michael Gregoritsch. Damit haben die bayerischen Schwaben zunächst eine beruhigende Distanz auf die direkten Abstiegsplätze aufgebaut, der positive Trend unter Manuel Baum hält mit vier Partien ohne Niederlage und dem zweiten Sieg in Serie nach dem 2:1 beim FC Bayern an.
Diese Szene sorgte für hitzige Diskussionen: Schiedsrichter Sascha Stegemann pfiff einen falschen Elfmeter für St. Pauli, auch der VAR griff nicht ein. Trotz des 2:1-Sieges ist FCA-Geschäftsführer Michael Ströll erbost.
